Islamische Immigration
Die Illusion vom modernen Islam

Die deutsche Flüchtlingspolitik setzt die Integrationsfähigkeit des Islam voraus. Diese naive Illusion des europäischen Säkularismus erschwert eine kritische Auseinandersetzung.

Islam

Bild: Andrea Barisani / flickr / CC BY-NC 2.0

Integration findet in einem gesellschaftlichen Kontinuum zwischen Assimilation und Akkulturation statt. Integration kann deshalb nur gelingen, wenn die Bevölkerung des aufnehmenden Landes gute Gründe hat, Einwanderer willkommen zu heißen, und wenn zugleich die Einwanderer ihrerseits integrationsfähig und integrationswillig sind.

Ob diese Voraussetzungen im Falle muslimischer Einwanderung überhaupt gegeben sind, das ist mindestens zweifelhaft. Der Islam, wie wir ihn kennen, ist jedenfalls nicht integrationsfähig.

Wenn erstens die Bevölkerung diese Einwanderung grundsätzlich wohlwollend akzeptiert, und wenn zweitens die Einwanderung rechtlich transparent und wirksam geregelt wird, zum Beispiel durch ein Einwanderungsgesetz, dann sind Integrationschancen relativ hoch. In einem solchen Gesetz (oder seinen Ausführungsbestimmungen) müssen aus Sicht des aufnehmenden Landes Qualitäten und Quantitäten je Periode festgelegt sein, sowie außerdem die administrativen Verfahrensweisen.

Das heißt, es muss festgelegt werden, wer (nicht) als Einwanderer erwünscht ist, und wieviele Menschen je Periode zur Einwanderung zugelassen werden; diese Zahl kann auch Null lauten. Drittens braucht es eine Leitkultur, die den Einwanderern als Orientierung dienen soll. Und diese kann und sollte in ihren Eckwerten dargestellt werden, und zwar bereits bevor Einwanderungswillige einen entsprechenden Antrag stellen. Tun sie das, dann wissen sie bereits, worauf sie sich einlassen, können sich aber frei auch anders entscheiden.

Der Begriff der Leitkultur stammt von Prof. Dr. Bassam Tibi, einem Muslim syrischer Herkunft, der lange Jahre an der Universität Göttingen gelehrt und bereits in den 80er- und 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts zahlreiche empfehlenswerte Bücher zum Verhältnis von Islam und Europa veröffentlicht hat.

Was ist nun konkret unter einer solchen Leitkultur zu verstehen?

Die Antwort hierauf gibt die europäische Geschichte. Im Verlauf der Spätantike setzte bekanntlich im Römischen Reich ein Prozess der Christianisierung ein, der sich im Mittelalter fortsetzte, schließlich ganz Europa erfasste und in der frühen Neuzeit auf andere Kontinente übergriff. Zweimal gerieten währenddessen die christlich geprägten Gesellschaften Europas militärisch unter muslimischen Druck, erstens im frühen Mittelalter durch die Eroberung der Iberischen Halbinsel mit Vorstößen bis nach Frankreich, zweitens während der frühen Neuzeit durch die Eroberung Konstantinopels und des Balkans bis an die Tore Wiens. Vor diesem historischen Hintergrund aus heutiger Sicht davon zu sprechen, der Islam gehöre in einem positiven Sinn zu Europa, das erscheint mindestens als höchst fragwürdig.

Soziokulturelle Lücke von mehr als 500 Jahren

Mit Beginn der Neuzeit, beginnend in der italienischen Renaissance, setzte philosophisch und wissenschaftlich ein geistiger Emanzipationsprozess ein, bei dem es in Anknüpfung an die nur fragmentarisch überlieferten Erkenntnisse der Antike um die Überwindung des christlich-theologischen Dogmatismus ging, der Giordano Bruno noch gewaltsam zu Tode und Galieo Galilei durch Gewaltandrohung zum Schweigen brachte.

Für Irrationalismen (Religionen, Glaubenssysteme, Weltanschauungen, Ideologien) ist, gerade weil sie über das Mittel des Beweises nicht verfügen, Gewalt ein unverzichtbares und notwendiges Mittel, um sich Geltung zu verschaffen. Das galt für das mittelalterliche Christentum, das die Inquisition nutzte, um sich durchzusetzen, und das gilt bis heute für den Islam, in dem in geistiger, speziell in theologischer Hinsicht unsere Neuzeit noch gar nicht begonnen hat. Es gibt eine soziokulturelle Lücke von mehr als 500 Jahren, und diese schränkt die Integrationsfähigkeit ein.

Die „christliche Inquisition“ wurde hingegen im Verlauf der neuzeitlichen Geschichte abgeschafft, und Zug um Zug, und in Verbindung mit einer Transformation der feudalen Produktionsweise, emanzipierten sich Philosophie und Wissenschaft von der Theologie, die aber ihre Macht, zum Beispiel in den deutschen Ländern, selbst noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert geltend machen konnte. Atheismus wurde nicht geduldet. Deswegen war für fortschrittliche, aufgeklärte Geister die Kritik der Religion der Anfang aller Kritik (Ludwig Feuerbach und die Linkshegelianer).

Dennoch wandelten sich unter dem Einfluss der Philosophie der Aufklärung (beginnend mit dem Tode René Descartes 1650) allmählich auch die christlichen Theologien (Bibelkritik etc.). Dadurch relativierte sich der Geltungsanspruch des christlichen Irrationalismus selbst soweit, dass eine gesellschaftliche Koexistenz erreicht werden konnte.

Daraus ergibt sich, dass die Leitkultur des Westens aus seiner christlichen Tradition samt deren jüdischer Wurzel und zugleich und im Widerspruch dazu aus der jahrhundertelangen philosophischen Kritik dieser christlich-dogmatischen Tradition bis hin zur Säkularisisierung sowie aus der daraus erwachsenen Begründung der modernen Wissenschaften und der Technik besteht.

Verkennung des Islam

Die christliche Religion ist dadurch sehr weitgehend eingeschränkt und relativiert worden, und als derart relativierte Glaubenssysteme werden sie seitens der Europäer dem Islam projektiv „gleichgestellt“, weil sie einschließlich der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) nicht verstehen, dass der Islam so gerade nicht begriffen werden kann. Es ist das ein schwerwiegender Denkfehler, eine Verkennung der Realität.

Der Islam ist mit Sicherheit nicht das, wofür sie ihn zu halten geneigt sind. Sie halten ihn, weil heute existierend, für modern im europäischen Sinne, und daher für geeignet, genauso behandelt und rechtlich gleichgestellt zu werden, bis hin zu Staatsverträgen, wie mit den heutigen christlichen Konfessionen.

Der zutiefst vormoderne Charakter des Islam aber wird schlicht verkannt, weil diese Vormodernität im Horizont modernen Denkens gar nicht vorkommt und als radikal Fremdes in sie einbricht, das nirgends sich eindrücklicher und erschreckender als in Selbstmordattentaten und Köpfungen zeigt.

Die säkularisierten Gesellschaften Europas sind zutiefst durch Aufklärung und Moderne geprägt worden, und eine Integration von Muslimen anzustreben setzt voraus, dass hier bezüglich des Islams (Koran , Scharia, etc.) eine Anschlussfähigkeit überhaupt besteht. Aber sie besteht eben nicht, auf der Seite des modernisierten Irrationalismus der christlichen Konfessionen nicht, und auf der rational-säkularen Seite, seitens der Philosophie der Aufklärung, der Wissenschaft und der Technik auch nicht. Beide Seiten befinden sich objektiv in einem Gegensatz zum vormodernen Islam.

Das bedeutet zum Beispiel, dass ein philosophisch aufgeklärter europäischer Atheist sein eigenes Selbstverständnis nicht ohne impliziten Bezug zur christlichen Tradition, mit ihrerseits jüdischen Wurzeln, zu formulieren vermag, und dass ein gläubiger Christ heute ein solcher nicht mehr sein kann, ohne die soziokulturellen Fortschritte der Aufklärung anzuerkennen, sofern er nicht geistig regredieren will: die Erde ist keine Scheibe sondern eine Kugel. Der in den USA verbreitete Kreationismus ist ein aktuelles Beispiel für einen solchen Fall, in dem nämlich diese unvermeidliche Anerkennung fundamentalistisch und bibeldogmatisch verweigert wird.

Der Islam hingegen, verstanden als bis heute vormoderner arabischer religiöser Irrationalismus, gehört weder zu einen noch zur anderen Seite; er gehört überhaupt nicht zu Europa, sondern zu Arabien. Dieser Sachverhalt, der in der genannten soziokulturellen Differenz eines halben Jahrtausends wurzelt, bedingt, dass eine Integration von Muslimen kaum zu erwarten ist, weil der vormoderne Islam, und einen anderen gibt es nicht, seine Modernisierung durch Relativierung verweigert: es gibt kein korankritisches Äquivalent zur Bibelkritik, jedenfalls kein relevantes.

Der Islam gewährt keine Freiheit

Eine graduelle Assimilation von Muslimen, die es erfreulicherweise in kleinerem Umfang tatsächlich bereits gibt, könnte beispielsweise bedeuten, dass ein in Europa lebender Muslim sich

a) durch religiöse Konversion, oder

b) durch persönliche Säkularisierung, oder, am einfachsten,

c) durch Passivierung seiner islamischen Praxis

mehr oder weniger assimiliert, aber der Islam gewährt ihm diese Freiheit nicht. Vom Islam Unterworfene sind nicht frei – im Denken, Entscheiden und Handeln. Wer sich aus dieser Unfreiheit befreien will, wird mit dem Tode bedroht, und dies ganz real.

Was daher stattfindet, das ist, ganz konsequent, eine Akkulturation, eine Herausbildung von islamischen Parallelgesellschaften, weil diese es ermöglichen, sich der soziokulturellen Modernisierung zu entziehen und damit die Handlungsoptionen a – c zu vermeiden und sie passiv oder aktiv abzuwehren. In Distanz zur sie umgebenden modernen Gesellschaft wuchern und wachsen so mit dem muslimischen Bevölkerungswachstum und der muslimischen Zuwanderung vormoderne Inseln zu einem Archipel, dessen Bewohner ihre aus ihrer Sicht ungläubige Umgebung aus ihrem vormodernen Weltverständnis, der islamischen Weltanschauung, heraus verachten und hassen müssen, und dies bis hin zum Djihad, ob das nun offen gezeigt wird oder nicht. Es sind dies zwei unvereinbare soziale und geistige Welten, die solange inkommensurabel sind und bleiben, wie die soziokulturelle Modernisierung seitens des Islam unterbleibt. Und bisher wird sie eben hartnäckig und gewaltsam verweigert.

Der Islam ist gerade nicht die Lösung für die Welt, wie das die Muslimbrüder behaupten, und wie das die Dhimmis demütig anerkennen, sondern er ist das Problem.

Würde rein hypothetisch auf theologischer Ebene das Tor zur Selbstmodernisierung geöffnet, dann wäre ein Fortschritt zwar denkbar, benötigte aber sicher sehr, sehr viel Zeit, Zeit für viele Generationen. Und es ist so gut wie sicher, dass der arabische und türkische (sunnitische) wie der persische (schiitische) Islam in Gestalt seiner geistlichen Führer diesen Versuch einer Öffnung strikt bekämpfen würde. Daher ist die europäische Vorstellung, man könne den Islam gewissermaßen gleichberechtigt integrieren, zugleich ein Ausdruck des europäischen Säkularismus und eine folgenschwere und gefährliche Illusion.

Akkulturationsdruck

Der Fehler besteht darin, nicht zu erkennen, dass in diesem Fall historisch bedingt eine soziokulturelle Modernisierungslücke von mehr als 500 Jahren besteht, die von europäischer Seite überhaupt nicht beeinflusst oder verändert werden kann, und deren leider nur denkbare Veränderungen von islamischer Seite praktisch nicht zu erwarten ist.

Solche Veränderungen wenigstens einzuleiten, das war die Idee Bassam Tibis, die er mit seinem Begriff des Euro-Islams verband. Leider spricht alles dafür, dass es diesen Weg in der Realität nicht gibt. Dennoch mag im Anschluss an solche Vorstellungen politisch beabsichtigt sein, mit der Einrichtung von Lehrstühlen für „Islamwissenschaften“, die sich theologisch, nicht religionswissenschaftlich mit dem Islam befassen, einen „modernen“ Euro-Islam zu entwickeln.

Aber: wahrscheinlich ist demgegenüber, dass der immanente Akkulturationsdruck alle diese „Islamwissenschaftler“ neutralisieren oder sogar einbeziehen wird, so dass letztlich das Gegenteil des gewünschten Ergebnisses – einer gelingenden Modernisierung nämlich – entstehen dürfte.

Die Akkulturation und die Regression in die Gewalt setzen sich, so ist weiterhin zu erwarten, als Haupttendenz durch, und sie werden einerseits durch das unvermeidliche strukturelle Spannungsverhältnis zur umgebenden modernen europäischen Gesellschaft, andererseits durch religionspolitische Einwirkungen von außen (Türkei, Saudi-Arabien, Iran) massiv verstärkt.

Daher sollte dieser praktisch unlösbare soziokulturelle Tiefenkonflikt soweit wie möglich durch Abgrenzungen vermieden und so neutralisiert werden: eine islamische Immigration schadet und führt höchstwahrscheinlich zu unlösbaren Folgeproblemen, die vorbeugend erkannt und vermieden werden sollten. Eine Integration in eine moderne Gesellschaft ist mit dem und durch den konstitutiv vormodernen Islam ausgeschlossen. Und deshalb hilft auch die durchaus substantiierbare Idee einer europäischen Leitkultur, obwohl notwendig, letztlich leider nicht wirklich weiter.

Denn es ist eine Illusion zu glauben, sie könne einseitig gegen den Vormodernismus des Islam gesellschaftlich durchgesetzt werden. Dennoch muss sie eingefordert werden; letztlich aber macht sie nur Sinn als eine angebotene Chance für die hier lebenden Muslime, sich die ihnen vorenthaltene religiöse Freiheit als Freiheit von der Religion zu nehmen und sich so selbst und ganz persönlich zu modernisieren und damit den Vormodernismus des Islam hinter sich zu lassen.

Angesichts dieser Überlegungen fragt es sich, wie nun mit der muslimischen Massenimmigration, die durch die ölzentrierte nah- und mittelöstliche Politik der USA in Kooperation mit den Golfstaaten ausgelöst worden ist, umgegangen werden sollte.

Was ist zu tun, sobald der weitere Zustrom durch die Kontrolle der Seegrenzen und die südliche Grenzschließung in Mazedonien und in Bulgarien gestoppt ist?

Erstens:

  • Es muß energisch gehandelt werden, um diejenigen, die sich jetzt im Treck auf dem Balkan und in Griechenland befinden, zu versorgen und in die Türkei, das Land aus dem sie gekommen sind, ausreisen zu lassen.
  • Diejenigen, die in der Türkei, in Jordanien und im Libanon als Flüchtlinge auszuharren gezwungen sind, solange der Bürgerkrieg andauert, müssen von der internationalen Gemeinschaft unter besonderer Beteiligung der muslimischen Länder, insbesondere der sich Flüchtlingen völlig verweigernden Golfstaaten hinreichend versorgt werden, und
  • die Konflikte müssen befriedet, eine Rückwanderung muß veranlasst und die zerstörten Länder müssen wieder aufgebaut werden.

 

Zweitens:

  • Innerhalb der EU muß überhaupt erst wieder ein Rechtszustand hergestellt werden.
  • Die Immigranten müssen vollständig erfaßt und überprüft werden, nicht zuletzt unter Sicherheitsgesichtspunkten.
  • Wer nicht asyl- oder aufenthaltsberechtigt ist, sollte unverzüglich zur Ausreise veranlaßt werden.
  • Wer einen befristeten rechtlichen Aufenthaltsstatus erhält, sollte nach Befriedung der Konfliktgebiete ebenfalls zur Ausreise veranlasst werden.
  • Wer rechtlich unbefristet bleiben darf, sollte sozial integriert werden, und das heißt: er sollte weitgehend assimilierungsbereit sein, was sich zum Beispiel daran ablesen läßt, ob betont akkulturalistische, also abgrenzende Verhaltensweisen endgültig aufgegeben werden. Das allerdings braucht eine gewisse Zeit und unterstützende Angebote.

Dies alles ist notwendig, weil das akkulturalistische Ressentiment gegen die aufnehmende Mehrheitsgesellschaft – gestützt auf das fragwürdige Argument der Religionsfreiheit – ein erhebliches gesellschaftliches Konfliktpotenzial birgt, das am besten erst gar nicht entstehen oder sich wenigstens nicht weiter entwickeln sollte (Kopftuchstreit etc.).

