Seitenblick

21. Pleisweiler-Gespräch mit Sarah Wagenknecht

Das von Albrecht Müller initiierte Pleisweiler-Gespräch ging in die 21. Runde. War im letzten Jahr noch der renommierte Ökonom Heiner Flassbeck mit einem Vortrag über die Finanz- und Währungskrise zu Gast, wartete die Veranstaltung diesjährig mit Sahra Wagenknecht auf. Die Sozialistin, die erst in diesem Monat ihr neues Buch “Freiheit statt Kapitalismus” veröffentlichte, findet mit ihren fundierten Analysen über unser Wirtschaftssystem zu Recht immer mehr Gehör in den Medien. Für die Pleisweiler-Runde einigten sich Wagenknecht und die Veranstalter über einen Vortrag mit dem Titel “Echte Leistung muß sich wieder lohnen, Wegmarken für eine produktive und gerechte Wirtschaftsordnung“.

Wer Wagenknecht bisher als eine mutige und schonungslose Kritikerin unsere Wirtschaftsordnung schätzen lernte, wurde auch am vergangenen Sonntag im pfälzischen Pleisweiler-Oberhofen nicht enttäuscht. Diejenigen, die sich bisher noch nicht fundiert mit Wagenknechts Argumentationen und Sichtweisen auseinandersetzen konnten, sind die folgenden Mitschnitte besonders zu empfehlen. In Anlehnung an ihr Buch legt sie nicht nur eindrucksvoll dar, dass wir in einer leistungsfeindlichen Gesellschaft leben, sondern auch der Finanzmarktkapitalismus moderner Prägung innovations- und produktivitätshemmend ist. Zugleich ist ihre nüchterne Bestandsaufnahme über die Verwerfungen der vergangenen 15 Jahre Bundespolitik ein Plädoyer für eine kreative Wirtschaft.

Zum Thema:

– 20. Pleisweilergespräch mit Heiner Flassbeck

– Sahra Wagenknecht kritisiert Wachstumsprognose

Wagenknecht: „Sie sind zu feige, sich mit den Wirtschaftsmächtigen anzulegen!“

– Empört euch!

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22 Kommentare zu "Seitenblick"

  1. Lemmy Caution sagt:

    In einer Demokratie muss man wohl dieses Pseudo-Intelektuelle Gequatsche hinnehmen…
    Gestern war die Frau noch Expertin für Venezuela und Bolivien, heute klärt sie uns Westdeutschen unbestellt über die ideologischen Grundlagen unserer erfolgreichen Gesellschaft wie den Ordoliberalismus auf… aus SED Sicht.
    Ich kann die SED-Nachfolgepartei als koalitionsunfähiger Teil unseres Parteienspektrums nur ernst nehmen, wenn sie bereit wäre in dem Teil, in der sie eine potentielle Mehrheit besitzt, einen eigenen Staat zu gründen, um all diese ganz dollen Ideen einmal umzusetzen ;-)
    Aber warum sich den ganzen Streß antun. Als realitätsferne Nörglerin lebt es sich schließlich einfacher.

    • Monty Cantsin sagt:

      Es ist unglaublich, wie manche Politiker von vorneherein als bestenfalls weltfremd bis schlimmstensfalls als Verbrecher betrachtet bzw dargestellt werden, nur weil sie einer Partei angehören, die sich als links bezeichnet. Das System, in dem wir leben, zeigt seine Krankheitssymptome immer mehr, und das schlimmste was man tun kann, ist aufgezeigte Alternativen einfach von vorneherein runter zu machen, nur weil weil man von einschlägigen Meinungsmachern die Ansicht aufdiktiert bekommt, diese Menschen sein entweder weltfremd oder die fleischgewordene rote Gefahr und meistens beides.

      Menschen, die sich auf eine solche Gehirnwäsche einlassen, nageln sich selbst ein Brett vor den Kopf und erfüllen brav die ihnen zugewiesene Rolle des nützlichen Idioten, der , ganz im Sinne des Platon’schen Höhlengleichnisses, seine Befreier erschlägt, bevor sie ihm helfen können. Die lachen sich natürlich ins Fäustchen.

      Nun bin ich keineswegs der Ansicht, das die Wagenknecht der Messias persönlich ist ich bin auch nicht mit allen Punkten der Linkspartei vorbehaltslos einverstanden, aber zumindest traut man sich hier mal ernsthaft über Alternative Systeme nachzudenken und allein das ist schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung.

