22. Februar 2012
- des Bloggers Freud’
Von Roberto De Lapuente
Was für ein grandioser Glücksfall! Arbeit ist gesichert! Material für Texte, für Polemiken, für Glossen. Ein passender Präsident für diese Republik. Ein Pfaff’, der “Freiheit in Verantwortung” als Lebensmotto führt, der Freiheit jedoch nicht an Leben in Würde orientiert, sondern an der Freiheit, sich eine alternative Brücke aussuchen zu dürfen, unter denen man Obdach findet. Besser konnte sich die Junta der vier etablierten Parteien gar nicht absprechen. Niemand sonst könnte den Zeitgeist adäquater vertreten als der Theologe der Herzlosigkeit – er erhebt seine an Ketten gelegte Freiheitsrhetorik ins Metaphysische, entkleidet sie von sozialen Kategorien. Weiterlesen »
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20. Februar 2012
Die Mär vom überparteilichen Bundespräsidenten
Von Sebastian Müller
Seit Sonntag ist es nun amtlich: Joachim Gauck wird nach dem Rücktritt von Christian Wulff mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit im zweiten Anlauf zum neuen Bundespräsidenten gewählt werden. Nach dem die FDP ihre Bevorzugung des evangelischen Pastors und Ex-Bürgerrechtlers ankündigte, geriet die eher Gauck-skeptische Bundeskanzlerin unter Legitimationsdruck, gibt es doch den öffentlichen Konsens, dass kein Argument gegen den “Freiheitskämpfer” spreche. Weiterlesen »
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6. Februar 2012
Zur letzten Anhörung von Julian Assange vor dem britischem Gerichtshof
Von Gerd R. Rueger
Wegen der gegen Julian Assange in Schweden erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe setzte Interpol den WikiLeaks-Gründer am 20.8.2010 auf die Fahndungsliste. Assange hatte gegen den schwedischen Haftbefehl zwar geklagt, diese Klage wurde jedoch vom Obersten Gerichtshof in Stockholm abgewiesen – er stellte sich in London, im Vertrauen auf die Fairness der angelsächsischen Justiz. Jetzt, eineinhalb Jahre später, will der Oberste Gerichtshof in London nach einer dreitägigen Anhörung binnen dreier Wochen endlich seine Entscheidung über Assange fällen. Weiterlesen »
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3. Februar 2012
Die Agonie der Demokratie
Von Jens Berger
Der Verfassungsschutz beschäftigt sich mit der Linkspartei und gleichzeitig nutzt das Finanzsystem die von ihm provozierten Refinanzierungsprobleme der Eurostaaten, um der Politik neue und immer engere Leitplanken zu setzen, mit denen die politische Handlungsfähigkeit der demokratischen Staaten immer weiter eingeschränkt wird. Längst ist die öffentliche Verschuldung zu einem Gesslerhut geworden, der dem Volk und der Politik aufzeigt, wer der wahre Souverän in diesem Lande ist – nämlich das Finanzsystem. Weiterlesen »
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3. Februar 2012
Warum der Wechsel zur erneuerbaren Energie richtig ist
Eine Betrachtung von Janosch Deeg
Aus, vorbei, Atomkraft lebe wohl! Eine japanische Tragödie hat erreicht, was unzählige Protestler, Demonstrationen und Bürgerbewegungen über Jahrzehnte nicht geschafft haben: Politiker aller Fraktionen haben akzeptiert, dass diese Form der Energiegewinnung nicht so ungefährlich ist, wie die verantwortlichen Erzeuger stets behaupteten. Weiterlesen »
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17. Januar 2012
Von der Frauenemanzipation zur Frauenprivilegierung – oder warum die Gleichstellungspolitik keine linke, sondern eine rechte Politik ist
Von Günter Buchholz
Gleichheit meint in logischer Hinsicht immer die Gleichheit des Verschiedenen, denn sonst würde es sich um Identität handeln. Nur was verschieden ist, kann gleich sein. Gleichheit meint weder Identität noch enthält sie den Impuls, Ungleiches gleich machen zu wollen, sondern sie betont die Gleichwertigkeit der Verschiedenen, ohne die Unterschiede biologischer oder kultureller Art zu verleugnen. Weiterlesen »
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12. Dezember 2011
Wie zuvor bereits die NachDenkSeiten und der Spiegelfechter erachtet es auch le bohémien für angemessen, die Leser auf die bemerkenswerte Feuilleton-Serie der FAZ hinzuweisen, die sich gegen den von Angela Merkel geprägten Begriff der marktkonformen Demokratie stemmt. Weiterlesen »