Drittens:

  • Einer akkulturalistischen Islamisierungstendenz, die mit Sicherheit früher oder später expansiv werden wird, muß von Anfang an entgegengewirkt werden. Diese Notwendigkeit aber wird von der Politik, von der Justiz und von den christlichen Kirchen bis heute nicht verstanden, weil sie alle den Islam mißverstehen und ihm mit einer falschen Toleranz begegnen, der von diesem nicht einmal zu Unrecht als Schwäche gedeutet wird. Denn wer Intoleranz mit Toleranz erwidert, der unterwirft sich und führt die Intoleranz zum Sieg.
  • Daher ist die tendenzielle Assimilierung die notwendige normative Leitidee der Integration, nicht aber das Gewährenlassen der Immigranten mit ihren akkulturalistischen Widerständen, verbrämt durch eine Fehlinterpretation von Religionsfreiheit.
  • Bildungspolitisch werden nicht Islamtheologen benötigt, soweit sie zur Akkulturation der Minderheit beitragen und die Islamisierung der Mehrheitsgesellschaft fördern, sondern Orientalisten bzw. allgemein Wissenschaftler und Lehrer, die zur kritischen Analyse fähig sind.
  • Leitkultur ist unerläßlich, und sie muß zum Ausdruck bringen, was an konkreten Assimilationsschritten seitens der Immigranten zu leisten ist. Das können z. B. Unterlassungsforderungen im Hinblick auf akkulturalistische Ansprüche und Gewohnheiten sein.
  • Eine sehr weit interpretierte Religionsfreiheit darf nicht zum Deckmantel der Akkulturation und damit zum Integrationshemmnis werden. Im widersprüchlichen Spannungsverhältnis zwischen Assimilation und Akkulturation muß der Schwerpunkt als Anforderung an Einwanderer auf der Assimilation liegen. Das ist bisher aufgrund einer fragwürdigen juristischen Auslegung des Begriffs der Religionsfreiheit nicht der Fall, und das sollte deshalb verändert werden.

———————————————–

Literatur:

Kutschera, Ulrich: Design-Fehler in der Natur – Alfred Russel Wallace und die Gott-lose Evolution, LIT Verlag Berlin-Münster-Wien-Zürich-London 2013.
Nagel, Tilman: Angst vor Allah? Berlin 2014.
http://www.kaschachtschneider.de/component/content/article/2-aktuelles/23-verfassungswidrigkeit-islamischer-religionsausuebung-in-deutschland.html
http://www.kaschachtschneider.de/de/component/content/article/2-aktuelles/21-neues-buch-qgrenzen-der-religionsfreiheit-am-beispiel-des-islamq.html
http://www.hintergrund-verlag.de/buecher-der-islam-als-grund-und-menschenrechtswidrige-weltanschauung.html
http://www.hintergrund-verlag.de/texte-rezensionen-hamed-abdel-samad-der-islamische-faschismus-eine-analyse.html
http://www.hintergrund-verlag.de/texte-rezensionen-bat-yeor-europa-und-das-kommende-kalifat-der-islam-und-die-radikalisierung-der%20demokratie.html
http://eussner.blogspot.de/2014/12/tilman-nagel-angst-vor-allah.html
Artikelbild: Andrea Barisani / flickr / CC BY-NC 2.0

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61 Kommentare zu "Islamische Immigration
Die Illusion vom modernen Islam"

  1. Paul Simon Paul Simon sagt:

    1,6 Milliarden Moslems, und alle sind sie Sklaven der gleichen “vormodernen” Weltanschauung, das sind ja wirklich düstere Aussichten. Sie sind offenbar so gleichgeschaltet, dass man sich den Plural gleich sparen kann: zusammen ergeben sie “den Islam”, und eine “Integration in eine moderne Gesellschaft ist mit dem und durch den konstitutiv vormodernen Islam ausgeschlossen.” Auch eine Befreiung aus der bleiernen Umklammerung des muslimischen Wesens gibt es nicht: “der Islam gewährt [dem Moslem] diese Freiheit nicht. Vom Islam Unterworfene sind nicht frei – im Denken, Entscheiden und Handeln. Wer sich aus dieser Unfreiheit befreien will, wird mit dem Tode bedroht, und dies ganz real.”

    Es ist ja immer eine ziemlich lahme Kritk, wenn man sagt: “Das ist zu undifferenziert”, – aber DAS ist zu undifferenziert. Wie kann man denn, wenn man von solchen Grundannahmen ausgeht, noch irgendwie die Wirklichkeit in den Blick bekommen?

    Interessant wäre doch die Frage, unter welchen Umständen und aus welchen Gründen in der arabischen Welt ein intoleranter, suprematistischer Islam erstarkt ist. Aber darüber kann man nicht mal nachdenken, wenn man nicht zumindest in Betracht ziehen möchte, dass es auch Muslime gab und gibt (von DEM ISLAM jetzt gar nicht mal gesprochen), die keine roboterhaften, ressentimentgeladenen Monster sind oder uniforme Opfer der monolithischen “Vormordernität”. Oder dass es gar Muslime geben könnte, die ein distanziertes, skeptisches oder einfach halt lässiges Verhältnis zu ihrem Glauben haben. Oder Muslime, die zwar glauben, aber leben wie Europäer. Oder Araber-Patriarchen, denen ihr Glaube egal ist, die aber ihre Frauen unterdrücken. Oder Ölscheiche, die ihre Untertanen mittels der Religion unterdrücken, aber sonst Party machen wie ein Hollywoodstar und PR-Firmen in Washington engagiert haben… Oder, oder, oder…

    Ich möchte dem Autor ja nicht das Recht absprechen, Einwanderung von Muslimen abzulehnen. Aber dazu muss man doch nicht so einen Popanz aufbauen.

    Der erwähnte Karl Schachtschneider, der Staatsrechtler, welcher u.a. von der falsch verstandenen Religionsfreiheit dem Islam gegenüber spricht, kämpft übrigens aktiv gegen die Einwanderung nicht mit solchen Neokonservativen wie dem Autoren hier, sondern mit den völkischen Neuen Rechten. Hier macht einer von ihnen, der AfD-Abgeordnete Hans Thomas Tillschneider, der gemeinsam mit Schachtschneider mittels einer Verfassungsbeschwerde die Regierung zur Schließung der Grenzen zwingen wollte, eine ähnliche Argumentation wie die obige, nur eben aus völkisch-“identitärer” Perspektive: http://www.derfluegel.de/2016/01/25/prinzipien-alternativer-islampolitik-i/

    Tillschneiders Argumentation lehne ich zwar auch ab (sie ist politisch ziemlich radikal), aber ich kann mir nicht helfen: Für sich betrachtet macht sie mehr Sinn als die von Günter Buchholz, denn sie kommt aus ohne ein Islambild, das aus diesem eine fast dämonische Gefahr macht.

    • Rolf Ernst sagt:

      Auch Sie begehen den Fehler, Kritik am Islam umzumünzen auf Kritik an Muslimen. Der Verweis auf durchaus vorhandene einzelne friedfertige Leute dieses Glaubens soll den Glauben als Ganzes aufwerten. Subsumiert wird das alles dann unter dem Aufhänger Pauschalurteil und soll Kritiker mundtot machen. Richtig ist, dass man all die friedlichen Muslime nun einmal vor ihrer kriegerischen Lehre schützen muss, zB. mit Hinweis auf die Inkompatibilität des Islam mit den Menschenrechten.
      ” …… dass es gar Muslime geben könnte, die ein distanziertes, skeptisches oder einfach halt lässiges Verhältnis zu ihrem Glauben habe.” Diese Menschen, an die Sie dabei denken, können niemals Gewährsleute des Islam sein, das wäre nämlich so, als ob der Papst sich rechtfertigend auf Drewermann oder Frau Ranke-Heinemann, also auf Abtrünnige, beriefe. Mit derartigen Schwächen in der Analogiebildung werden Sie es nicht schaffen, Leuten wie mir, die den Islam studiert haben, schönzureden.

      • fakeraol sagt:

        Wenn es Herrn Buchholz also nicht um die Musline geht, sondernur um den Islam, der durch die Worte des Koran eine mystische Macht über Menschen hat, anders als Bibel und Talmud, dann können wir also die Moslems nach Europa lassen und müssen nur jeden Exemplares des Koran habhaft werden, um es wegschießen, oder verbrennen zu können und alles wird gut?

    • Günter Buchholz sagt:

      Viel Gerede. Was der Islam ist, das steht im Quelltext, dem Koran:

      http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-koran-5228/1

      Dass es unterschiedliche Muslime und unterschiedliche muslimische Praxen gibt, das ist so unbestritten wie wenig überraschend.

      Aber der Koran ist für alle Muslime der verbindliche Quelltext.

      Was ich mich frage, das ist, woher die Islamophilie kommt. Das ist mir wirklich ein Rätsel. Es sei denn, ich führte dieses seltsame Phänomen auf Einflußpolitik zurück, die es, wie wir wissen, tatsächlich gibt. Das könnte eine Antwort sein. Es mag aber weitere Gründe geben.

      • Paul Simon Paul Simon sagt:

        Erstens würde ich sagen, dass das, was Sie als den echten Islam, und den Normalfall, beschreiben (ein vor-moderner, anti-pluralistischer, expansiver, chauvinistischer und sehr orthodoxer Islam) in Europa eben nicht den Normalfall darstellt, zumindest wenn man von der Lebensrealität der meisten Muslime ausgeht. Aber darüber lässt sich streiten. Ich finde den Vorwurf der Pauschalisierung aber aus anderen Gründen für stichhaltiger, als Sie jetzt zulassen. Sie argumentieren, eine Öffnung der Muslime zur Moderne müsste bei Ihrem Verhältnis zur Religion beginnen, müsste also mit einer geistig-kulturellen Reformbewegung innerhalb der muslimischen Gemeinschaft beginnen, welche entweder den Islam neu erfindet, oder die Gläubigen weitestgehend von ihrer Religion emanzipiert (Glauben also zur belanglosen Privatsache neutralisiert, wie es hier in DE allgemein das Christentum ist.) Dass jetzt Herr Korchide das offenbar nicht zu leisten vermag, nehmen Sie als Grund zum Pessimissmus und Beweis der Integrationsunfähigkeit des Islams in eine moderne Gesellschaft. Fazit: Die Muslime müssen entweder ihre Religion ganz aufgeben, oder von alleine ihre Religionsausübung “passivieren”. Ich denke, das tun auch die meisten Muslime in Europa, wohingegen Sie behaupten, eine persönliche Emanzipation lasse die muslimische Gemeinschaft nicht zu, sondern bedrohe Apostaten sogar routinemäßig mit dem Tod.

        Aber hat die Modernisierung des Christentums denn so stattgefunden, als eine intellektuelle Kehre innterhalb des Christentums? Im Gegenteil: Alle Kirchen waren Feinde des gesellschaftlichen Wandels und hielten selbst, als sie offiziell ihren Frieden mit der liberalen Gesellschaft gemacht hatten, lange in kulturellen Angelegenheiten auf verlorenem Posten aus. Es waren die europäischen Gesellschaften, die sich entwickelt hatten, und zunehmend der traditionellen Religion den Boden entzogen. Und ebenso wird es sich auch mit der Modernisierung der muslimischen Welt verhalten: Der Fortschritt wird nicht vom zum Liberalismus bekehrten Imam ausgehen, sondern von einer Gemeinde der Gläubigen, die sich sozial, kulturell und politisch weiterentwickelt hat. Der 500-jährige Graben, der die arabische Welt von der Moderne trennt, so es ihn denn in dieser Form gibt, wird ständig von Muslimen überschritten, auch wenn es oft Jahre oder sogar Generationen dauern mag (und bei einigen in die andere Richtung geht). Arbeitet man sich aber ausnahmslos an einer – der Natur nach – konservativen und kompromisslosen musimischen Orthodoxie ab, verliert man völlig das Gespür dafür, was man den “realexistierenden” Islam nennen könnte, eben das, was Religion wirklich bedeutet. Kein anderer als Abdel Samad hat mal gesagt, er sei kein Islamkritiker, sondern Gesellschaftskritiker. Bei westlichen Religionskritikern habe ich oft den Eindruck, dass sie bereits derart post-religiös aufgewachsen sind, dass sie gar keinen Sinn mehr dafür haben, was für ein komplexes Geflecht aus Kultur, Sozialordnung, Politik und Sozioökonomie eine religiöse Gesellschaft eigentlich ist. Eine Religion ist keine “Weltanschauung” oder “Ideologie”, die sich allein aus dem Studium eines Buches verstehen lässt, sondern vor allem eine soziale Wirklichkeit, die Menschen auch dann noch im Griff haben mag, wenn sie sich intellektuell von ihr emanzipiert haben. Vor allem aber ist es der Normalfall, ein gemäßigtes Verhältnis zur reinen Lehre zu haben, und sie in kulturellen Traditionen aufgehen zu lassen. Die aggressive Anmaßung einer “aktivischen” Orthodoxie ist der erklärungsbedürftige Ausnahmefall, selbst im Islam. Und ebenso sind Fundamentalismus, Salafismus und Terrorismus nicht das “normale” Verhalten des traditionellen Islams, sondern eher Symptome einer tiefen sozialen Krise in der arabischen Welt, die vielleicht mit dem Mittelalter weniger als mit einer gescheiterten Modernisierung zu tun hat. Da zieht vielleicht tatsächlich der Faschismusvergleich, denn wie dieser ist Islamismus zwar archaisch, aber gleichzeitig ein Epochenphänomen. Und genau hier müsste das Nachdenken über die Aggressivität und Attraktivität des politischen Islams vielleicht anfangen, nicht mit dem Etikett “vormodern.”

        Es scheint mir weniger wichtig, ob der Islam theologisch in der Lage ist, sich eine pluralistische Gesellschaft auf die Fahne zu schreiben (was vielleicht keine Religion leisten kann), als dass Muslime in der Praxis in der Lage sind, in einer modernen, pluralistischen Gesellschaft zu leben. Versteift man sich aber einseitig auf den religiösen Anspruch des Islams nach Suprematie und glaubt damit, den Kern der Problematik gefunden zu haben, finde ich das zu einfach gedacht.

        Ich bin Rolf Ernst im übrigen dafür dankbar, dass er den Sophismus klar ausspricht, der nötig ist, um eine grundsätzliche Ablehnung des Islams für unabdingbar zu halten: Friedliche, moderate Muslime “können niemals Gewährsleute des Islam sein”, denn, so verstehe ich ihn, ein Moslem sei per definitionem vormodern, und vertrete einen aggressiven und expansiven Islam. Dagegen könnte man jetzt moralisierend einwenden, dass man moderate und forschrittliche Muslime auf diese Weise ausblendet und den “schlimmen Islam” für das Ganze nimmt. Schlimmer ist aber, dass man damit die empirische, materielle Wirklichkeit ausblendet, um in Ruhe anhand gründlicher Koranlektüre an seinem Feindbild zu bauen. Ein bisschen weniger Koranstudium und ein wenig mehr Materialismus würde vielen “Islamkritikern” vielleicht gut tun.

        Ich hätte aber nicht sagen sollen, der Text “diffamiere” den Islam. Aber es gibt einen Pessimissmus, der rein deterministisch denkt. Das Buch von Tilman Nagel sieht interessant aus, wobei auch er ausschließlich von der Religion und dem Koran auszugehen scheint, und gerade kritisiert, dass Orientalistik heutzutage zu sehr sozialwissenschaftlich sei, wenn ich das richtig verstehe.

        Ich finde diese Antwort, nur ganz nebenbei, die Tilmann Nagel einmal in einem Interview gegeben hat, sehr witzig:

        “Gibt es etwas, was Ihnen am Koran besonders sympathisch ist?

        Nagel: Ich muss gestehen, ich habe nie darüber nachgedacht, was mir am Koran gefallen könnte. Was ich sympathisch finde – wenn man von der Theorie weggeht, der Koran sei Gotteswort –, ist die zum Teil erstaunliche Offenheit, in der Mohammed sich und seine Interessen darstellt und sich damit selbst entblößt.”

        Das ist das einzige, was ihm einfällt. Nach einem ganzen Leben, das er mit dem Studium des Islam verbracht hat!

        Übrigens, was ist “Einflusspolitik”? Pro-muslimische Gehirnwäsche?

        • Ulric Thiede sagt:

          Lieber Herr Simon,
          ich kann alles, was Sie ausführen, vollends unterschreiben, denn Sie weisen
          zu Recht daraufhin, wie sehr sich das Christentum, sprich die christlichen Kirche, gegen die Aufklärung inklusive der Französischen Revolution mit der Verkündung der Menschenrechter gewehrt hat, bei den Katholiken ging das bis hin weit ins 19. Jahrhundert. Es gibt übrigens ein schönes, wenn auch nicht so bekanntes Beispiel gelungener Integration von Muslimen, nämlich die von den im friderizianischen Heer im 18. Jahrhundert eingesetzten, z.T. übergelaufenen, z.T. gefangenen “Bosniaken”, die in kleinen Gemeinden natürlich über die Generationen zu Deutschen wurden, aber dennoch ihren islamischen Glauben pflegten und beibehielten. Ich habe einen solchen Abkömmling dieser Bosniaken selbst persönlich kennengelernt und seine Trauer und Verzweiflung über den Untergang der toleranten Muslime in dem Nach-Jugoslawien und in seinen Augen das Scheitern des Euro-Islams erlebt.

        • Rolf Ernst sagt:

          Friedliche, moderate Muslime “können niemals Gewährsleute des Islam sein”
          schreiben Sie und beziehen sich damit auf meine Aussage. Nett, dass Sie das Subjekt des Satzes durch neue Begriffe ersetzt haben, um den Sinn meines Satzes zu manipulieren. Immerhin stehen die Anführungszeichen richtig. Daher nochmal, glasklar und unmissverständlich : Wer die Modernität einer Religion aus dem Vorhandensein von Religionskritikern ableitet, die er zeitgleich wegen ihrer Modernität verfolgt oder verfolgen läßt, leidet unter Bewusstseinsspaltung oder schaltet wie ein Switcher situationsbedingt zwischen Zulassung und Ablehnung von Kritikern hin und her, je nachdem wie es in den Kram passt. Es gibt im Islam keine Religionskritik. Kritik aus Bereichen, die nicht zur Umma gehören – also westliche Universitäten- , zählen nicht, denn gegen diese wird ja gerade der heilige Krieg geführt.

