Zentrum für Politische Schönheit
Die Freiheit des Spektakels

Zwischen Subversion und Hörigkeit, Diktatur und Freiheit, Kunst und Propaganda. Wie Grenzen verschwimmen können, zeigt das Zentrum für Politische Schönheit.

„Der Tag der Abrechnung ist gekommen“, stand auf einem am Boden des Lichthofs der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität liegenden Flugblatt, „der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuungswürdigsten Tyrannis, die unser Volk je erduldet hat.“ Und, so las man auf den mit Schreibmaschine geschriebenen Zeilen weiter:

„Im Namen der ganzen deutschen Jugend fordern wir vom Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, das kostbarste Gut der Deutschen zurück, um das er uns in der erbärmlichsten Weise betrogen hat.“

Verfasst wurde dieses sechste und letzte Flugblatt von der „Weißen Rose“ 1943. Die Widerstandsgruppe entstand ein Jahr zuvor auf Initiative von Alexander Schmorell sowie den Geschwistern Hans und Sophie Scholl. Nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus registrierten die Studenten, in „einem Staat rücksichtsloser Knebelung jeder freien Meinungsäußerung“ aufgewachsen zu sein.

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3 Kommentare zu "Zentrum für Politische Schönheit
Die Freiheit des Spektakels"

  1. tabascoman sagt:

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Im Grundgesetz ist das Demonstrationsrecht verankert.
    Mit der Einschränkung: im Freien nur friedlich und ohne Waffen.

    Wenn also brennende Fackeln mitgeführt werden und bei nächster Gelegenheit in parkende Autos gesteckt werden …. hätte man die Demo beantragt von
    Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum “Rote Flora” erst garnicht genehmigen sollen. Aber die Grünen sitzen ja ebenfalls in der Hamburger Bürgerschaft und haben dort offensichtlich etwas Einfluß.

  2. Oliver Kloss sagt:

    Der Aufruf zum Tyrannen-Mord ist nicht nur im Theater schön.

    Diese Botschaft hat die Aktion des “Zentrums für Politische Schönheit” (ZPS) durchaus am Gezi-Park vermitteln können.
    Biedert sich tatsächlich dem Zeitgeist an, wer drei prominente Feinde politischer und persönlicher Freiheit Diktatoren nennt, nur weil dies die Medien auch tun?
    (Bezüglich Erdogans wäre ich mir da nicht einmal sicher. Der Mainstream vermeldet den vermeintlichen Putsch-Versuch des Militärs von vor einem Jahr noch heute als real geschehenen, obwohl wenig dafür und viel für eine Inszenierung spricht.
    Auch Putin wird von der Mehrheit der Medien eigentlich schonend behandelt, was sich z.B. daran zeigt, dass auch heute noch von “Ukraine-Krise” gesprochen wird, wo es um den nicht erklärten Krieg der Regierung Russlands geht.)

  3. Henning sagt:

    Was für ein Bärendienst.
    Mit deutschen Steuergeldern bezahlte Aktivisten verteilen “Tod dem Diktator”-Flugblätter ?
    Ich schäme mich.
    (Sowas macht man über Geheimdienste)

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