      Wenn man nun das althergebrachte Argument anbringen will, DER Kommunismus (automatisch gleichzusetzen mit der Linkspartei) habe nur Tote, Verbrecher und Diktatoren produziert, möchte ich mal die Frage in den Raum werfen, wie es sich denn da beim Kapitalismus verhält, angefangen bei unzähligen Kriegen, afrkianische Sklaven, proletarisches Massenelend im 19. und 20 Jahrhundert, bis hin zu Flüchtlingsbooten auf Lampedusa oder einige tote lateinamerikanische Präsidenten, um nur einige Beispile zu nennen.

      Des weiteren gibt es auch in der jetzigen und vorherigen Regierung genug Minister, die von heute auf morgen ihre Expertise wechseln ( so vom Innen- zum Finanzminister oder vom Familien- zum Arbeitsministerium). Dieses Bäumlein-wechsel-dich-Spiel wird aber kommentarlos anerkann.

      Von daher, erstmal schauen um was es eigentlich geht und dann kann man immer noch meckern. Dann aber bitte mit Argumenten, die über das übliche “Was die Bolschewiken sagen ist automatisch schlecht für mich” hinausgehen.

      So das waren meine 20 Pfennig.

    • nemesis011 sagt:

      Realitätsfern sind dann doch wohl eher Leute die solche weltfremden Kommentare hinterlassen.
      Ich schätze mal sie verfügen über Grund und Boden und pflegen ihre Aktienpakete.
      Tja,- als Besitzstandswahrer bekommt man bei den Ausführungen einer Frau Wagenknecht schon ein wenig Angst , gelle?

  2. Lemmy was redest du bitte für einen ungeheuerlichen Unfug? Bisher waren deine Kommentare ja meist sehr intelligent, aber was du hier ablässt ist einfach nur schwach und peinlich. Hast du dir den Vortrag überhaupt angehört? Ich habe selten jemanden gehört, der die kritischen Punkte unserer Gesellschaftsordnung so klar auf den Punkt bringt.

    Erspare uns künftig bitte solches Bildzeitungsniveau, ok? Da sind ja selbst Beiträge im spon-Forum geistreicher. Ganz, ganz schwach….Traurig, dass sich selbst intelligente Menschen zu solch einem Klischeebrei hinreißen lassen.

  3. lupil sagt:

    Das Buch, dieses Referat und auch die sonstigen Beiträge von Sahra Wagenknecht sind hervorragend. Es gibt kaum andere Politiker, die die Kritik an den herrschenden Verhältnissen so pointiert und überzeugend vorbringen. Weiter so, Sahra, das Land und vor allem die Menschen brauchen dich und deinen Mut. Wir können alle viel von dir lernen.

  4. snozin sagt:

    Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ein Verfasser von ungeheuerlichem Unfug und Klischeebrei in der Tat peinlich ist und nicht im gleichen Atemzug als intelligenter Mensch hofiert werden sollte.

    Allgemein, so meine Erfahrung, “leben” Blogs sehr wesentlich auch vom Gedankengut ihrer Kommentatoren. Andererseits schläfern die Produzenten von endlosen Zweikämpfen und Nachtretereien die Qualität jeder Diskussion ein. Vielleicht kann jemand eine Seite für argumentfreies politisches Wrestling aufmachen.

    Wenn man, aus welchen Gründen auch, geifernde Beiträge zulässt, dann sollte man sie in der Ecke, aus der sie kommen, einfach liegen lassen.

  5. Angesichts der für Jedermann offen zu Tage tretenden Ergebnisse der bestehenden Wirtschaftsordnung – das darf wohl gesagt werden – wird es auch immer leichter treffend zu analysieren. Frau Wagenknecht macht das sehr gut, keine Frage.
    Wo sie und viele dem linken Lager zuzuordnenden große Schwächen haben, ist der Teil einer Zukunftslösung.
    Höhere Steuern für die Reichen, Mindestlöhne usw. Damit bleibt man nicht nur in der Denkweise des eigentlich für schlecht befundenen Systems stecken, man offenbart damit das eigene, eng gestrickte Denkkorsett, das dann doch wieder eindeutig vom Schneider Marx hergestellt wurde. Schade eigentlich.