        • Rolf Ernst sagt:

          Hallo Paul Simon! Gerade sehe ich, wie stümperhaft Sie mein Zitat verfälscht haben, indem sie einfach ein neues Subjekt, hier “friedliche, moderate Muslime ” meinem Satz hinzugefügt haben. Da bin ich aber schon mal viel intelligenter manipuliert worden. Für diejenigen, die den Kontext nicht wissen, hier nochmal richtig : Man kann nicht Leute, die man bekämpft und verfolgt, nachträglich zu Zeugen der eigenen Lehre machen. Konkret auf den Fall bezogen hieße dies, der Islam kann nicht sagen “wir sind liberal und tolerant, schließlich gibt es ja den Muslim Salman Rushdie.” aber das wussten Sie ja sehr wohl, es gefiel Ihnen aber nicht. Um mich zu übertölpeln, müssen Sie mehr Hirnsubstanz aufbieten.

  2. Alice sagt:

    Es ist naiv und realitätsfern von Assimilation zu sprechen, als ob der Autor selbst nie direkte Gespräche mit Immigranten gehabt hätte. Die Forderung der Assimilation setzt voraus, dass die “Ursprungskultur” nahezu gelöscht wird, damit sie von der neuen Kultur ersetzt werden kann – das ist weder kognitiv, noch psychologisch möglich, wenn Menschen mit unterschiedlichen Sprachen und Normen aufgewachsen sind, sowie dauerhaft noch familiären Bezug zum Heimatland haben.
    Diese Leitkulturdebatte ist inzwischen außerdem verstaubt – wir können in Deutschland z.T. kaum Ost und West vereinigen oder einen CSU-Bayern mit einem grünen Öko-Hipster aus Berlin und sprechen von einer “Leitkultur”. Wieder ist das ein Top-Down-Argument aus dem Elfenbeinturm. Einmal kurz in die Beschreibungen der Sinusmilieus geschaut und man weiß, wie differenziert die deutsche Bevölkerung ist.
    Es ist wichtig jetzt Lösungsansätze zu suchen, aber doch bitte nicht in der alten Mottenkiste.

    • dafaa sagt:

      Der “grüne Öko-Hipster” ist aber eine kleine urbane Subkultur. Dabei geht es mehr um Umweltschutz, “hippe Klamotten” und tolle Iphones. So wie es die “Skater” gab usw. usf.

      Das ist eine ganz andere Dimension als die Abrahamitischen Religionen. Auf diesen fusst mehr oder weniger unser Verständniss, unsere Moral, usw. usf. Beim “Hippster-Sein” geht’s lediglich um Mode und oberflächlichen Individualismus. Beim CSUler meist nicht anders.. nur halt weniger Mode – mehr Folklore…

  3. Ede Oderso sagt:

    Haha! Klar, eine große, komplizierte Diskussion wird heruntergekocht mit einem Satz: Der Muselmann, der ist hinterwäldlerisch und passt nicht. Das stimmt eben so aber nicht. Es sagt niemand, dass alles friedefreudeeierkuchen ist. Es ist nicht alles falsch, was hier gesagt wird, aber so werden die bestehenden Probleme nicht vernünftig besprochen.. Solche Pauschalisierungen einer so heterogenen Gruppe von 1,6 Milliarden Menschen sind schlicht eines: rassistisch. Vielen Dank, dass LeBohemien nun auch noch auf den Rechtsruck mit aufspringt.

    • Günter Buchholz sagt:

      Interessant. Also die Verteidigung der klerikalfaschistischen islamischen Sozialdoktrin (objektiv eine rechtsradikale Position) sie wird jetzt als linke Politik ausgegeben. Das kommt davon, wenn man keine theoretisch belastbaren Kriterien dafür hat, was eine linke Politik ausmacht, nämlich, zum Beispiel: Religionskritik!

      Im übrigen wird hier nicht über die Muslime, vom deutschen Konvertiten bis zum malayischen Muslim, geschrieben, sondern vom Islam.

      Und deshalb geht der ideologisch standardisierte Rassismus-Vorwurf fehl.
      Muslime sind keine Rasse, sondern eine Glaubensgemeinschaft.

      “Rasse” ist ein biologischer Begriff, der, nebenbei gesagt, evolutionsbiologisch widerlegt worden ist: er ist unhaltbar.

      Zur Kritik des derzeitigen ideologischen Rassismus – Begriffs siehe:
      https://sciencefiles.files.wordpress.com/2015/02/sf_diefenbach_2015_kritik-der-rassismuskritik2.pdf

      Die Kritik am Islam (Koran etc.) ist Ideologiekritik, und zwar von links.
      Siehe hierzu: http://www.hintergrund-verlag.de/

      Integration vom Muslimen wird in dem Maße möglich, in dem diese bereit sind, sich tendenziell zu assimilieren anstatt sich akkulturativ abzugrenzen.
      Wer das nicht kann oder will, der wird sich hier nicht integrieren können.

      Politisch strittig ist hier und heute die Frage:
      Soll die Mehrheitsgesellschaft muslimische Akkulturation (a) dulden oder gar fördern, oder soll ihr (b) entschlossen entgegengewirkt werden? Die Islamverbände fordern (a) ein, und die derzeitige Politik folgt dem mehr oder weniger nach anstatt (b) zu praktizieren.

      Weitere Quellen zum Thema:

      http://www.freiewelt.net/blog/wird-man-wenigstens-ihm-glauben-10066237/

      http://frankfurter-erklaerung.de/2016/04/der-is-in-europa-wie-tief-ist-die-grauzone/

      • Paul Simon Paul Simon sagt:

        Selbst ihre Beschreibung DES ISLAMS ist undifferenziert, verleumderisch, viel zu einfach. Werden Sie doch mal konkret.

        Da schreibt Ihnen jemand:
        “Es sagt niemand, dass alles friedefreudeeierkuchen ist. Es ist nicht alles falsch, was hier gesagt wird, aber so werden die bestehenden Probleme nicht vernünftig besprochen.. Solche Pauschalisierungen einer so heterogenen Gruppe von 1,6 Milliarden Menschen sind schlicht eines: rassistisch. ”

        Und das nennen Sie dann ‘Klerikalfaschismus verteidigen’? Wo kommt das her? Könnte es sein, dass Sie doch irgendwie alle Formen des Islam, und damit alle Muslime, für dessen schlimmsten Erscheinungen mit in Beugehaft nehmen wollen? Kann es sein, dass Sie sich in Wirklichkeit gar nicht dafür interessieren, wie Muslime leben, denken und glauben? Aber klar, wo man Stop der Flüchtlingsaufnahme und bedingungslose Assimilation verlangt, muss man halt mit groben Werkzeugen hantieren…

        Zeit für einen radikalen Gedanken: Menschen können Muslime sein und das auch nach außen hin vertreten – und trotzdem unbedrohliche, normale, sogar modern lebende Menschen! Mit denen man in Frieden leben kann!

        Wer diese Möglichkeit so radikal ausschließt wie Sie, der verschließt nicht nur die Augen vor der Wirklichkeit, er sollte dann auch die logische Konsequenz ziehen und alle Muslime, die nicht ausreichend angepasst leben, des Landes verweisen wollen. Weil darauf läuft es hinaus.

        Ich wünschte “Islamkritiker” würden sich mehr mit konkreten Problemen, etwa der Politik der Islamverbände was Bildung angeht, oder den Einfluss ausländischer Staaten auf die Religionsausübung in Deutschland, etc. beschäftigen, anstatt sich so unproduktiv an DEM ISLAM abzuarbeiten. Ja, im Koran stehen schlimme Sachen drin, wir habens begriffen…

        • Günter Buchholz sagt:

          Weshalb regen Sie sich auf?
          Sie schreiben als wären sie ein Konvertit. Sind Sie´s? –
          Ich thematisiere kritisch den Islam, also: Koran; etc.; der Text liegt vor.
          Die Praxis des Islams in seinen Differenzierungen von der Fatwa gegen Salman Rushdie über die Enthauptungen in Saudi-Arabien bis hin zu den Menschenfreunden vom Islamischen Staat und den blutigen Happenings in Madrid, Paris, Brüssel, London und Kopenhagen kann jeder sehen, der nicht blind oder ideologisch verbohrt ist.
          Außerdem gibt es Literatur:
          http://www.hintergrund-verlag.de/buecher.html
          Selbstverständlich gibt in Deutschland und anderswo nicht wenige hinreichend assimilierte Muslime. Das ist doch gar nicht strittig, und außerdem völlig unproblematisch. Es geht hier doch um die islamische Massenimmigration in 2015 / 2016, die erst noch integrationspolitisch bewältigt werden muß.

        • @Ede Oderso, Paul Simon

          Bitte, beantworten Sie mir folgende Frage: Wir können uns darauf einigen, dass Moslems an ein Buch glauben: an den Koran, der als das Wort Gottes betrachtet wird. Im Koran steht:

          „Wahrlich, schlimmer als das Vieh (dawaabb) sind bei Allah jene, die ungläubig sind und nicht glauben werden.“ (Sure 8.55 nach M. A. Rasoull)

          Das bedeutet, dass Menschen, die nicht glauben, also Atheisten und Linke, denn Linke sind für mich per se Atheisten, schlimmer sind als das Vieh. Jetzt komme ich zu der Frage:

          Wie können Atheisten und Linke mit Menschen in einen (rationalen) Dialog treten, für die sie schlimmer als das Vieh sind? Als Atheist und einer, der sich im weitesten Sinne des Wortes als linksliberal bezeichnen würde, habe ich mit dem oben genannten Satz aus dem Koran ein Problem. Aber bitte antworten Sie mir nicht, dass Moslems nicht an alles glauben, was im Koran steht.

          Ansonsten bin ich der Meinung, dass sich Linke auf ihre atheistischen und religionskritischen Wurzeln rückbesinnen und eine konsequent atheistische Politik betreiben sollten, d.h. die Zurückdrängung von jeglicher Religion aus dem öffentlichen Leben forcieren sollten: kein Religionsunterricht in den Schulen, keine Gebetsräume an den Universitäten, kein Bau von weiteren Gotteshäusern usw.

        • Paul Simon Paul Simon sagt:

          Ich habe mich in letzter Zeit viel mit Islamhassern (ja, wirkliche Islamhasser) beschäftigt und reagiere etwas gereizt auf so was. Wenn in einer Stadt wie Leipzig nicht einmal eine Moschee gebaut werden kann, ohne dass es darum jahrelange Kämpfe gibt und selbst dann werden noch aufgespießte Schweineköpfe oder ähnliches dort aufgestellt, dann gibt es ein Problem.

          Ich finde den Artikel ärgerlich, weil er in seiner simplen Schwarzmalerei einer echten, kritischen Diskussion des reaktionären Islams eher im Weg steht. “Religionskritik”, yes please, aber wo soll denn eine solche hinführen, wenn man als Ausgangspunkt ersteinmal die gesamte arabische Welt abschreibt und implizit zum Feind erklärt? Ich finde es gefährlich, und schlimmer noch: falsch, wie “Islamkritiker” normale Muslime in den Terror quasi eingemeinden und in jedem muslimischen Kulturzentrum eine Zelle einer “totalitären” Ideologie sehen. Das ist nicht nur bestens geeignet, Hass zu schüren, es ist vor allem weltfremd.

          Außerdem mag ich diese selbstherrliche Pose nicht, dass allen, die nicht gleich liberale Grundwerte zur Disposition stellen wollen, “naive Illusionen” vorgeworfen werden. Wenn es also Millionen hinreichend assimilierter Muslime gibt, wie ist denen noch mal geholfen, wenn man von ihnen ostentativ Anpassungsbeweise verlangt?
          Der Islam ist mir selbstverständlich völlig egal, es geht um das Recht von Menschen ihre Religion zu praktizieren, ohne dafür als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Ganz einfach.

          @AlexanderUlfig: Muslime glauben nicht an alles, was im Koran steht. Sorry, aber ist so. Um ansonsten ihre Frage zu beantworten: Im Zitat ist eindeutig von der Stellung Ungläubiger bei Allah, also in den Augen Gottes, die Rede. Nicht für Menschen, und vor allem nicht im alltäglichen Umgang. Man kann Sätze auch absichtlich falsch verstehen.

          Aber ich fühle mich lächerlich, jetzt in irgendwelchen Kommentarspalten Koranexegese zu betreiben.

      • fakeraol sagt:

        Wo ist Ihre linke Kritik der klerikalfaschistischen katolischen Sozialdoktrin ?
        Ich erwartze von Ihnen als Nachnamens-MInderheit endlich völlige Assimilationsbereitschaft in die abendländisch-deutsche Leitkulturgemeinschaft der Müllers. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%A4ufigsten_Familiennamen_in_Deutschland

        Wie integr… ähhh, assimilationsbereit ist die klerikalfaschistische protestantische Sozialdoktrin? Oder die sozialfaschistische neoliberale Wirtschaftsdoktrin?

      • fakeraol sagt:

        > “Im übrigen wird hier nicht über die Muslime, vom deutschen Konvertiten bis zum malayischen Muslim, geschrieben, sondern vom Islam.”

        Können Sie sich nun endlich mal entscheiden, ob so gegen “die Muslime” als eine monolithische Masse hetzen wollen, oder “den Islam” kritisieren ODER analysieren wollen?

        Zu Ihrer Information:
        genau den gleichen Effekt, den die von Ihnen pauschal als rückständig und extremistisch wahrgenommenen Muslime bei Ihnen auslösen, nämlich daß sie mit ebenso extremen Ansichten reagieren, gibt es überall auf der Welt.

        Im erzkatholischen reaktionären Bayern (wie kann das eigentlich zum “aufgeklärten” Europa gehören?) gibt es spiegelbildlich zu den extrem reaktionären Ansichten genauso extrem fortschrittlich eingestellte Menschen.

        Spiegelbildlich zu den fanatisch religiösen, gewalttätigen jüdischen Siedlern gibt es in Israel eine fortschrittlich eingestellte Friedendbewegung,

        der Rasissmus und die Gewaltbereitschaft amerikanischer Polizisten haben eine starke Gegenbewegung hervorgebracht,

        Selbst im grausamen, islamistischen Saudi-Arabien, bester Partner der “aufgeklärten” westlichen “Demokratien”, gibt es eine aktive Opposition mit sakulären fortschrittlichen Ansichten.

        Die religiösen Extremisten, die vornehmlich von den USA gern ams fünfte Kolonne für Stellvertreterkriege rekrutiert werden, haben jede Menge Feinde unter den Arabern, die nichts mehr als Frieden wollen.

        Sie, Herr Buchholz, dürfen sich selbst zu den Extremisten rechnen, zu den Wutbürgern, deren Kultur Intoleranz und Hass sind.

        Bezeichnend, daß Ihr freiewelt.net-Autor zur Neuen Rechten gehört.

    • fakeraol sagt:

      Man schaue sich andere Artikel des Herrn Bucholz an, da erkennt man die gleichen platten Argumentationsmuster.
      LeBohemien hat mal mit außergewöhnlichen Artikeln geglänzt. Dieser Absturz ist erschreckend.

      Der Mann schmeißt mit diffusen Begriffen um sich. Kann man nicht wenbigstens von einem Autor hier verlangen, daß er solche Begriffe zu definieren hat?
      Ich bin gespannt darauf, was zur doitschen Laidkuldur gehört, und was nicht, und wieviele assimilationsunwillige Deutsche wir des Landes verweisen müssen. Ich wette, der Mann würde sich wundern, daß er selbst auch zu den zu Deportierenden gehören würde.

    • “Vielen Dank, dass LeBohemien nun auch noch auf den Rechtsruck mit aufspringt.”

      le Bohémien springt auf gar nichts mit auf. Hier kommen im Sinne eines offenen Diskurses lediglich Standpunkte zu Wort, die man auch nicht gleich in ein Links-Rechts-Schema einordnen sollte. Ich bezweifle jedenfalls, das Islamkritik per se rechts ist, auch wenn leider große Teile der Linken gerne dieses Stigma aufrecht erhalten würden.

      • fakeraol sagt:

        Unbedingt brauchen wir solche platten Ausgrenzungsdiskurse, da stimme ich Ihnen zu.
        Die “deutsche Leitkurtur” als Successor der völkisch deutschen Denkrichtlinie muß natürlich allen Deutschen übergestülpt und zum allein seelig machenden Erfolgsmodell für die ganze Welt erklärt werden.
        Ich kann mir das auch garnicht anders vorstellen, als daß sich alle Nicht-Abendländerer begeistern auf die kulturellen Werte stürzen werden, die sie durch unsere Armeen in ihren Heimatländern schon kennenlernen durften: Bombardierung ganzer Länder zurück in die Steinzeit, Die übelsten Diktatoren der Welt als unsere besten Freunde, von Pinochet über die Saudis bis zu Erdowahn, Uranmunition, die ihre segensreiche Wirkung noch für Jahrtausende in Gestalt schwerst mißgebildeter Kinder zeigen wird, unsere Geheimdienste, die im Inneren jahrzehntelang mordende Extremisten finanziert und “übersehen” haben und jeden formal eines freiheitlichen Rechtsstaates unwürdigen Rechtsbruch begangen haben, freilich konsequenzlos,
        all das sind wahre Erungenschaften unserer Leitkultur, auf die wir zu Recht stolz sein dürfen und in die sich Andere bitte nicht “integrieren” sondern sich “assimilieren” dürfen, also bitte sich selbst restlos aufgeben und auslöschen dürfen, denn am deutschen Wesen soll ja die Welt genesen.