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9. Dezember 2011
Oder die virtuelle Welt des Mark Seibert

Von Sebastian Müller
Innerhalb der Partei Die Linke rumort es. Das ist nichts neues, denn über interne Streitigkeiten berichten die etablierten Medien – wenn sie sich schon mit der Linken befassen müssen – ohnehin weitaus lieber, als über politische Inhalte. Weiterlesen »
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7. Dezember 2011
Der Modellcharakter der Technokratien Monti und Papademos
Die «technischen» Regierungen in Griechenland und Italien sind ein Experiment mit Modellcharakter. Amador Fernández-Savater, ein spanischer Journalist und Chronist der spanischen Protestbewegung, ortet in diesen «Niemandsregierungen» eine anonyme, kaum angreifbare bürokratische Macht im Dienste der Finanzindustrie. Weiterlesen »
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2. Dezember 2011
Vom angeblichen Antisemitismus der Occupy-Bewegung zu einer konstruktiven Kritik
Von Sebastian Müller
Die Occupy-Bewegung hat ein nicht zu unterschätzendes Problem. Der vorläufige Höhepunkt der weltweiten Aufstände und Proteste, die dem zu Ende gehenden Jahr ihren Stempel aufgedrückt haben, ist mit hochtrabenden Erwartungen und Hoffnungen verknüpft, die die Bewegung wohl nicht wird erfüllen können. Weiterlesen »
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30. November 2011
Griechenland, Italien (und bald Spanien?) erleben Machtergreifung der Experten
Von Gerd R. Rueger
Die Regierungswechsel rund ums Mittelmeer stehen in Zusammenhang mit der Finanzkrise und dem von ihr markierten Regime-Umbauten vor allem in Europa. Großangelegte Angriffe auf sozialstaatliche Errungenschaften treiben weite Bevölkerungsteile ins Elend, die Mainstream-Medien trommeln für die Interessen der Finanzindustrie: Die Staatsverschuldung sei Kern des Problems, nicht kriminelle Finanzmanöver. Weiterlesen »
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11. November 2011
Wie stehen Blogleser zum professionellen Journalismus?
Weblogs [können] der Sargnagel für die professionellen Medien im Internet werden“, schreibt der deutsche Blogger Don Alphonso, alias Rainer Meyer in seinem Buch. „Als Konkurrenz der traditionellen Medien nehmen sich die Blogger vor allem selbst wahr“, hält Christoph Neuberger, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster, in der Netzzeitung dagegen. Weiterlesen »
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26. Oktober 2011
Der Kampf für das Staatsgeheimnis und gegen Wikileaks
Von Gerd R. Rueger
“Die Aufregung über die Veröffentlichung geheimer Papiere zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan durch das Internetportal WikiLeaks ist eher kurz und von geringer Intensität gewesen. Im Vergleich dazu ist die Debatte über die Veröffentlichung von Häuserfassaden durch Google Streetview erheblich intensiver.” (Münkler 2010) Weiterlesen »
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24. Oktober 2011
Beobachtung zweiter Ordnung als diskursive Grundbedingung
Von Florian Sander
In politischen Debatten sind Emotionen an der Tagesordnung. Die Stimme wird lauter, man unterbricht sich mitunter gegenseitig, wird unter Umständen polemisch. Bei schriftlich geführten Diskussionen, gerade in sozialen Netzwerken, bei YouTube oder in Kommentarfeldern von Blogs und Online-Medien, geschieht das gleiche: Ausrufungszeichen häufen sich, Beleidigungen vermehren sich. Die schützende Anonymität des Internets vergrößert das Problem Weiterlesen »
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22. Oktober 2011
Die Tötungskultur des Westens
Von Jacob Jung
Noch vor wenigen Jahren war die Tötung von Menschen in unserem Kulturkreis geächtet. Wir stellten uns über Länder wie Indien und sagten überheblich: „Dort ist ein Menschenleben nichts wert“. Wir hielten uns viel darauf zugute, dass unsere „christlich-abendländische Leitkultur“ uns so deutlich von der Barbarei in anderen Gebieten der Erde unterschied. Weiterlesen »
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