  6. Gehältervergleich der Industriestaaten
    Deutschland ist Lohnminus-Meister

    Deutschland belastet Arbeitseinkommen sehr hoch

    Die nominale wie auch die tatsächlich bezahlte Steuer- und Abgabenbelastung von Löhnen beträgt seit Jahren fast 50%; sie resultiert aus:

    • Sozialbeiträgen der Arbeitgeber von rund 20%,

    • Sozialbeiträgen der Arbeitnehmer von knapp 15% und einer

    • Steuerbelastung von rund 15%.

    Noch gar nicht berücksichtigt sind hier zusätzliche Belastungen zur Sanierung des Staatshaushalts wie die Mehrwertsteuererhöhung, Kürzung des Sparerfreibetrags und Abschaffung der Eigenheimzulage.

    Die deutsche Wirtschaft ist von 1998 bis heute gewachsen. Die Arbeitnehmer
    profitierten davon nicht, ihre Löhne sind – preisbereinigt – konstant geblieben. Den gesamten Zuwachs bekamen Unternehmens- und Vermögenseinkommen, die um 30% gestiegen sind.

    Deutschland belastet Unternehmens- und Vermögenseinkommen sehr niedrig

    Die tatsächlich bezahlte Steuerbelastung von Einkommen aus Unternehmertätigkeit und

    Vermögen beträgt mit deutlich unter 20% nur gut ein Drittel der Belastung von Lohneinkommen.

    Gemäß EU-Angaben hatte Deutschland (neben Griechenland) in 2004 die niedrigste tatsächlich bezahlte Steuerbelastung für Unternehmens- und Vermögenseinkommen in den EU-Ländern und seit 1995 (neben Österreich) als einziges EU-Land eine Senkung dieser Steuerbelastung.

    Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: “Der einzige, der in Deutschland noch nennenswert Steuern und Abgaben bezahlt, ist der deutsche Arbeitnehmer mit normalem Einkommen. Er bezahlt Sozialabgaben, er bezahlt Lohnsteuer und er bezahlt erheblich Verbrauchssteuern.

    Es kann nicht sein das Arbeitnehmer die meisten Abgaben zu leisten haben während Unternehmens- und Vermögenseinkommen weiter steigen und weniger belastet werden!

    Die 60 Milliarden Euro Subventionen – woher kommen die eigentlich, die manche Milliarden schwere Konzerne bekommen. Da gibt es wirklich die unglaublichsten staatlichen Hilfen.

    Porsche, der Optimist unter den Autoherstellern. Das Unternehmen ist stolz auf die gute Bilanz und betont immer wieder: Porsche schaffe das alles ohne Subventionen. Aber das ist nicht mal die halbe Wahrheit, denn Porsche ist abhängig von einer so genannten indirekten Subvention, von der Steuergesetzgebung für privat genutzte Firmenautos. Die Dienstwagen-Besteuerung ist in Deutschland viel geringer als in vielen anderen Ländern.

    Im Düsseldorfer Porsche-Zentrum kaufen deshalb hauptsächlich Geschäftsleute die edlen und teuren Sportwagen. Als Firmenauto kostet der Porsche 911 nach Abzug der Steuern hierzulande gerade mal eine Monatsrate von 400 Euro – dank der enormen Abschreibung. In anderen Ländern muss man für den gleichen Wagen mehr als das Doppelte ausgeben. Andere Autohersteller profitieren zwar ebenso davon, aber keiner so wie Porsche: 62 Prozent, also fast zwei Drittel aller neu zugelassenen Porsche in Deutschland, sind Firmenautos. Lorenz Jarass ist Wirtschaftsprofessor und Mitglied in der Regierungs-Kommission zur Reform der Unternehmensbesteuerung. Er hat sich mit den deutschen Subventionseigenarten wissenschaftlich beschäftigt

    Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: “Die ganzen Kosten werden steuerlich geltend gemacht und im Rahmen einer ganz bescheidenen Ein-Prozent-Besteuerung muss der Einzelne dann einen Teil der eingesparten Kosten wieder rückerstatten. Porsche ist unseres Erachtens der am meisten subventionierte deutsche Automobilbauer, nämlich durch diese Dienstwagenbesteuerung.”

    Man kann auch sagen, der Arbeitnehmer zahlt mit seinen Steuern den Porsche seines Chefs.

  7. Jedem Bürger die gleichen Chancen, so der Slogan der großen Parteien. Die Realität sieht anders aus: Die Reichen werden immer reicher, gleichzeitig wächst die Zahl der Armen! Wer hat, dem wird gegeben
    Es wird viel über Verteilungsgerechtigkeit geredet, aber wenig über Strukturen, die Armut befördern oder verhindern.