        Da ist natürlich nicht so klar, ob das “rechts” ist, da muß man erst mal drüber diskutieren.

        Ich bin übrigens auch nicht Leitkultur-kompatibel, ich finde solche “Leit*”-Ansprüche ekelerregend und abstoßend, besonders wenn sie mit so impertinenter Selbstgerechtigkeit vorgetragen werden.

  4. Oliver Kloss sagt:

    Nach Ansicht des Autors wird (1.) den “USA in Kooperation mit den Golfstaaten” die Urheberschaft an einer “muslimischen Massenimmigration” in Europa zugewiesen.
    Hinzu kommt (2.) die Unterstellung, die islamisch Gläubigen seien durch eine “soziokulturelle Differenz eines halben Jahrtausends” von uns Europäern geschieden, ein wunderliches Theorem, das mit einem Spektrum gut gepflegter Vorurteile versehen wird. – Ich bin immer wieder verblüfft, wie oft unter nicht ungebildeten Menschen offenbar leichtfertig auf das Niveau der Argumente verzichtet wird, wenn es um die USA und den Islam geht.
    Auch das Reden von “Kulturen” im Stile von Samuel Huntington oder Bassam Tibi schürt eher Vorurteile. Für die Integration geht es um die Akzeptanz zivilisatorischer Regeln, wie wir sie in der Verfassung eines bürgerlichen Rechtsstaates besitzen. Richard Herzinger bemerkte einmal sehr klug, schon wer mit dem anti-liberalen Begriff der “Kultur” argumentiere, habe die Ebene verlassen, auf der rationale Argumente gelten.
    Es ist noch nicht lange her, dass die deutschen Konservativen einen ehemaligen Bundesverfassungsrichter sogar mit dem Amte des Bundespräsidenten zu belohnen wussten, weil er eine besonders trickreiche juristische Argumentation aufzubieten vermochte, um das Kruzifix-Verbot in öffentlichen Räumen zu verhindern. Roman Herzog hatte sogar eine Bastion behauptet, die schon als verloren galt.
    Deutsche Christen sind also keineswegs so sehr der Aufklärung und der Säkularisation verbunden wie der Autor uns glauben machen will, auch heute in weiten Teilen der Eliten leider noch nicht.
    Dem stelle man getrost das Werk eines syrischen Muslim wie Sadik Al-Azm gegenüber, z.B. das Buch “Unbehagen in der Moderne” (Rowohlt)! Darin zeigt ein auch in der westlichen Ideengeschichte gebildeter Araber, wie gut sich Religionen in der Krise vergleichen lassen. Er erinnert die Europäer an das I. Vatikanische Konzil. Das mag über hundert Jahre zurück liegen, aber eben nicht ein halbes Jahrtausend. Das II. Vatikanische Konzil ist noch immer nicht unumstritten im Katholizismus.
    Kurz: Vielleicht kann die historische Reflexion der europäischen Geschichte helfen, um der ängstlichen Dämonisierung des Islam nicht leichtfertig zu erliegen.

    • Günter Buchholz sagt:

      “Hinzu kommt (2.) die Unterstellung, die islamisch Gläubigen seien durch eine “soziokulturelle Differenz eines halben Jahrtausends” von uns Europäern geschieden, ein wunderliches Theorem, das mit einem Spektrum gut gepflegter Vorurteile versehen wird. –”
      Wenn Sie den Text gelesen hätten, wüßten Sie, dass damit der Ausfall der Aufklärung im Islam bezeichnet ist. Und das ist eine Tatsachenfeststellung. Wie kommen Sie darauf, das für ein Vorurteil zu halten?

      • Hase sagt:

        Ihre Annahmen fussen a) auf Unkenntnis der Historie und b) daraus folgend, falschen Prämissen.

        Indem sie zB unterstellen der Islam liege in seiner “Entwicklung” gegenüber dem Christentum 500 Jahre zurück unterstellen sie Religionen folgten einer vorgegebenen Entwicklung (die dazu noch in Zeiteinheiten messbar wäre). Das ist famoser Unsinn.

        Aus ihrem Text: Woher stammten denn die Werke Antiker Philosophen die die (christlich-abendländische) Aufklärung so beflügelt haben? Die wurden, teils über Juden, wieder aus der muslimischen Welt zugänglich nachdem sie in der christlichen Welt schlicht verbrannt wurden oder durch ausbleibende Kopie verrotteten.

        Sie deklarieren auch eine Trennung zwischen Religion und Gläubigen, die schlicht nicht existiert. Die Religion ist der Querschnitt der Glaubeninhalte ihrer Gläubigen. Da können Neunmalkluge wie Alexander Ulfig lange irgendwelche Koranverse zitieren. Sie finden auch in der Bibel lange Register auf welche Vergehen alles die Steinigung zu erfolgen hat. Spielt in der gelebten Religion aber offensichtlich keine Rolle mehr. Sind das dann alles schlechte Christen?

        Ihr Fazit verwechselt Ursache und Wirkung. Es ist nicht der Islam der Integration verhindert, sondern im Zweifel mangelnder Integrationswille, der eine Reformierung der gelebten Glaubensinhalte von Muslimen verhindert.

      • Oliver Kloss sagt:

        Ich pflege Texte, die ich kommentiere, zuvor zu lesen, damit es nicht peinlich wird.
        Aber Sie haben recht, es bedarf einer Begründung, weshalb ich die Feststellung, es habe im Islam kein Zeitalter der Aufklärung gegeben, unter die gut gepflegten Vorurteile rechne, zumal diese These nicht nur von Ihnen behauptet und problematisiert wird.
        (1.) Gewiss hat es kein analoges (kurzes) Zeitalter der Aufklärung im gesamten islamischen Bereich gegeben. Aber was soll das heißen? Die Aufklärer waren weder entschiedene Gegner der Religion noch des Christentums, man denke an den Deisten Voltaire oder an Kant, der die Grenzen der Vernunft nach den Möglichkeiten christlicher Theoreme befragte.
        (2.) Unstrittig gibt es sogar sehr früh recht aufgeklärte Köpfe im Bereich des Islam. Man denke an die Schließung der Platonischen Akademie durch die dereinst fundamentalistischen Christen! Wohin flohen die antiken Gelehrten, die sich dieser Religion nicht ergeben wollten? Nach Alexandria. Nach Europa gelangten die geretteten Schriften des Aristoteles erst im 12. Jh. über Andalusien. Inzwischen lagen schon beachtliche Kommentare von islamischen Gelehrten vor, die bis heute in der Philosophiegeschichte gewürdigt werden. Der Übergang Europas vom Mittelalter in die Neuzeit geht ideengeschichtlich unstrittig mit der über den islamischen Bereich vermittelten Aristoteles-Rezeption einher. Als der Bischof von Paris im Jahre 1277 gegen die Aristoteliker ganze 176 Thesen als unchristlich verurteilte, war auch ausgesprochen, wie sich daneben denken ließ.

        • Sie haben völlig recht. Man könnte auch im Hinblick auf das reiche geistige und kulturelle arabische Erbe in Andalusien, dass erst durch die Reconquista mit allen negativen Folgen beendet wurde, die These von Günter Buchholz, dass der Islam historisch nicht zu Europa gehören würde (oder nur in negativer Hinsicht), relativieren. Denn die abendländische Geschichte hätte ohne den Verdienst des Islam (neben Byzanz), das Antike Erbe über das Mittelalter gerettet und transportiert zu haben, sicher einen anderen Verlauf genommen.
          Allerdings ist Ihr Verweis auf die kulturelle und geistige Blütezeit des Islams im Mittelalter genau das Problem. Ja, diese Phase einer weitgehenden Toleranz und Aufklärung gab es zu dieser Zeit im Islam. Doch Sie ist vorbei, und war bereits im 14.Jh. im Niedergang begriffen (aus verschiedenen Gründen, die im übrigen auch von arabischen Autoren thematisiert werden). Heute ist der Islam in weiten Teilen rückständiger, als er es vor 800 Jahren war. Ich empfehle als kurzweilige Lektüre dazu Hamed Abdel-Samad: Der Untergang der islamischen Welt http://www.droemer-knaur.de/buch/7091686/der-untergang-der-islamischen-welt

      • fakeraol sagt:

        Was ist denn real von “der Aufklärung” im deutschen und europäischen politischen Alltag noch übrig? Wo ist denn da der kategorische Imperativ?
        Sie klagen über den Köpfe abschneidenden IS?
        Hey, die Köpfe abschlagenden Saudis sind die besten Freunde von Mutti, “Anker der Stabilität in der Region”.
        Als US-amerikanische BLU-109 bis B61-11 auf den Irak niedergeregnet sind, hat es natürlich nicht so grausame Filmchen mit so viel sichtbarem Blut zu sehen gegeben -WIR sind ja schließlich keine Barbaren- , die Kriegsberichterstattung des westliche-Werte-geprägten Abendlandes war schön klinisch steril, hunderttausende Ungeborene schon im Mutterleib mit Uran zu vergiften, ist nicht grausam, unmenschlich und rückständig.

        WIR sind aufgeklärt und zivilisiert, hier f*cken Bischhöfe und Pfaffen kleine Kinder in millionenteuren diözesen Luxuspalästen, das ist nicht grausam, das ist zivilisiert!

        Die Humanität der westlichen Aufgeklärtheit springt mich in Idomei geradezu mit allen Vieren an, Aylan Kurdi kann ein Hohelied davon singen.

        • Es geht hier um eine Integrationsdebatte. Wir reden über einen Islam, der noch im Mystifizismus gefangen ist, nicht über die Dialektik der Aufklärung und auch nicht über Außenpolitik. Es bringt uns in der Diskussion kaum weiter, wenn man die Schandtaten zweier Kulturen gegeneinander aufrechnet.
          Eine Kritik des vermeintlich aufgeklärten Westens findet man auf le Bohémien genug: https://le-bohemien.net/2015/01/12/nous-sommes-charlie-hebdo/

        • fakeraol sagt:

          Es gibt also einen Lebenszyklus für Religionen, dem die alle folgen, so wie als gesichert gilt, daß jeder Mensch nach der Geburt irgendwann geschlechtsreif wird, einen Stimmbruch hat, Wechseljahre und Midlife Crisis, Verfall, und Tod?

          Können Sie da anhand Beispielen nachweisen, daß zum Lebenszyklus von Religion ein Zeitalter der “Aufklärung” gehört?

          Oder ist die Aufklärung Folge anderer Prozesse gewesen, die sich neben der Religion entwickelt haben und diese von außen tangiert haben?

          Wenn es einen Unfall gibt, und ein Fußgänger, un/motorisierter Zwei(oder auch Rollstuhl-)fahrer in ein Auto kracht, ist das dann das Zeichen, daß zum Lebenszyklus von Autos grundsätzlich Beulen im Blech gehören?
          Und die Autos ohne beulen sind einfach 500 Jahre zurück in ihrer Entwicklung?

          Ist die Radikalität von Teilen islamischer Gesellschaften in den Lehren des Islam angelegt, oder ist sie das Ergebnis der gezielten politischen Einmischung sogenannt christlich-aufgeklärter Staaten, die aus Eigennutz genau solche Extremisten weltweit gefördert haben? Und ist die Triebkraft dafür überhaupt Religion, oder ökonomisches Interesse, Gier nach Rohstoffen, Reichtum, Macht und Einfluß?
          Welchen Anteil an der dort sichtbaren Gewalt, am Fanatismus und der Radikalität haben die “aufgeklärten”, “westliche “”Werte”” ” vertretenden Gesellschaften bzw. Staaten? Wessen dreckiges Spiel ist das wirklich?

        • fakeraol sagt:

          Nochmal an Sebastian Müller:

          Hat der Text dieses Buchen “Koran” wirklich im Unterschied zu Bibel, Talmud, etc, eine mystische magische Wirkung, die Menschen zu Zombis werden lässt?

          Es gibt einen jüdischen Witz:
          Eine jüdische Mutter in Russland verabschiedet sich von ihrem Sohn, der aufgerufen wurde , dem Zar im Krieg gegen die Türkei zu dienen: „Überanstreng dich nicht!“ fleht sie ihn an, „Töte einen Türken, und dann ruh dich aus! Dann töte einen anderen Türken und ruh dich wieder aus…“
          „Aber Mutter,“ unterbricht sie der Sohn. „Was, wenn die Türken mich töten?“
          „Dich?“ ruft die Mutter aus, „Aber warum? Was hast du ihnen getan?“

          Ausrüstung und Finanzierung von Koranschulen extremistischer Islam-Prediger, und der daraus hervorgehenden radikalisierten Männer als Mujahedin, zwecks verdecktem Stellvertreterkrieg gegen die SU sind belegt, und durch Zbigniew Brzeziński bestätigt:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski#Brzezi.C5.84skis_Politik_w.C3.A4hrend_des_Afghanistan-Konflikts:_die_.E2.80.9ERussland-Falle.E2.80.9C

          Wollen wir da auch den Kopf in den Sand stecken und uns scheinheilig wundern, woher diese Radikalisierung kommt?
          “Kritik am Islam” ist scheinheilig und verlogen, denn diese Kritik trifft auf ALLE Lehren vom “coolen imaginären Freund” zu. Wenn Kritik, dann Religionskritik.
          Und für die Unterstützung von Diktatoren durch Waffen, und Schweigen über ihre Verbrechen, wenn es dem Westen in den Kram passt, kann der Koran ganz sicher nichts, der ist auch nicht mächtiger, als ein Kochbuch. Unsere eigene Verantwortung und unsere Schandtaten bei der Gelegenehit mal gleich mit dem Koran unters Hemd zu schieben, ist billig, falsch, verlogen, und rechts.

  5. Aurel Thun sagt:

    Was soll an dieser westlichen Leitkultur eigentlich so toll sein? Dass sie “wissenschaftlich” und “rational” sei? haha, ja, von von dieser Rationalität zeugen ja auch die Kolonisation der Welt, die Weltwirtschaftskrise, die beiden Weltkriege, der Vietnamkrieg, der Irakkrieg, der Contrakrieg und und und. Warum sollten sich die Muslime also an eine derart rückständige Kultur anpassen?

    • Günter Buchholz sagt:

      Die Muslime sollen sich anpassen, wenn sie in Europa leben.
      Und Arabien mag Arabien bleiben.
      Sie haben keine Ahnung von der Zivilisation, in der sie leben.
      Ja, Selbstkritik braucht diese unsere Zivilisation, aber sie leistet sie auch.
      Im übrigen: na bitte, dann konvertieren Sie doch, man wird sie mit offenen Armen begrüßen und in den Djihad schicken.

      • Montezuma sagt:

        “Im übrigen: na bitte, dann konvertieren Sie doch, man wird sie mit offenen Armen begrüßen und in den Djihad schicken.”

        Ein entlarvender Satz, der mich in der Auffassung bestätigt, dass der Unterschied zwischen der Hetze von Pegida und der des Autors eigentlich nur in der Diktion besteht. Die Schlussfolgerung – alle raus – steht hier von vornherein fest wenn nicht sogar in Stein gemeißelt.

      • fakeraol sagt:

        Definieren Sie mal “Europa”!
        Definieren Sie mal die “deutsche Leitkultur”!
        Wie ist ein Deutscher so, woran erkennt man ihn? Am Fleiß? An den Lederhosen? Oder doch ehr am Hahnenkamm? Kann ein Deutscher fremde Sprachen sprechen, oder nicht?
        Wieviel von dem, was Sie hier als deutsche, oder Europäische Leitkultur propagieren, ist überhaupt deutsch? Und wieviel ist importiert?

        Wenn Trennung von Religion und Staat ein Zeichen von Aufklärung und Leitkultur ist, dann sind wohl die Mitglieder der sogenannt “christlichen” Parteien alle integrationsunwillig. Wenn der zivilisierter Umgang mit Menschen ohne unnötige Gewalt ein Zeichen der Aufklärung ist, dann gibt es jede Menge Integrationsunwillige, Politiker, Kriegswaffenhersteller, unpolitische Extremisten, die alle nicht nach Europa gehören. Wohin schieben wir die ab?

  6. Bernd Kammermeier sagt:

    Günter Buchholz zeigt richtige Probleme auf, zieht aber in Teilen falsche Schlüsse daraus. Religion ist nicht nur ein Irrationalismus, sondern in der monotheistischen Ausprägung auch noch vom Markenkern her dualistisch und damit antitolerant. Wenn inzwischen über hunderttausend Häresien und Schismen, Sekten und Gruppierungen des angeblich immer gleichen “Gottes” um die Deutungshoheit streiten, bleiben physische Auseinandersetzungen nicht aus.

    Irrationalismen haben kein objektivierbares Fundament, so dass sich aus “Gott” keine DIN- oder ISO-Norm ableiten lässt, nach der sämtliche Monotheismen objektiv geprüft werden könnten. Das ist auch z.B. bei Philosophie und Kunst der Fall, doch hier zeigen sich die Grabenkämpfe nicht ganz so verbittert, wie ausgerechnet in dem kulturellen Konstrukt, das sich selbst mit dem Nimbus der Barmherzigkeit ausgestattet hat.

    Während also (überspitzt ausgedrückt) Philosophie und Kunst übereingekommen sind, dass niemand in diesen Disziplinen eine absolute Wahrheit kennt, kranken Monotheismen daran, dass sie sich im Besitz einer solchen Wahrheit wähnen. Allein dies muss ernstgenommene monotheistische Religionen intolerant machen, weil echte Toleranz zwangsläufig zur Aufgabe des eigenen Absolutheitsanspruches führen müsste.

    Moderne Relativierungen im Christentum haben zu einem Verlust von Gläubigen geführt (bzw. zu deren Flucht in radikale Sekten), die in ihrer Religion nach wie vor einen Absolutheitsanspruch sehen wollen. Der Kampf innerhalb der christlichen Kirchen diesbezüglich ist unübersehbar.

    Gleiches gilt für den Islam: Auch er müsste sich “im Westen” öffnen – nicht unbedingt der “westlichen Kultur”, sondern der Moderne, die erkennbar macht, dass Irrationalismen eben irrational und nicht faktenbasiert sind (wie dies jahrhundertelang behauptet wurde). Die bedingungslose Anerkennung wissenschaftlichen ‘Erkenntnisgewinns” würde die eigenen “heiligen” Bücher infrage stellen, was zu einem dramatischen Verlust an Glaubwürdigkeit führen müsste.

    Das Christentum führt noch immer den Kampf gegen die Erkenntnis, dass die Bibel ein altehrwürdiges Märchenbuch ist, das letztlich keine Relevanz für unsere Zeit mehr haben kann. Doch die Säkularisierung hat die Tür zur echten Religionsfreiheit aufgestoßen: der Freiheit von Religion! Wer sie als störend in seinem Leben empfindet, kann sich von ihr lösen, ohne Gefahr, verfolgt oder bestraft zu werden. Je mehr sich die Kirchen gegen diesen Trend stemmen, umso mehr Gläubige verlassen sie, weil Religion keine heute benötigten Antworten liefern kann.

    Der jüngere Islam hat – im Gegensatz zum Christentum – einige schwerwiegende Sicherheitsmechanismen eingebaut, die eine so vergleichsweise reibungslos verlaufende Säkularisierung verhindern. Die starke Abhängigkeit der muslimischen Gemeinden im Europa vom islamischen Ausland (Imame und Geld aus Türkei, Saudi-Arabien, Ägypten etc.) dient der Verhinderung einer Aufweichung der “reinen Lehre”.

    Doch entsteht aus der reinen Lehre ein Problem? Ja, aber nur dann, wenn der Islam nicht richtig verstanden wird. Er hat, neben seiner spirituellen Seite, auch eine politisch-juristische Komponente. Während erstere durchaus als Privatglaube praktiziert werden könnte, ohne einer modernen Gesellschaft zu schaden, stellt letztere eine dauerhafte Bedrohung dar. Allerdings nicht so sehr für die Mehrheitsgesellschaft “im Westen”, sondern mehr für die Muslime selbst.

    Da diese in viele Splittergruppen aufgeteilt sind (am bekanntesten Sunniten und Schiiten), wird ein politisch-juristischer Islam immer zu Konflikten und auch Kämpfen führen. Gleichzeitig versetzt dieser tradierte Hass (ähnlich wie früher Katholiken und Protestanten) die gläubigen Muslime in eine Art Dauerstress, weil sie sich auch gegenüber ihren Glaubensbrüdern rechtfertigen müssen. Der Westen stellt dabei mit seiner Dauerprovokation freien Lebens den Tropfen dar, der das ideologische Fass zum Überlaufen bringt.

    Muslime erleben also einen Kampf nach innen und außen, weil der politisch-juristische Islam nach wie vor gesellschaftsfähig ist. Wenn diese Komponente des Islams öffentlich in Europa wenigstens geächtet werden würde – z.B. durch Dringen auf Reformen innerhalb der konservativen Islamverbände – und gleichzeitig Reformer, wie Prof. Mouhanad Khorchide in Münster, gestützt würden, dann wäre viel gewonnen. Dann könnte der Islam humanistisch umgedeutet und auf seine spirituelle Seite reduziert werden.

    Dies wäre eine Forderung, die Migranten als Vorbedingung für eine erfolgreiche Integration (nicht Assimilierung) erfüllen müssten – und auch erfüllen könnten. Wer sich dagegen wehrt, müsste sich die Frage stellen lassen, warum er denn auf der politisch-juristischen Komponente des Islams beharre. Schließlich dient diese nur dazu, ein weltweites Kalifat mit weltweiter Einführung der Scharia voranzutreiben. Und das muss Europa nicht hinnehmen. Wer dafür kein Verständnis hat, sollte wirklich in ein Kalifat ausgeflogen werden.

    Aber Muslime, die ihre spirituelle Religion im Privaten leben wollen (bereinigt von allen unterdrückenden Faktoren), sollten dies tun können, wie auch gläubige Christen zu ihrem “Gott” beten dürfen. Ich brauche das nicht, aber warum sollte man es diesen Menschen verbieten?

    Unter diesen Bedingungen wird sich die monotheistische Religion sowieso in den nächsten Jahrzehnten auswachsen, weil sie außer den Klerikern niemandem mehr einen objektiven Nutzen bringt. Doch solange niemand darunter leidet, soll doch jeder seinem Irrationalismus nachgehen. Egal, welchen Namen dieser trägt…

  7. Günter Buchholz sagt:

    Zitat:

    “Solche Veränderungen wenigstens einzuleiten, das war die Idee Bassam Tibis, die er mit seinem Begriff des Euro-Islams verband. Leider spricht alles dafür, dass es diesen Weg in der Realität nicht gibt. Dennoch mag im Anschluss an solche Vorstellungen politisch beabsichtigt sein, mit der Einrichtung von Lehrstühlen für „Islamwissenschaften“, die sich theologisch, nicht religionswissenschaftlich mit dem Islam befassen, einen „modernen“ Euro-Islam zu entwickeln.

    Aber: wahrscheinlich ist demgegenüber, dass der immanente Akkulturationsdruck alle diese „Islamwissenschaftler“ neutralisieren oder sogar einbeziehen wird, so dass letztlich das Gegenteil des gewünschten Ergebnisses – einer gelingenden Modernisierung nämlich – entstehen dürfte.

    Die Akkulturation und die Regression in die Gewalt setzen sich, so ist weiterhin zu erwarten, als Haupttendenz durch, und sie werden einerseits durch das unvermeidliche strukturelle Spannungsverhältnis zur umgebenden modernen europäischen Gesellschaft, andererseits durch religionspolitische Einwirkungen von außen (Türkei, Saudi-Arabien, Iran) massiv verstärkt.”

    Ich bin, wie man hier liest, in dieser Frage pessimistisch, während Sie optimistisch sind. Das ist der ganze Unterschied. Und wenn ich hier Unrecht hätte, wär´s mir lieb.

  8. Eckhard Koch sagt:

    Paul Simon sagt dem Autor Günter Buchholz nach, seine Beschreibung DES ISLAMS sei undifferenziert. Er selbst beklagt aber ganz undifferenziert, dass “in einer Stadt wie Leipzig nicht einmal eine Moschee gebaut werden kann, ohne dass es darum jahrelange Kämpfe gibt”. Er sagt nicht, dass der Bauherr eine totalitäre, fundamentalistische Sekte des Islam ist, die an einem, selbst nach seinen eigenen Richtlinien ungeeigneten Standort bauen will. Der Schweinkopfanschlag ist widerlich, aber keineswegs dafür verantwortlich, dass das Bauvorhaben bisher noch nicht genehmigt wurde. Es gibt objektive Gründe, dieses Bauvorhaben an diesem Standort abzulehnen. Simon schreibt: “Ich habe mich in letzter Zeit viel mit Islamhassern (ja, wirkliche Islamhasser) beschäftigt und reagiere etwas gereizt auf so was.” Was will er damit ausdrücken? Heißt das, dass er keinerlei Kritik am Islam mehr verträgt?

    • Paul Simon Paul Simon sagt:

      Das war nur als Erklärung gemeint, dafür dass ich das Thema wichtig finde, nachdem Herr Buchholz (absurderweise) gemutmaßt hatte, ich sei Konvertit.
      Ich will mich wirklich nicht auf eine Diskussion einlassen, ob Ahmadis “totalitär” oder sonstwie gefährlich sind, jedoch stehen Sie mit dieser Einschätzung recht alleine da, scheint mir. In jedem Fall ist es eine sehr kleine Gemeinde, von, ich glaube, nicht einmal 100 Menschen in Leipzig.

      Die Schweineköpfe sind jedoch nur die Spitze eines ziemlich breiten Protestes gewesen. Es wurden etwa 11000 Unterschriften gegen die Moschee gesammelt. Dazu schrieb die LVZ: “Der Versuch, die Unterschriften medienwirksam zu übergeben, scheiterte, da sich der Oberbürgermeister weigerte, sie von den zum Teil zur Gruppe gehörenden Neonazis anzunehmen. Ein anderer Mitarbeiter nahm sie stattdessen entgegen.”
      Und dann nahm die AfD das ganze noch zum Anlass über Volksentscheide über Moscheebauten und Minarettverbote, etc. zu debattieren.

      Ich kann Sie jedoch beruhigen! Soweit ich weiß, sind alle Einsprüche (die sich, glaube ich, vor allem um Lärmbelästigung drehten) gegen das Bauvorhaben abgewiesen worden, waren also substanzlos, und der Bau hat Anfang des Jahres begonnen. Auch zwei hohe Minarette wurden genehmigt – es gab also ein Happy End. Ich finde auch Gohlis ist ein hervorragender Ort für eine Moschee: ein schönes Wohnviertel. Ist doch besser, als dass eine Moschee in irgendeinem Gewerbegebiet gebaut wird, wie es oft der Fall ist.

      Allerdings wurden kürzlich wieder Schweinekadaver auf dem Gelände abgelegt, dieses mal mit der Aufschrift “Mutti Merkel.”

      “Heißt das, dass er keinerlei Kritik am Islam mehr verträgt?”

      Natürlich heißt es das nicht und das wissen Sie auch. Aber Gegenfrage: Glauben Sie nicht auch, dass es im Moment ziemlich viele Menschen in Deutschland gibt, die “Islamkritik” üben, um unter der Hand ihre Fremdenfeindlichkeit auszuleben? Wie verhalten Sie sich zu solchen Menschen?

      • Paul Simon Paul Simon sagt:

        Habe zufällig eine fürchterliche Story aus Schottland gesehen: Ein Ahmadi wurde vor kurzem dort von einem sunnitischen Muslim ermordet, einfach aus Hass auf die “Häretiker”. Der religiöse Hass aus Pakistan spielt sich in Britannien aus. http://www.thedailybeast.com/articles/2016/04/06/another-dead-blasphemer-in-scotland.html?source=TDB&via=FB_Page

      • Eckhard Koch sagt:

        Zuerst danke ich Ihnen für den Hinweis auf das schreckliche Ereignis in Schottland. Das ging auch bei uns durch die Medien, allerdings offenbar nicht ganz richtig als “Gläubiger Muslim wünschte frohe Ostern – dafür wurde er erstochen” (Stern). Dieser Unterschied macht bewusst, dass die Ahmadiyya Feinde hat und sie als häretische Sekte von anderen Ausprägungen des Islam bekämpft wird. So außergewöhnlich ist es allerdings nicht, dass sich Muslime bekämpfen. Schließlich sind die meisten Opfer islamischer Glaubenskriege Muslime. Für Leipzig ist das insofern von Bedeutung, als der Salafistenprediger Hassan Dabbagh bereits angekündigt hat, die Ahmadiyya zu bekämpfen. Spannungen im Wohngebiet um die Moschee scheinen mir auch aus diesem Grunde vorprogrammiert zu sein. Mit dem Bau der Moschee ist noch nicht begonnen worden, hier irren Sie sich offensichtlich. Es liegt noch nicht einmal eine Baugenehmigung vor, und Widersprüche sind durchaus noch nicht ausgeräumt. Dass das alles so lange dauert, ist in unserer Bürokratie ganz normal.
        Eine Diskussion über die Ahmadiyya blocken Sie mit der Vermutung ab, ich stünde damit recht alleine da. Diese Vermutung halte ich für falsch und überdies für unwesentlich. Für mich zählen Argumente und nicht irgendwelche Vermutungen. Mit meiner Äußerung über die Ahmadiyya stütze ich mich z. B. auf Sabatina James, die schreibt: “Dabei ist die Lehre der Ahmadiyya-Sekte extrem totalitär und frauenverachtend.” (siehe Sabatina James: Scharia in Deutschland, S. 129). Sie kann man sicher nicht zu den Menschen zählen, “die ‘Islamkritik’ üben, um unter der Hand ihre Fremdenfeindlichkeit auszuleben.” Am vergangenen Donnerstag habe ich mir einen Vortrag von Hamed Abdel-Samad angehört, der Mohammed als krankhaften Massenmörder und den Islam als nicht reformierbar bezeichnete. Auch er kann sicher nicht zu den Menschen gezählt werden, “die ‘Islamkritik’ üben, um unter der Hand ihre Fremdenfeindlichkeit auszuleben.” Beide wirken überzeugend. Mit Fremdenfeinden hingegen will ich nichts zu tun haben.

        • Paul Simon Paul Simon sagt:

          Na ja, ich wollte so eine Diskussion vor allem abblocken, weil ich mich nicht dazu berufen und qualifiziert fühle. Ich weiß, dass die Ahmadiyya umstritten ist, weil sie sehr konservativ und missionarisch ist und einen politischen Anspruch hat, etc.. Allerdings gibt es es da offenbar auch sehr unterschiedliche Meinungen zu und die Kritiker argumentieren vor allem, die Ahmadiyya gebe sich nach außen ganz anders, als sie in Wirklichkeit sei, was eine Beurteilung für den unbeteiligten Laien noch mehr unmöglich macht.
          “Totalitär” scheint mir jedoch, auch wenn er bei Ahmadis wegen der zentralistischen Struktur irgendwie passt, für eine Beschreibung einer Religionsgemeinschaft, die sich nicht politisch betätigt, ein reiner Kampfbegriff. Benutzt wird er etwa von Hiltrud Schröter, die sich gegen Islamismus engagiert, aber die nennt eben auch den gesamten Islam “totalitär” und setzt ihn auf eine Stufe mit Kommunismus und Faschismus (http://www.welt.de/politik/article1190814/Der-Islam-hat-ein-Doppelgesicht.html). Das weicht entweder den Totalitarismusbegriff zur Banalität auf (denn dann wäre ja jede Religion im Kern “totalitär”, und ein Kloster gar die “totalitäre” Institution schlechthin) oder es soll wirklich die Religionsgemeinschaft als politische Bewegung charakterisieren – und dann scheint es mir für Ahmadis völlig unangemessen. Zumindest hat es in der Berichterstattung über den geplanten Moscheebau keine Rolle gespielt, soweit ich das weiß, und auf diese habe ich mich verlassen. Dass aber eine derart konservative und vor allem so kleine und verfolgte Gruppe einen enormen sozialen Druck und auch Zwang ausübt, um ihre Mitglieder bei sich zu halten, scheint mir unbestreitbar. Ich vermute überhaupt, dass die meiste Gewalt in konservativen Religionsgemeinschaften nicht nach außen, sondern nach innen verübt wird – besonders, um Kontrolle über Familie und Frauen zu bewahren. (Noch in den 60er Jahren gab es im erzkatholischen Zweig meiner Familie einen Fall, dass eine Tochter, die einen Protestanten heiratete, für eine gewisse Zeit von der Familie verstoßen wurde.) Deshalb, um auf das “totalitär” zurückzukommen, denke ich auch, dass man Islamismus falsch versteht, wenn man ihn vor allem als aggressive, erobernde Ideologie auffasst, anstatt als Verteidigungsbewegung des gedemütigten Patriarchats (die sich natürlich aggressiv und chauvinistisch äußert). Es ist die westliche Lebensweise (die Beliebigkeit in der Lebensführung und die Befreiung des Einzelnen von Familienzwängen) welche über kurz oder lang triumphieren wird und mittlerweile zumindest als Idee noch ins das letzte arabische Kaff vorgedrungen ist, und gegen diese unaufhaltsame Erosion bäumen sich die Islamisten (erfolglos) auf. Nicht Europa wird islamisiert, sondern Arabien verwestlicht. Ich muss immer an diesen Bericht aus Molenbeek über einen der Terroristen von Brüssel denken:

          “Salah Abdeslam and his elder brother Brahim – who blew himself up in the Paris attacks – used to run a cafe in Molenbeek that sold alcohol and was closed down for drug offences. One friend of the brothers who used to hang out there told me he would regularly see Brahim Abdeslam “watching IS videos, with a joint in one hand, and a beer in another”. He said Brahim would spout off radical statements but that no-one took him seriously.”

          Also ein Teenager, der Bier trinkend und kiffend IS-Propaganda auf Youtube schaut, das ist doch ein Phänomen, dem man mit Kritik an der Religion oder “an dem, was im Koran steht” gar nicht gerecht wird. Und vor allem ist so jemand bei weitem nicht “vormodern”, sondern könnte moderner kaum sein.