    Wenn schon Reiche selbst eine Vermögensabgabe fordern, warum hat ihr Aufruf dann keine Resonanz?

    http://www.appell-vermoegensabgabe.de/

    Herr Westerwelle hat recht mit seinem Vergleich zur altrömischen Dekadenz. Denn es war die römische Oberschicht, die damals dekadent war. Und da kann man durchaus Parallelen ziehen – ich sage nur Steuer-CD. Denn daran zeigt sich, dass ein Grundsatz zerfällt, der Deutschland groß gemacht hat: Wirtschaftliche Freiheit und soziale Verantwortung gehören zusammen. Selbstverständlich verdienen Menschen, die Leistung bringen, ihren Lohn. Aber Westerwelle stellt das Problem auf den Kopf, denn es ist die Abgabenpolitik der letzten Jahrzehnte, die dazu geführt hat, dass Durchschnittsverdiener mit einer vierköpfigen Familie nicht mehr das Existenzminimum erreichen. Quellentext: Darmstadt – Jürgen Borchert gilt als ausgewiesener Fachmann der Sozial- und Familienpolitik. Der Senatspräsident am Landessozialgericht Darmstadt ist seit 1984 auf Bundes- wie Landesebene und quer durch das Parteienspektrum der Politik beratend tätig. Der Vorlagebeschluss zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen trägt seine Unterschrift.

    Wir hatten eine Zeit, in der Arbeit noch etwas zählte, wo man für seinen Fleiß entlohnt wurde, was heute nicht mehr so ist. Da gibt es Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter entlassen und mit einem neuen Arbeitsvertrag für weniger Lohn wieder einstellen oder über eine Verleihfirma für sich arbeiten lassen. All das spaltet unsere Gesellschaft – und nicht nur das, es fließen auch weniger Gelder in die Sozialkassen. Deshalb müssen die, die gut verdienen, immer mehr zahlen und länger arbeiten. Es gibt Unternehmer und Konzerne, die sich durch diese Praktiken enorm bereichern, wir haben alleine in Deutschland über 100 Milliardäre, deshalb könnte man vieles machen wenn man nur will.

    Augstein, Jahrgang 1967, ist seit 2008 Verleger der Wochenzeitung “Der Freitag”.

    Augstein ist für ein Grundeinkommen.

    Seit der Einführung von Hartz IV 2005 hat der Staat Niedrigverdienern mehr als 50 Milliarden Euro an Zuschüssen bezahlt.
    Wirtschaftsweise fordern Rente mit 69

    Bald sollen die Deutschen noch länger arbeiten: Die Wirtschaftsweisen plädieren dafür, das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 69 zu erhöhen. Anders ist der demografische Wandel aus ihrer Sicht nicht zu bewältigen.

    Altersarmut wird in Deutschland zunehmend ein Problem, das weite Teile der Beschäftigten betrifft: Die Rente reicht zum Leben im Ruhestand oft nicht mehr aus.

    Deshalb brauchen wir ein Grundeinkommen!

  8. matt_us sagt:

    Wagenknecht hat Recht was sie da in den Videos ausfuehrt. Kann man zu 80% dahinter stehen. Sollte man auch als FDP Waehler, der sich mit eine echte liberale Marktwirtschaft zurueckwuenscht. Das machen die Linken schon richtig, stellen sich auf die Seite derer, die von einer echten Marktwirtschaft mal wieder profitieren koennten. Die Leute die auf ihre Lohn und Gehaltszahlungen warten.

    Die Linken sind auch die einzigen, die den Mut haben sich mit dem Finanzsektor anzulegen. Auch richtig. Ob man dass jetzt alles nationalisieren sollte? Trennbanksystem waere m.E. nach besser. Also die Postbank wird wieder Postbank (und sonstiger Kleinkram der Deutschen Bank) wird als Bank zugelassen, mit Einlageversicherung. Der Rest gilt als Spielcasino, ohne dass der Staat dahintersteht. Da wird das Geld dann schnell abgezogen, schaetz ich mal. Oder wenn nicht, und die Deutsche Bank Casino Abteilung geht pleite, ist auch nicht schlimm. Auch nicht wenn sie alle anderen Casino Banken mitreist. Das wird dann in einem Insolvenzverfahren abgewickelt. Keine Gefahr fuer niemanden sonst im Finanzsystem.