          Tatsächlich, der Bau der Moschee hat noch nicht begonnen. Ich habe mich auf diese Meldung verlassen: http://www.bild.de/regional/leipzig/moschee/moschee-in-gohlis-darf-gebaut-werden-41569154.bild.html

          Was mir übrigens bei Abdel Samad am meisten Respekt einflößt, ist, dass er sich nicht, wie viele ex-muslimische Kritiker des Islams, vor allem an den Westen richtet, sondern auch auf Arabisch veröffentlicht und dort wirken will. Aber so wunderbar schonungslos seine Bücher auch sind, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in, sagen wir, Hundert Jahren noch wissenschaftlich bestehen können werden. Es ist ja teilweise fast Agitation, die er betreibt* – was natürlich eine gute Sache ist.

          *wie gesagt, ich kann mir da eigentlich kein eigenes Urteil zu anmaßen.

  9. Hans Heinreich sagt:

    Christen, Juden und Muslime sind ohne Ausnahme Feinde des Liberalismus, des Humanismus, der Menschenrechte und der Aufklärung. Verehren sie doch einen Gott, der seine Herrenrasse bzw. sein auserwählten Volk dazu auffordert Lebensraum durch Genozid zu erobern und der sich daran ergötzt kleine Kinder abzuschlachten, weil der Pharaoh, dessen Geist vom Gott der Christen, Juden und Muslime kontrolliert wird, “Nein!” sagte.

    Christen, Juden und Muslime sind alle gefährlich, selbst aus einem Zweifler wird schnell ein Fanatiker, wenn man die richtigen Knöpfe drückt oder ihm aufzeigt, was für ein Monster er doch verehrt und was für ein Monster er selbst sein muß, um solch eine Bestie anzubeten. Juden, Christen und Muslime haben schwerste Verbrechen gegen die europäische Kultur und die europäische Bevölkerung begangen. Faschismus, Nationalismus und Kommunismus gehen auf das Konto der abrahamitischen Religionen, wer die Leute zu Herdentieren erzieht, darf sich nicht wundern, wenn sie es bleiben und die gewonne Freiheit für einen ebenso abartigen Ersatz opfern, wobei sich diese Dummheit ja auch sehr wie Hitler und Franco beweisen mit den abrahamitischen Religionen verbinden lassen. Der Feudalismus, der für praktisch jeden Europäer ein Leben Sklaverei bedeutete und das für Jahrhunderte seit der christlichen Machtergreifung, spielt da auch seine Rolle.

    Auch Juden und Christen sind dazu aufgerufen Apostaten und Kritiker abzuschlachten und ergötzen sich an Bluttaten ihrer heiligen Heroen und ihres Gottes das unterscheidet sie nicht vom Islam. Gläubige Juden und Christen sind ebenso engagierte und aktive Feinde der zivilisierten Gesellschaft wie gläubige Muslime und gerade orthodoxe Juden sind ebenso unwillig sich zu integrieren und gläubige Christen sind ebenso bereit zu morden im Namen ihres Blutgottes. Kernmythen des Judens sind nichts anderes als rassistische Propaganda und Verherrlichung von Völkermord. Der christliche Heiland selbst verachtet Nichtjuden und ruft dazu auf, alle, die widersprechen, zu ersäufen und erwartet von seinen monströsen Sklaven, daß sie der Barbarei des alten Testaments folgen.

    Nur der aktive Kampf gegen die drei abrahamitischen Religionen und ihrer Abkömmlinge ist eine Option. Allein gegen den Islam zu hetzen ist absurd, verlogen und dumm. Die abrahamitische Barbarei begang nicht mit Islam und wird nicht mit dem Ende des Islams in Europa enden.

    Nur weil Juden, Christen und Muslime vortäuschen Menschen zu sein und menschliche Regungen, macht das diese Monster nicht zu Menschen oder gar wert toleriert zu werden

    Europa kann sich nur schützen und gedeihen, wenn es die abrahamitischen Religionen vernichtet und ihre Anhänger zur Vernunft zwingt oder vor die Tür setzt.

    Europa den Menschen, das Ende den Abrahamiten!

    • fakeraol sagt:

      Da wird einem ja gleich nochmal so richtig schlecht. Alles Monster, die vortäuschen, Menschen zu sein?
      Wenn ich Ihren Beitrag hier lese, klingt mir das Gekeife eines kleinen, schnauzbärtigen Österreichers wieder im Ohr. Die selbe Tonlage, der selbe Fanatismus.

      Wenn alle Anhänger dieser drei Religionen erschlagen, erdrosselt, ausgelöscht sind, wird also Friede, Respekt und Empathie zwischen den Menschen herrschen und ausnahmslos jedem werden von seinen Mitmenschen die Menschenrechte gewährt werden, aus purem Humanismus, ohne daß er sie einfordern müsste?

      1. Es gibt unter den Gläubigen jede Menge Menschen mit höheren humanistischen Ansichten, als es Ihre sind.

      2. neben diversen weitenen Religionen/Sekten gibt es die größte aller Religionen; ihr Gott heißt Geld, ihre Jünger sitzen in nahezu allen Regierungen und in jeden Konzernvorstand, ihre Opfer stellen alles in den Schatten, was sämtliche Religionskriege bisher angerichtet haben, ihre Glaubenssätze triefen vor Zynismus, Eigennutz und Verachtung für das Leben und die Menschenrechte, und in ihrem Namen steckt das Monströse schon drin: KAPITALISMUS.

      KAPITAL heißt nicht “viel Geld”, sonden “groß, gewaltig”, und
      ISMUS bdeutet das zwanghafte, übersteigerte zelebrieren des ersteren.
      KAPITALISMUS ist die Heilslehre vom unendlichen Wachstum, und Millionen verhungernde oder erschlagene Menschen können bezeugen, daß diese Lehre tötlich ist.

      WENN Sie Religionen als Unheil der Welt bekämpfen wollen, fangen sie damit an, bringen sie die fanatischen Anhänger dieses mörderischen Kults zur Räson, oder erschlagen Sie sie.

  10. maguscarolus sagt:

    Wer die Religionen und ihren Alleinrichtigkeitsanspruch für viele Übel in der Welt verantwortlich macht sollte bedenken, dass auch das sogenannte vernünftige Denken der Menschen fast ausschließlich zu Krieg, Völkermord und Massengrab führt.

  11. Günter Buchholz sagt:

    Zum Thema Djihad und Kreuzzüge:

    https://jungsundmaedchen.wordpress.com/2016/04/11/wider-den-politischen-islam/

    Diejenigen, die sich hier islamophil geäußert haben, sind zu fragen: warum?

    Warum, mit welchen Gründen gedanklicher und empirischer Art votieren Sie für den Islam im allgemeinen, speziell für den Islam in Europa?

    Was zeichnet diesen in ihrer Wahrnehmung positiv aus, so dass er toleriert, akzeptiert oder gar propagiert gehört?

    Diese Fragen wären sachlich und mit Gründen zu beantworten.

  12. Die zentrale Schwäche dieses Artikels, die er mit dem Großteil der sogenannten “Islamkritik” und auch den ignoranten Aktivisten des Atheismus wie Richard Dawkins teilt, wurde ja schon mehrfach benannt: er sieht den Islam als eine monolithische, allumfassende “Weltanschauung”, die jenseits der historischen, politischen und sozialen Welt existiert. Nur so kann der Islam als eine Ideologie erscheinen, die immer nur zugunsten der “westlichen Vernunft” überwunden werden kann.

    Das ist realitätsfern und hat – wie schon gesagt – nichts damit zu tun, wie eine Religion und Glaube in einer modernen, pluralistischen Welt funktioniert.

    Einer Kritik des Islamfaschismus wie er in Saudi-Arabien existiert kommt man so kein Stück näher.

    Als kleines Gegengift, hier ein Artikel in der ZEIT von jemandem, der sich tatsächlich auskennt:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-03/hidschab-kopftuch-islam-geschichte/seite-2

    Ein paar relevante Passagen:

    “Was der Islam ist, kann sich im Laufe der Geschichte fundamental verändern. Allein im Laufe meines eigenen Lebens habe ich enorme Veränderungen in den Auffassungen bezüglich des Islams beobachten können. Das sieht man beispielhaft an der Rückkehr der Verschleierung in Ägypten. Wenn jemand den Leuten aus meiner Generation, also den Menschen, die in Ägypten in den 1950er und 1960er Jahren aufgewachsen sind, gesagt hätte, dass am Ende des 20. Jahrhunderts die meisten ägyptischen Frauen ein Kopftuch tragen werden, hätten wir solch eine Vorstellung als völlig absurd abgetan.

    (…)

    Die Idee, ein Kopftuch oder einen Hidschab zu tragen, war für uns alle damals genau das: lachhaft. Doch am Ende des 20. Jahrhunderts ist diese seltsame Vorstellung zur Realität geworden. Und damit verbunden war ein fundamentaler Wandel all jener Gewohnheiten, Überzeugungen und Ausübungen des Islams, die meine Generation gekannt hatte.
    Diese Veränderungen waren die Folge des Einflusses einiger mächtiger politischer lokaler wie globaler Kräfte. Gruppen wie die Muslimbrüder, die einen politischen Islam vertraten, machten in den 1950ern nur eine marginale Minderheit aus.
    Ab den 1960er Jahren wuchsen sie indes zu einer großen Gruppe heran, die rasant an Macht gewann – vor allem wegen der finanziellen Unterstützung aus Ländern wie Saudi-Arabien. Zudem profitierten sie von der indirekten Unterstützung durch die USA, die in jener Zeit verschiedenen Gruppen dabei halfen, einen militanten Islam im Mittleren Osten zu verbreiten. Damit wollten die Amerikaner eine Art Bollwerk gegen das “gottlose Imperium” der Sowjetunion errichten.”

  13. Günter Buchholz sagt:

    Es gibt den einen Koran, mit Scharia etc. Das ist der Kern der Sache, um die es geht.
    Und es gibt eine bekannte Geschichte von 1400 Jahren, sowie aktuelle Erfahrungen.
    Dass die Lebensverhältnisse und religiösen Praxen in den verschiedenen muslimischen Ländern sich unterscheiden, das ist unstrittig und so zu erwarten. Und? Was bedeutet das? Dass Koran etc. relativiert würden? Keineswegs.

    Ich beziehe mich im übrigen auf Tilman Nagel:
    http://www.amazon.de/Angst-vor-Allah-Auseinandersetzungen-Islam/dp/3428143736

  14. Günter Buchholz sagt:

    Es geht mir darum, die Islamophilie als unbegründet und fragwürdig zurückzuweisen. Toleranz gegenüber der Intoleranz ist gleichbedeutend mit Unterwerfung, und Unterwerfung ist die Bedeutung von Islam. Das ist mit mir nicht zu machen, auch wenn das den Dhimmis hier nicht paßt.

    Ich möchte hier zusätzlich auf folgenden Artikel hinweisen:

    http://www.theeuropean.de/roger-koeppel–8/10867-terrorismus-und-migration

    • fakeraol sagt:

      > “Toleranz gegenüber der Intoleranz ist … mit mir nicht zu machen …”

      Großartige Erkenntnis. Dann fangen Sie mal damit an, ihre intolerante, plastt pauschalisierende Haltung zu überdenken.

      > “Ich möchte hier zusätzlich auf folgenden Artikel hinweisen:”

      Au ja! Roger Köppel, Chefredakteur der schweizer Bild-Zeitung, immer ganz vorn mit dabei, wenn es um rechtsaußen-Parolen geht, Idol der rechten Scene in Deutschland, das ist der richtige Kronzeuge für Sie.

      • Günter Buchholz sagt:

        an: fakeraol
        Sie gehören nicht zufällig zu den Leuten, denen zur Sache nichts einfällt, aber meinen, Meckern sei ein Argument, oder? Und Sie wissen auch nicht, dass es nicht darauf ankommt, wer etwas sagt, sondern was jemand sagt? Wenn Köppel etwas geschrieben hat, was falsch ist, dann benennen und begründen Sie das – wenn Sie´s können. Wenn nicht, dann hat Köppel ihnen gegenüber recht.

        • fakeraol sagt:

          Erste Zwischenüberschrift, zweiter Satz:
          > “Aus Gründen, die uns nicht näher zu interessieren brauchen, ist diese Religion besonders gefährdet, von todessüchtigen Fanatikern und Verrückten missbraucht zu werden.”

          So so, Gründe brauchen uns also nicht zu interessieren. Weil wir dem Herrn Köppel ja vertrauen können und der die Gründe schon wissen wird, nur nennen will er sie uns halt nicht.
          Aber wenn der Herr Köppel das sagt, muß der ja ein kluger Mann sein, und dann wird das schon so stimmen, daß es am Islam liegt. Also weiter, da der Islam jetzt schuld ist, ohne daß wir wissen, warum eigentlich, brauchen wir uns auch keine Gedanken mehr über eventuelle Unterstützung von Radikalen durch z.B. die USA zwecks Stellvertreterkrieg z.B. in Afghanistan gegen die SU machen, denn sonst könnten uns ja doch schon Zweifel kommen an der singulären Erklärung des Herrn Köppel.

          Aus Gründen, die uns nicht näher interessieren brauchen, neigen ja auch Juden seit ca. 1933 zu scharfer Ablehnung bis hin zu Hass auf Springerstiefel tragende, kahlgeschorene Deutsche. Muß wohl auch in deren Natur und ihrer Religion liegen..

  15. VULGATA sagt:

    So viele Worte. Der moderne Europäer darf nicht mehr zugeben, daß die Gene die Religion machen.
    Der Asiate kann sich also assimilieren, der Orientale nicht? Und der Afrikaner, in Millionenstärke unterwegs?
    Der Islam wird richtig gesehen, und der Islam könnte auch aufgegeben werden. Aber die Ungleichheiten in den Kulturräumen können es nicht.
    Assimilation funktioniert so nicht. Die Schwäche der Moderne spricht dagegen.
    Die Schwachen finden auch in diesem Kommentarbereich ihre Schlagworte, anstatt richtig denken und argumentieren zu lernen. Der moderne Europäer hat weniger im Hirn, als der letzte Taliban in der Hose.
    Eine Sache bringt dieser Artikel auf den Punkt: eine Diskussion kann überhaupt nicht stattfinden. Vitalität trifft Blindheit – worüber sollten sie reden?
    Der Islam muß nur abwarten…

  16. Günter Buchholz sagt:

    Unsinn. Gene haben mit Religion schlechthin gar nichts zu tun.
    Religion ist ein rein soziokulturelles Phänomen. –
    Sie sollten, bevor Sie über Gene schreiben, sich erst einmal mit den Biowissenschaften befassen. Vielleicht wäre das Buch von Axel Meyer “Adams Apfel und Evas Erbe” München 2015, ein geeigneter Einstieg. –
    Ob Integration möglich ist oder nicht, das hat viel mit der Art der kulturellen Differenzen zu tun. Die vietnamesischen boat people konnten trotz ihrer buddhistischen Tradition problemlos integriert werden, und zwar m. W. ohne irgendwelche Probleme.
    Problematisch ist mit empirischer Evidenz der im Koran normierte Islam, aber nicht als innerliche Religiosität, sondern als soziopolitische Doktrin bzw. als Ideologie mit universellem Geltungsanspruch, also als politischer Islam, und dieser bekämpft das kapitalistische Weltsystem (Djihad), aber: von rechts, eindeutig von rechts.

  17. Günter Buchholz sagt:

    Jennifer Nathalie Pyka schreibt, wie ich finde, ebenso treffend wie witzig-ironisch, folgendes zum Thema:

    “Der Islam schmollt, verteidigt seine Ehre und gibt anderen die Schuld”:

    http://www.achgut.com/artikel/der_islam_sitzt_schmollend_in_der_ecke_verteidigt_seine_ehre_und_gibt_ander

    • fakeraol sagt:

      Der Beitrag ist ungefähr so sinnvoll, wie wenn das Wetter analysiert werden soll und jemand einen Dichter zitiert: “Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, ….”

      Jede Menge Prosa, gespickt mit impliziten Vorurteilen, für die es weder eine Erklärung noch eine Rechtfertigung gibt.