    Aber sonst hat sie wohl als einzige Politiker/in mal darueber nachgedacht, was zu machen waere. Selber, mit den eigenen grauen Zellen, anstatt sich der Non-Stop Propaganda von Presse und Okeonomenzunft hinzugeben. Richtig erfrischend sowas! Buch sollte man auch mal lesen.

    Jetzt moegen da auch noch ein paar alte SEDler in der Partei mitdabeisein. Aber das hatte die CDU auch nach dem Krieg, noch alte Nazis dabei. Hat trotzdem gute Politik gemacht (nach dem Krieg, nicht jetzt). Die Deutschen sollen nicht so eine Angst vor ein bisschen Marktwirtschaft haben. Das wuerden die Linken schon mal gut machen, koennte die letzten 2% der FDP Waehler mal bitte zu den Linken wechseln, damit man dann mal wenigsten eine nutzlose Partei weniger hat.

  9. La Gato sagt:

    yo no le creo

  10. La Gato sagt:

    Also wir brauchen nur die linke zu wählen und alles wird jut? Ist ja schön vorgelesen, aber hört sich ein bisschen nach Stimmenfang bei Systemgegnern an. Ihr unterstützt doch die Bewegung in Spanien. Wenn irgendwann eine vergleichbare Bewegung in Deutschland entsteht, dann wird sie, muss sie ja, auch parteilos sein. Die Person Wagenknecht disqualifiziert sich eben doch dadurch, dass sie Mitglied einer Partei ist, es sei denn sie kommt zur Demonstration als normal sterbliche einzelne und zwar nicht um sich für ein paar Fotos in die erste Reihe zu stellen wie die dicke von den Grünen.

  11. La Gato sagt:

    Die Avantgarde wurde zur Partei und jetzt ruft die Partei “wir sind DIE Avantgarde!”

  12. La Gato sagt:

    also: Für mehr Glaubwürdigkeit sollte die Sarah austreten. Erst dann macht ihr Diskurs Sinn.

  13. Politik lässt sich Deutschland immer noch am besten aus einer Partei heraus betreiben und sollte sie zu dem stehen was sie vertritt ist sie an der richtigen Position. Würden alle denen Werte wie Solidarität, Mitgefühl und soziale Gerechtigkeit ernstlich am Herzen liegen das Regieren gänzlich den von Bild und N24 gepriesenen Merkels und Gutenbergs, als dieser noch tragbar war, denen Vita, Lobbykontakte, lukrative Aufsichtsratsposten und Herrschen um der Macht Willen die Triebfedern des politischen Ehrgeizes sind, überlassen, kaum auszudenken wie arg man die auch so schon sehr reibungsarm laufende Maschinerie dessen was offiziell regieren für das Volk heißt und guten Freunden in den Chefetagen der großen Konzerne und Banken beim möglichst unauffälligen Schäffeln ein wenig unter die Arme greiffen ist.
    Zum Glück giebt es in allen Parteien* , ja sogar in der FDP , Leute die es ernst meinen und bereit sind ihr Amt so zu bekleiden wie es unsprünglich gedacht war, als Diener des Volkes, nur hört und sieht man von diesen auserhalb der Regionalnachrichten wenig.Diese Idealisten könnten ja wohlmöglich aus innerer Plicht gegenüber denen die ihr Amt legitimierten Dinge sagen die den Bürger so etwas wie Wahrheit erahnen lässt….
    Bei Politikern ist das zwar immer schwierig zu beurteilen, aber ich unterstelle Frau Wagenknecht, zumindest solange ich nichts gegenteiliges bewiesen bekomme, einer dieser Idealisten zu sein und sollte ich damit recht behalten können wir von Glück reden, dass solche Gegegengewichte in der Politik existieren.
    Gäbe es diese nicht hätten wir jetzt evt. wirklich Revolution, jedoch vielleicht unter den Vorzeichen, dass Herr Schäuble alle seine kleinen gemeinen Sonderrechte die er sich sosehr wünschte auch bekommen hätte, welche uns sehr schnell in ein sehr langes Jahr 1984 befördern könnten. Ich weiß, dass Gruppen wie Anonymous ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, aber durch gezielte mediale Verunglimpfung und Verleundung auch durchaus geeignet als Rechtfertigung so mancher Maßnahmen.

    @ Gato: Glaubst du mit Protesten mehr als Neuwahlen erzwingen zu können?

    * Leute die sich zu den stumpfsinnigen Verfehlungen der Parteienlandschaft, wie etwa der NPD hingezogen fühlen, natürlich ausgenommen, diesen ewig Gestrigen wünsche ich auf diesem Wege gute Besserung, muss schwer sein mit einem Herz voller Hass und Vorurteil und einem Kopf voll Verblendung. Ob sich das denn wirklich gelohnt hat, nur dafür immer einen passenden Schuldigen parat zu haben?

  14. Wie bankrott ist die Welt? Ende dieses Jahres werden alle Staaten zusammen rund 54 Billionen Dollar Schulden aufgetürmt haben.

    Europa wird angegriffen durch die Finanzwirtschaft:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1451638/Markus-Lanz-vom-27-September-2011
    Um dem Bankrott zu entkommen muss man die Reichen nun mit in die Pflicht nehmen. Reichtum verpflichtet, Politiker wollen davon nichts wissen, warum auch immer.
    Der drittreichste Mann der Welt, der US-Milliardär Warren Buffett, und auch deutsche Millionäre fordern die Regierungen auf, Reiche höher zu besteuern. In Deutschland sind für Superreiche in den vergangenen zehn Jahren die Steuern immer wieder gesenkt worden. Der Staat verzichtet auf Geld, das er dringend braucht. mehr…..
    Wenn schon Reiche selbst eine Vermögensabgabe fordern, warum hat ihr Aufruf dann keine Resonanz:http://www.appell-vermoegensabgabe.de/
    “Jeder muss seinen fairen Beitrag leisten”, fordert er mit Blick auf die Schuldenkrise seines Landes – und meint die Reichen. Insgesamt drei Billionen Dollar will Obama über die nächsten zehn Jahre einsparen, allein die Hälfte davon über höhere Steuersätze für Millionäre und den Wegfall von Vergünstigungen für Gutverdiener und Unternehmen. “Das ist kein Klassenkampf, sondern das ist fair und richtig”, sagt er.
    Was als Bewegung von unten begann, erfasst jetzt auch die amerikanische Elite: Zusehends solidarisieren sich Prominente mit den New Yorker Wall-Street-Kritikern.

    Man glaubt immer noch alles wäre nicht so schlimm in Europa, die Realität sieht anders aus!!!
    Schwere Zeiten für die jungen Menschen in der EU: Mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen haben neuen Zahlen zufolge keinen Job, in Spanien ist inzwischen fast jeder Zweite arbeitslos – und die Aussichten sind alles andere als positiv. Selbst die recht guten Daten aus Deutschland sind trügerisch.

    Die Jugend in Europa müsste wie in Amerika auf die Straße gehen!!

  15. Deutsche sitzen auf 10 Billionen Geld- und Immo-Vermögen

    Nach Angaben des deutschen Bankenverbandes haben die Deutschen erstmals mehr als 10 Billionen Euro Vermögen angehäuft. Innerhlab von 20 Jahren hat sich alleine das Geldvermögen fast verdreifacht.
    Zum Vergleich: Dieses Vermögen ist so groß wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen. Auf diesen Wert summierte sich das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2011, wie der Bundesverband Deutscher Banken am Mittwoch in Berlin auf Basis von Bundesbank-Daten mitteilte.
    Dabei seien Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck und Kunstsammlungen noch nicht eingerechnet. Zieht man die 1,5 Billionen Euro Kreditschulden ab, bliebe ein Nettovermögen von deutlich mehr als 8 Billionen Euro.

    Das entspricht immer noch viermal der deutschen Staatsverschuldung von knapp 2,1 Bill. Euro. Die 17 Euro-Staaten kamen im dritten Quartal nach Angaben der Europäischen Statistik-Behörde Eurostat auf 8,2 Bill. Euro Schulen. Alle 27 Mitglieder der Europäischen Union stehen gemeinsam mit 10,3 Bill. Euro in der Kreide.
    Die Deutschen setzten gerade beim Finanzvermögen auf Sicherheit: Von den knapp 4,7 Bill. Euro Geldvermögen entfallen mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur fünf Prozent sind in Aktien investiert.

    Alleine das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht: Es stiegt von 1.750 Mrd. Euro im ersten Quartal 1991 auf mittlerweile 4662 Mrd. Euro. Der höchste Wert war im zweiten Quartal 2011 mit 4.725 Mrd. Euro erreicht worden.
    Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/deutsche-sitzen-auf-10-billionen-geld-und-immo-vermoegen-507660/index.do

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