      Broders achgut ist ja auch erste Adresse für differenzierte, um eine neutrale Betrachtungsweise bemühte Beiträge. *Vorischt, Ironie!*

  18. Ute Plass sagt:

    Aufschlussreich u. bereichernd für die hier stattfindende Diskussion:

    Muslimische Erneuerung
    “Der Islam ist wirklich ein Gespenst geworden – und ein Monster.”

    http://www.deutschlandfunk.de/muslimische-erneuerung-der-islam-ist-wirklich-ein-gespenst.886.de.html?dram:article_id=351204

  19. la trolle sagt:

    Die Kölner Gang Banger sind vermutlich kein ortsansässiger Karnevalsverein, sondern ausländische Mitbürger, die sich am 31.12.2015 einen Spaß der ethnisch besonderen Art gegönnt haben. Nachdem in der Nacht von Silvester auf Neujahr männliche Menschen mit Migrationshintergrund in und um den Kölner Bahnhof herum in großen Gruppen Kesseltreibjagden auf junge Frauen veranstalteten, gab es selbstverständlich keine Schlagzeile: “Köln – Hamburg – Stuttgart: Nordafrikanische Horden jagen deutsche Frauen”. Und das ist auch gut so, denn weder spielt es eine Rolle, ob es sich bei den Tätern um Touristen, Flüchtlinge oder degenerierte Kinder einheimischer Migranten handelt, noch waren nur deutsche Frauen betroffen, sondern Frauen an sich, und auch Männer, die bestohlen wurden. Entscheidend ist etwas anderes, nämlich der soziokulturelle Gesichtspunkt.
    Damit das keiner merkt, hat das eigenmächtige deutschenfeindliche Gutmenschenestablishment unverzüglich nachdem die Brisanz der Vorfälle deutlich wurde die regimetreuen Meinungsbildhauer aus Intelligenzia, Forschung, Lehre und Medien zusammengerufen und die Zielvorgabe aufgestellt: Nehmt aus dieser unzeitigen und wahlkampfschädlichen Geschichte das ausländische Element raus! Was die Meinungsmanipulationsfachleute daraus gemacht haben, ist tatsächlich hörens- und sehenswert. Nachdem der große nationale Meinungskonfektionierer im Verbund der deutschen Leitmedien angeworfen wurde, häckselte er die Fakten – unter Federführung von WDR, mdr und vor allem (wieder mal) Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk und SWR – solange, bis nur noch das übrig blieb, was die etablierten deutschen Parteien vorgegeben hatten: Gewalt gegen Frauen. Ganz pauschal und undifferenziert.
    Die taz stellte sogar klar: Deutsche Männer tun das doch auch, wo also ist das Problem? Den politischen KorrektorInnen von der taz sei gesagt: Das Problem ist die – am Rande bemerkt für “deutsche Männer” untypische – Vorgehensweise und ihr Ursprung. Die Rudelbildung, die Einkesselung und die selbstverständliche Betrachtung von Frauen als sexuelles Freiwild ist eine typische und jahrzehntealte Freizeitbeschäftigung vieler junger Männer in nordafrikanischen Großstädten, z.B. in Kairo. Dieses soziokulturelle Phänomen tritt aber auch in den Großstädten anderer Länder auf, z.B. Indien, Bangladesh, Türkei, Südafrika, und logischerweise sind hauptsächlich die einheimischen Frauen die Leidtragenden. Das soziokulturelle Phänomen hat sich in Großstädten festgesetzt, weil dort anonyme Zusammenrottungen möglich sind. Es hat sich in Ländern entwickelt, die eine patriarchalische Kultur und ein frauenfeindliches Rechtssystem mit kapitalistischem Hedonismus und einer männlich dominierten und korrupten Polizei kombinieren.
    Bei der männlichen Kesseltreibjagd auf Frauen handelt es sich also um ein soziokulturelles Verhaltensmuster, das die migrantischen Täter in ihren Herkunftsländern oder in ihren homogenen, schlecht integrierten Familien- und Bekanntschaftsstrukturen in Deutschland erworben haben. Es handelt sich mithin um eine der vielen kulturellen Eigenheiten, mit denen Migranten unser Land bereichern.
    Vermutlich gehen auch die taz-redakteurinnen ab und an zum Friseur. Und wissen von daher, dass die Saloninhaberinnen gerne darüber klagen, dass sie keine Fachkräfte bekommen. Da kommen die qualifizierten Flüchtlinge gerade recht, die zuvor, sagen wir mal Baschar al Assad gerne die Haare schnitten, als dieser noch großzügig Trinkgeld gab anstatt Einberufungsbescheide zu verteilen. Kuckucksmigranten. Denn sie sind die stärkeren Wettbewerber und ersetzen die bisherigen Fachkräfte aus der vierten Generation jener, die ursprünglich als Gastarbeiter nach Deutschland kamen und deren Urenkel sich die “Konditionen” im deutschen Friseurhandwerk nicht mehr bieten lassen wollen.
    Jedoch – wo die taz recht hat, da hat die taz recht: Es gibt in Deutschland jede Menge ethnisch Deutsche, die sich schwer tun mit der Anerkennung grundsätzlicher, allgemeingültiger Wertvorstellungen hierzulande. Genau das aber ist ein Grund mehr nicht auch noch zusätzliche Belastungen für die Gesellschaft zu importieren. Daher: kein Kriminalitätsimport; kein Import infantiler Versorgungsmentalität; kein Import inkompatibler Sitten und Gebräuche; kein Import rechtswidriger Rechtsvorstellungen; kein Import wirtschaftlicher und sozialer Versorgungslasten; kein Import von Arbeitsmarktkonkurrenz. Davon haben wir bereits mehr als genug.
    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass wir als Gastgeber die Migranten zu integrieren oder gar zu erziehen hätten. Umgekehrt wird ein Handkuß daraus: Diejenigen, die hier Gastrecht in Anspruch nehmen wollen, müssen sich bereits in ihrem Herkunftsland die Wertvorstellungen aneignen, die hier gelten. Damit sind nicht die paar politisch Verfolgten im Sinne des Asylrechts gemeint, die nach Deutschland kommen. Das sind so wenige – die echten Asylbewerber sozusagen -, dass deren Aufnahme so oder so kein Problem darstellt. Politisch Verfolgte zeichnen sich im Übrigen dadurch aus, dass sie reflektierte und engagierte Menschen sind, die es in fast allen Fällen kaum erwarten können in ihre Heimatländer zurückzukehren (um dort an einem politischen Neubeginn mitzuwirken) und das sogar noch nach Jahrzehnten im Exil. Klar ist auch, dass die “Willkommenskultur” nur für diese individuell Verfolgten gilt.
    Alle anderen sind geduldete Gäste auf Zeit, die sich auch so zu benehmen haben, denn sobald die Hinderungsgründe wegfallen, haben sie ohne Wenn und Aber in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Wer nur vorübergehend einer pauschalen Gefahr ausgesetzt ist, der hat auch nur vorübergehend Anspruch auf Schutz.
    Wir werden all jenen Syrern und Syrerinnen, die für die Freie Syrische Armee oder die YPG kämpfen, anbieten ihre Kinder nach Deutschland in Sicherheit zu bringen und hier für die Dauer der Kampfhandlungen betreuen. Wir werden all jenen Syrern und Syrerinnen, die für die Freie Syrische Armee oder die YPG kämpfen, anbieten ihre gebrechlichen Eltern in Anrainerstaaten Syriens in Sicherheit zu bringen und dort für die Dauer der Kampfhandlungen die medizinische und soziale Betreuung gewährleisten.
    Wir werden die “Stellschrauben” in der Asylpolitik etwas anders drehen:
    – Jede/r, der/die politisches Asyl beantragt, hat eine Aufenthaltsbelehrung zu unterschreiben, in der ihm/ihr klar gemacht wird, dass er/sie unverzüglich abgeschoben wird, wenn das Vorliegen einer politischen Verfolgung nicht festgestellt wird.
    – Jede/r, der/die politisches Asyl beantragt, erhält unverzüglich eine Arbeitserlaubnis.
    – Jede/r Asylbewerber/in hat 15% Solidaritätsabgabe auf sein/ihr Monatseinkommen zu bezahlen. Die Einnahmen werden für den Aufbau basisdemokratischer Strukturen in den Herkunftsländern verwendet. Damit soll der Tatsache entgegengewirkt werden, dass “Flüchtlinge” vor allem deswegen in Länder mit starken internationalen Währungen drängen, weil sie dort im Hinblick auf die Kaufkraft in ihren Herkunftsländern ein Vielfaches von dem verdienen was Einheimische in Bezug auf die Kaufkraft im eigenen Land verdienen: Ein Asylbewerber, der in Deutschland 1.000 Euro netto im Monat verdient, hat mit diesem Betrag unter Umständen eine Kaufkraft von 10.000 Euro und mehr in seinem Herkunftsland. Dieses Kaufkraftgefälle wird der überwiegende Teil der “Flüchtlinge” nutzen, um in den Herkunftsländern in Clanwirtschaft und hedonistischen Kapitalismus zu investieren.

    Mehr als 90% der “Flüchtlinge”, die in Deutschland ankommen, könnte Deutschland rechtskonform und postwendend wieder abschieben in die sicheren Erstaufnahmeländer aus denen sie kommen. Genfer Flüchtlingskonvention hin, Kinderkulleraugen her. Dass dies nicht geschieht, bedeutet folgendes: Die “Flüchtlingskrise” in Deutschland ist vom deutschen politischen Establishment vorsätzlich in Kauf genommen worden, um sie gegen das eigene Volk zu instrumentalisieren. Eine Steilvorlage für die Verschwörungstheoretiker, die behaupten, dass die herrschenden Eliten das unbotmäßige einheimische Volk durch ein “dankbares” und willfähriges Migrantenvolk ersetzen wollen.
    Nicht einmal die syrischen Kriegsflüchtlinge selbst würden auf die Idee kommen zu behaupten, dass sie in den Flüchtlingslagern in Jordanien, Libanon oder der Türkei kriegerischen Handlungen ausgesetzt gewesen wären. In den Lagern im Libanon zieht es, es ist kalt, es mangelt an Hygiene und medizinischer Versorgung. Aber hallo, das ist ja fast so schlimm wie in dem Schwellenland Berlin, wo Flüchtlinge in dieser Winterszeit in Parks übernachten müssen und von Pontius zu Pilatus geschickt werden, um die falschen Medikamente zu bekommen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind für Essen anzustehen, das sie nicht vertragen, um dann in langen Schlangen vor dauerbesetzten Toiletten zu warten. Diese Flüchtlinge haben sich für Deutschland entschieden, weil Gastfreundschaft für sie eine große Rolle spielt: “Frau Merkel hat uns eingeladen.” Frau Merkel, das ist übrigens jene Frau für die es bis 2010 in Ordnung ging (wie zuvor schon für Herrn Schröder und seinen Steinmeier), dass “Terrorverdächtige” im hoheitlichen Gewahrsam der westlichen Wertegemeinschaft NATO nach Syrien gebracht wurden, wo sie von hochspezialisierten Interviewtechnikern des Assad-Regimes völlig frei von irgendwelchen Menschenrechtskonventionen intensiven Befragungen unterzogen wurden.
    Und dazu ein Schlußwort an die Feuilletonisten, die im Auftrag des Establishments den Begriff “Schutzsuchende” erfunden haben: Jemanden, der 2000 Kilometer vom Krisenherd entfernt einen Platz im vermeintlich gemachten Nest einnehmen will, als “Schutzsuchenden” zu bezeichnen, ist einfach nur lächerlich.
    Kaum ausgesprochen, schon haben die staatstragenden Propagandisten die Etikettierung geändert: Die “Schutzsuchenden” von gestern heißen heute “Geflüchtete”. Das hört sich nicht nur jungfräulich neu an, sondern auch schicksalsträchtig, wobei man sich allerdings klar darüber werden sollte, dass mit der Bezeichnung nicht Theo Müller oder Franz Beckenbauer gemeint sind, also nicht diejenigen, die vor steuerlicher Veranlagung “Geflüchtete” sind. Als Label von morgen ist wahrscheinlich schon die Bezeichnung “Entwurzelte” in der digitalen Pipeline der medialen Scheinfärber. Das hat was Schicksalsmächtiges, so von wegen “Mein Freund der Baum” und so. Man sollte sich allerdings darüber klar werden, dass die Multikulti-Wir haben Zeit und Geld-Kosmopoliten damit nicht die ehemals bei Opel, Nokia und Schlecker Beschäftigten meinen, also nicht diejenigen, die von Entlassungswellen “Entwurzelte” sind.

    Wir – und damit ist die Bevölkerungsmehrheit in ihrer begründeten Entscheidung gemeint, unabhängig von allen Meinungsmanipulationsversuchen à la ARD-Deutschlandtrend & Co. – brauchen die “Flüchtlinge” hier nicht.
    Sie bezweifeln das? Dann lassen Sie uns die Probe aufs Exempel machen, lassen Sie zu diesem Thema eine Volksabstimmung durchführen. Danach wissen Sie genau, wieviele der BürgerInnen wofür sind, und wir müssen mit unseren Steuergeldern bzw. Gebühren nicht weiterhin die spekulativen und selektiven Tendenzumfragen und Gefälligkeitstudien der von Ihnen beauftragten Wissenschaftssöldner bezahlen. Wie war das nochmal: Die CDU “stürzt in der Wählergunst ab”, weil die Wähler mit der Willkommenskultur Merkels nicht einverstanden seien, aber zugleich legen die “Grünen” zu? Was soll frau sagen zu solch offensichtlich getürkten Umfragen, die eigentlich getarnte Wahlempfehlungen sind?
    Übrigens: Selbstverständlich kennt das Asylrecht eine Obergrenze. So wie jedes andere Recht auch. Und zwar spätestens dann, wenn die weitere Inanspruchnahme des Rechts für den Rechtsgeber selbstzerstörerisch werden würde. Wenn Sankt Martin dem ersten Obdachlosen die Hälfte seines Mantels gibt, dann erfrieren beide nicht. Hoffentlich. Was aber gibt Sankt Martin dem nächsten Obdachlosen?
    “Wir schaffen das!” Von wegen: Die Führer und Lenker eines mit 3 Billionen Euro verschuldeten Staates haben seit Jahrzehnten nichts “geschafft”, das zeigt ja bereits der mit sozialverträglichen Mitteln nicht zu beseitigende Schuldenstand, der wesentlich dazu hervorgerufen wurde, um dem oberen Drittel der Bevölkerung einen vom Rest der Bevölkerung völlig abgehobenen Ressourcenvorteil und Vermögensstatus zu verschaffen. Und warum sind fast alle “ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer” entweder staatlich subventioniert frühpensionierte Lehrerinnen, Landwirte mit ererbtem Großgrundbesitz, Meister mit ererbtem Handwerksbetrieb oder Besserverdienende aus der kosmopolitischen Werbebranche, die mit Steuergeldern Kampagnen entwickeln für eine bessere Akzeptanz der Flüchtlinge in der Gesellschaft? Leute, die obwohl sie vermutlich nüchtern sind, Sätze von sich geben wie: “Ich verstehe nicht, wie jemand in Deutschland AfD wählen kann, wo es uns hier doch so gut geht.” Ja, die haben wirklich was nicht verstanden, vor allem das mit dem Reflexivpronomen nicht.
    Von der finanziellen und logistischen Seite mal abgesehen – wie sollen wir gesellschaftspolitisch verträglich all die Rassisten, Faschisten, Herrenmenschen, Frauenunterdrücker, Kinderprügler, Religionsfanatiker, Voodoo-Gläubigen, Mädchen- und Jungenbeschneider, Schafschächter und Clangerichtsherren integrieren, die zusammen mit den gutbürgerlichen Migranten zu uns kommen? Warum sollte ein tolerantes Land intolerante Migranten aufnehmen?
    Wir brauchen die “Flüchtlinge” hier nicht, allen staatlich-statistischen Lügen vom “Fachkräftemangel” und der “Vergreisung der Bevölkerung” zum Trotz. Wie war das noch mal: “Deutschland hat immer weniger Kinder” und deswegen “brauchen wir die Kinder der Zuwanderer”. Also wie jetzt: Wir brauchen die hohe “Reproduktionsrate” der Migranten für unsere Zukunft, das Establishment ist aber seit Jahrzehnten weder fähig noch willens für die Hälfte der einheimischen Bevölkerung eine angemessene Versorgungsinfrastruktur zu schaffen, geschweige denn für Millionen Zuwanderer und künftige “Mitbürger”?
    Nein, wir brauchen diese Leute hier nicht. Im Gegenteil, diese Leute werden dringend in ihren Herkunftsländern gebraucht.
    Frau Merkel, was tun Sie gegen den Mangel an Bauingenieuren in den befreiten Gebieten Syriens und des Irak? Frau Schwesig, was tun Sie gegen den Mangel an Heimpflegefachpersonal in Marokko? Frau Peter, was tun Sie gegen den Ärztemangel in Rumänien?
    Die “Willkommenskultur” ist nicht für Menschen gedacht, die lieber den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands wählen anstatt gegen die Zustände in ihren Herkunftsländern anzugehen, die Strukturen dort basisdemokratisch zu reformieren, die Gesellschaften dort basisdemokratisch neu aufzubauen.
    Das soll nicht darüber hinweg täuschen, dass auch “Deutsche” verantwortlich sind für das Desaster in Sachen ‘Rechtssicherheit im öffentlichen Raum’, das sich da in Köln abgespielt hat. So zum Beispiel das politische Establishment in den Landesregierungen insbesondere von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, das Zehntausende von Flüchtlingen unregistriert oder falsch registriert durch die Lande ziehen und abtauchen läßt.
    – Ein politisches Establishment, das an seiner “weltoffenen Migrationspolitik” festhält, wie es ihm von den deutschen Wirtschaftsbossen befohlen und von den deutschen Gewerkschaftsbonzen abgenickt wurde, und dem staunenden Fernsehpublikum folgende Aussage präsentiert: ‘Das mit diesen nordafrikanischen Straftätern – die leben doch seit Jahren hier, hat doch nichts mit den Flüchtlingen zu tun, die heute kommen.’ Ach nein? Wie sind denn die “nordafrikanischen Straftäter” vor Jahren ins Land gekommen? Doch nicht etwa als “Flüchtlinge” – Entschuldigung: als Schutzsuchende? Also als Berufskriminelle, die in Deutschland Schutz suchen vor der berechtigten Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaften in ihren Herkunftsländern.
    – Ein politisches Establishment, das sich seit Jahren von Staaten wie z.B. Tunesien auf der Nase herumtanzen läßt. Die tunesische Regierung weigert sich schlicht und einfach tunesische Staatsbürger, die rechtskräftig aus Deutschland abgeschoben werden müßten, zurückzunehmen. Ein interessanter Sachverhalt, wenn man sich die Mühe macht, an Vergleichbares zu erinnern: Als die vereinigten Regime der Europäischen Union mehreren zentralafrikanischen Staaten die europäische Agrarexportpolitik aufzwingen wollten, weigerten sich einige dieser Staaten ihre “Märkte zu öffnen”, weil ihnen klar war, dass dadurch funktionierende Binnenmarktbranchen zerstört werden würden. Daraufhin haben die vereinigten Regime der EU eine legislative Strafexpedition gegen diese Länder durchgeführt und Investitionssperren und Strafzölle verhängt. (Am Rande gefragt: Haben auch Sie einen lukrativen Job in der so “erfolgreichen” deutschen Exportwirtschaft, die bei so vielen “Handelspartnern” die Binnenwirtschaft schädigt und dadurch hunderttausende Menschen als Armutsflüchtlinge aus den betroffenen Ländern treibt?).
    – Ein politisches Establishment, das nichts unversucht läßt, die Residenzpflicht von Flüchtlingen aufzuweichen bzw. abzuschaffen, und dadurch der Polizei eine weitere Handhabe nimmt, gegen solche Zusammenrottungen vorzugehen. Das Scheitern der Polizei in Köln hatte nichts mit “zuwenig Polizisten” zu tun, sondern mit abtrainierter Entschlossenheit und nie gelernten durchgreifenden Einsatztaktiken.
    – Ein politisches Establishment, das über seine Gesetzgebung, seine Vorgaben zur Ausbildung von Funktionsträgern und über seine Medien massiv darauf hinwirkt, dass migrantische Straftäter mit Samthandschuhen angefaßt werden, weil Polizisten und Staatsanwälte anderenfalls befürchten müssen als Ausländerfeinde beurteilt und von der “Zivilgesellschaft” ausgegrenzt zu werden. Eine “Bildungspolitik”, die z.B. dazu führt, dass Kölner Polizisten zuschauen und sich die Eier kraulen, wenn “feiernde” migrantische Jugendliche Feuerwerksraketen gezielt in Menschenmengen abschießen. Deutschland im Blaulicht. Hätte es sich jedoch um eine friedliche Demonstration patriotischer Einheimischer gehandelt – Entschuldigung: hätte es sich jedoch um einen irritierenden Aufmarsch geistig brandstiftender Rechtsradikaler gehandelt, so hätte die Polizei unverzüglich selbst einen Kessel gebildet und niemanden ohne vorherige erkennungsdienstliche Behandlung rausgelassen: “Bei einer Fortsetzung des genehmigten Aufzuges hätte die Sicherheit der Teilnehmer nicht gewährleistet werden können.”
    Wenn das “Gegenüber” friedlich ist oder als unterlegen eingeschätzt wird, dann erst wird der von der multikulturellen und beliebigkeitstoleranten obrigkeitlichen Didaktik weichgespülte deutsche Büttel mutig und greift mit der ganzen Härte des rechtsstaatlichen Schlagstocks und Polizeihundes durch.
    – Ein politisches Establishment, das im ideologischen Schulterschluss mit den Inhabern der deutschen Systemmedien und den sogenannten Intellektuellen die “politische Korrektheit” flächendeckend als Informationssystem und Wertungsprinzip durchgesetzt hat, um Fakten, die für das Establishment unangenehm sind, zu verschweigen oder wenigstens zu verschleiern. Lügenpack-Kultur. Was konkret dazu führt, dass z.B. ein leitender Polizeibeamter in Köln die Information nicht an die Öffentlichkeit weitergibt, dass der größte Teil der Tatverdächtigen Migranten sind. Was konkret dazu führt, dass z.B. Vertreter der Kirchen und andere Profiteure aus der deutschen Sozialmarktwirtschaft bis jetzt verbreiten, dass es doch gar nicht nachgewiesen sei, dass die Täter Migranten sind. Und so stellen die humanitätsduselnden Gutmenschen des Flüchtlingshelfersyndikats die Opfer der Silvesternacht, also jene Frauen, die massive sexuelle Gewalt erlitten und die Täter anhand ihres Aussehens und ihrer Sprache sehr wohl als Ausländer identifizieren konnten, als Lügnerinnen dar.
    – Ein politisches Establishment, das zum Wohle des Volkes nur dann handelt, wenn es vom Volke dazu gezwungen wird. Unter diesen Umständen ist es noch nicht einmal der Rede wert, dass der zuständige Frühstücksdirektor – Entschuldigung: der zuständige Polizeipräsident abserviert wurde. Von eben jenen Politikern, die ihm den Posten zugeschanzt hatten, nun aber darauf hoffen, dass diese jämmerliche Opfergabe an den Volkszorn selbigen von den politisch Verantwortlichen ablenken wird.
    – Ein politisches Establishment, das sich weigert, an den Schulen Selbstverteidigungssportarten zum Pflichtfach zu machen, weil es behauptet, dies würde zu einer “Paramilitarisierung” der SchülerInnen führen. Und – in dieser Hinsicht hat das Establishment allerdings recht – weil das nicht umsetzbar wäre, schließlich fällt bundesweit jede Menge Sportunterricht aus, weil Flüchtlinge in Sporthallen untergebracht sind.
    – Ein politisches Establishment, das über seine Medienmacht und seine Verwaltungssprachrohre keine Gelegenheit ausläßt, die BürgerInnen vor Zivilcourage gegen migrantische Straftäter zu warnen, mit der klaren Botschaft, dass dieser “deutsche” Staat sofort prüfen wird, ob er z.B. eine Bürgerin, die sich gegen migrantische Straftäter zur Wehr setzt bzw. deren Opfern zur Hilfe kommt, als “rechts” oder gar “rechtsextrem” darstellen kann.
    – Ein politisches Establishment und seine ebenso untertänigen wie unfähigen Polizeiführungen, die nicht einmal mehr mit einer gar nicht so ungewöhnlichen Großlage ‘Landfriedensbruch’ umgehen können (wollen). Was sie bereits vor dem Auftritt der Kölner Gang Banger eindrucksvoll – insbesondere in Baden-Württemberg – z.B. bei verschiedenen kurdischen “Solidaritätskundgebungen” unter Beweis gestellt haben.
    – Nicht zuletzt ein politisches Establishment und seine ebenso untertänigen wie unfähigen Polizeiführungen, die allen Ernstes behaupten eine verstärkte Videoüberwachung am ohnehin bereits videoüberwachten Kölner Bahnhof wäre eine “geeignete Maßnahme”, wohlwissend, dass solche Täter sich davon nicht abschrecken lassen und die Methode der Einkesselung gerade den Zweck hat, die wechselnden Tatorte nach aussen abzuschirmen und eine Zuordnung der Tatbeiträge zu den jeweiligen Tätern unmöglich zu machen. Mit solch billigen Primitivvorschlägen verarscht das politische Establishment mündlich die Opfer der Silvesternacht, die von den Kölner Gang Bangern doch bereits händisch verarscht wurden.

    Dabei ist der Kölner Gang Bang nur ein Vorgeschmack dessen, was Deutschland bevorsteht wenn der Flüchtlingsansturm nicht beendet wird und die bereits Eingereisten nicht unverzüglich wieder abgeschoben werden. Die inkompatible Migration setzt die Mehrheit der Einheimischen in Deutschland, die im Gegensatz zum Establishment nicht auf üppigen Wohlstandsinseln untergebracht ist, massiv unter Druck. Druck: Rechtlich, sozial, finanziell. Perspektive: Entrechtet, im eigenen Land ausgegrenzt, verarmt. Einerseits wird ein Verdrängungsprozess um die Versorgung der einheimischen Mittel- und Unterschicht mit den Abfällen des etablierten Wohlstandes stattfinden, worauf die betroffenen Einheimischen mit zunehmender Aggressivität reagieren werden. Andererseits werden viele der zusätzlichen “Neubürger” beim Umschichten des ohnehin nicht Ausreichenden auf der Strecke bleiben und ihrerseits mit der Ressource antworten, über die sie im Überfluss verfügen: Gewaltbereitschaft – gerne angefeuert von Möchtegern-Despoten, die Menschen schächten oder Domspatzen vögeln oder stets ein Häppchen Crystal Meth bei sich tragen. Oder Captagon.
    Es spricht ein Herr Professor: ‘Deutschland kann ohne weiteres eine große Zahl an Flüchtlingen unterbringen. In Ostdeutschland (Mitteldeutschland) stehen jede Menge Immobilien leer.’ Dass Ihnen das überhaupt bekannt ist, Herr Professor, in Ihrem staatlich subventionierten dienstlichen Elfenbeinturm und in Ihrer staatlich alimentierten, mit Hauswirtschafterin ausgestatteten premiumsanierten Altstadtaltbauwohnung so fernab jeder Alltagswirklichkeit eines Normalbürgers. Offensichtlich aber haben Sie nicht mitgekriegt, warum die Häuser dort leerstehen: Die Einheimischen sind weggezogen, weil die westliche Marktwirtschaftsdampfwalze die Arbeitsplätze in der Gegend platt gemacht hat und – wesentlich schlimmer – nicht für Ersatz gesorgt hat. Was also wollen Sie dort mit Flüchtlingen, die dann zwar ein Dach über dem Kopf hätten, aber – wie auch die Einheimischen – immer noch keine Arbeit?
    Es spricht ein weiterer Herr Professor: ‘Die Politik führt den Staat derzeit ohne Not in eine Krise. Über Jahre hinweg wurde die öffentliche Verwaltung finanziell und personell geschwächt. Aber nur ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst kann die Flüchtlingskrise bewältigen.’ Ein wunderbar intellektuelles Beispiel dafür, wie die Vordenker und Propagandisten des Establishments Ursache und Folge umkehren. Zuerst wird die Flüchtlingskrise vom elitären, technokratischen Staat verursacht und dann wird behauptet diese Krise könne nur bewältigt werden, indem die Krise “Aufgeblähter Staatsverwaltungsapparat” dagegen gesetzt wird. Krisen mit Krisen lösen. Es sollen dafür ausgerechnet Leute eingesetzt werden, die sich “Staatsdiener” nennen; die damit ihr Selbstverständnis zum Ausdruck bringen, dass es ihre Aufgabe ist, als Hilfskräfte des Staates gegen die einheimische Bevölkerung zu arbeiten. Wenn es anders wäre, würden sie sich Volksdiener nennen.
    Die selbsternannten Eliten haben keine Lösungen für die Krisen, die sie herbeiführen. Aber sie nutzen die Gelegenheiten. Sie bezeichnen uns als “Pack” und “Pöbel” und sind doch selbst diejenigen, die die Macht usurpiert haben und seit Jahren auf Landes- und Bundesebene mit einer “Zustimmung” von weniger als 50% der Wahlberechtigten regieren. Selbstverständlich ist ein Staat, in dem politische Minderheiten der Bevölkerungsmehrheit befehlen, was sie zu tun und zu lassen hat, ein autoritärer Staat.
    “Die christlichen Kirchen” in Deutschland nennen uns Antichristen und haben eine klare Botschaft im Namen Christi an die Besucherinnen der Kölner Innenstadt: ‘Wenn dir einer an die linke Backe greift, dann halte ihm auch die rechte hin.’ Lasst mal alle Sexe gerade sein, Mädels. Diese exotischen Jungs sind irgendwie so neben der Spur wegen dem culture clash, den sie erleiden, dass sie sich nicht mehr zusammenreißen können, vor allem wenn sie plötzlich vor einem so reichhaltigen Frischfleischangebot stehen. Gönnt denen doch auch mal was. Ein kurzer Ausflug in die institutionalisierte arabische und afrikanische Sexualkultur: Wer als Mann(!) z.B. in Ägypten, Syrien, Irak oder Zentralafrika von der Polizei festgenommen wird oder in militärische Gefangenschaft gerät, der hat ein Risiko von 30% und höher vergewaltigt zu werden (in der Regel mit Gegenständen wie Schlagstöcken oder Gewehrläufen) oder genital verstümmelt zu werden (in der Regel mit Messern oder Stromschlägen).
    Es spricht der Kulturphilosoph: Die Kultur einer Gesellschaft entwickelt sich aus dem gemeinschaftsprägenden Sozialkonsens der aufeinander folgenden Generationen.
    Es spricht der Gutmensch von Bündnis 90/Die Grünen: ‘Wir müssen die Lufthansa-Flotte chartern und sämtliche Elendsviertel dieser Welt evakuieren und die Schutzbedürftigen dort nach Deutschland bringen. Die Menschen in diesen Slums leben unter menschenverachtenden Bedingungen und einem solchen Verstoß gegen die Menschenwürde können wir in Deutschland nicht tatenlos zusehen.’
    Zwischenruf der Völker: Syrien den Syrern! Deutschland den Deutschen! Syrien den Einheimischen! Deutschland den Einheimischen!
    Die Gesellschaft endangered-spezis-cia.ziv.org ist da allerdings anderer Ansicht: Sie hat in Kooperation mit Bündnis90/Die Grünen den Antrag bei der UNESCO gestellt Syrien zum weltweit anerkannten Biospährenhabitat zu erklären, sobald Syrien entvölkert ist. Damit sich dort Flora und Fauna ungestört ausbreiten können.
    Es spricht noch ein Herr Professor im böswilligen Trio der akademischen Volksverarscher: ‘Die Flüchtlingsaufnahme ist ein gigantisches Konjunkturprogramm für Deutschland. Was die alles konsumieren bei Aldi, Lidl und den anderen Abfütterern! Und die Bau-, Hotel- und Immobilienwirtschaft erst! Wie die absahnen!’ Da gerät der Herr Professor geradezu ins Schwärmen über seine ‘wissenschaftlich begründete’ Feststellung, die letztendlich soviel bedeutet wie: Der Krieg in Syrien ist ein Riesenkonjunkturprogramm für Deutschland.
    “Die deutsche Wirtschaft” sagt dem arbeitenden Pöbel wo’s lang geht: ‘Wir brauchen diese Flüchtlinge. Sie sind tüchtig und arbeitswillig und sie sind belastbar, denn sie haben den weiten Weg hierher überstanden.’ Hoppla, das ist aber eine sehr selektive, geradezu darwinistische wenn nicht sogar arische Sichtweise. Wie war das nochmal: Die Flüchtlinge sind “stark traumatisiert”, sie brauchen besonders aufwendige Fürsorge und eine leidensfähige Nachsicht, wenn sie z.B. aufgrund ihrer Traumatisierung gastgebende Frauen vergewaltigen. Also wie jetzt: Die Flüchtlinge sind Leistungsträger und Wracks zugleich? Na gut, einigen wir uns auf einen in konstruktiver Streitkultur herausgearbeiteten Kompromies: Die Flüchtlinge bereichern unsere Gesellschaft als traumatisierte Tüchtige, müssen jedoch über einen etwas längeren Zeitraum hinweg (in Jahren gerechnet zunächst einmal) nicht nur intensiv sondern vor allem kostenintensiv aufgepäppelt werden. Aber keine Sorge, ein “reiches Land” wie das “unsere” schafft das. Ich weiß auch schon wie: “Wer bestellt bezahlt”. Im ersten Schritt wird der anteilige Krankenkassenbeitrag, den Unternehmen für ihre Beschäftigten zu bezahlen haben, nicht mehr gedeckelt. Im zweiten Schritt wird der anteilige Rentenversicherungsbeitrag, den die Unternehmen für ihre Beschäftigten zu bezahlen haben, verdoppelt, damit die Rentenversicherungsträger zielführende Rehabilitationsmaßnahmen für unsere zukünftigen Ernährer finanzieren können. Und das werden nur die ersten kleinen Schritte “in die richtige Richtung” sein, um den Unternehmern Gelegenheit zu geben ihrer “sozialen Verantwortung” für den herbeigerufenen Überfluss an Importarbeitsware nachzukommen.

    Lasset uns Knete! Das Mantra der internationalen Oberschichten:
    Wir danken Euch, ihr Herrscherinnen und Herren!
    Für all die guten Gaben
    auf unseren Tischen, in unseren Banken und Kassen.
    Wir lassen uns diese Werte nicht nehmen,
    schon gar nicht von den Terroristen, die wir geschaffen haben.
    Wir wollen weiterhin foltern, morden und vertreiben lassen,
    auf dass wir auch morgen noch fröhlich prassen.
    Unsere kapitalistische Freiheit sei uns heilig
    unser hedonistischer Wohlstand mache uns selig
    unsere zivilfaschistische Demokratie wache über uns.
    Und in Eurem Geiste.
    Stets zu Diensten!

    (Dieses Mantra ist Basil al Assad gewidmet, der bei einem selbstverschuldeten Verkehrsunfall in einem Oberklassefahrzeug aus Stuttgart ums Leben kam.
    Dieses Mantra ist all den Menschenvergiftern aus Stuttgart, Wolfsburg und Ingolstadt gewidmet, die munter Vergasungsmaschinerien nach China liefern, obwohl die Chinesen auch mit Fahrrad, Zug und Pedes gut zurecht kamen, nun aber mit Bronchitis und einhergehenden Komplikationen bis hin zu atypischen Lungenentzündungen und dem nachfolgenden Tod nicht so gut zurecht kommen.
    Dieses Mantra ist auch Ministerpräsident Schwätzmann gewidmet, der vor nicht allzu langer Zeit seinen Bückling vor den Menschenvergiftern aus Stuttgart gemacht hat und sie in seiner euphemisierenden Art als “Ingenieure” bezeichnet hat.
    Dieses Mantra ist all den Klimazerstörern aus München, Duisburg und Heidenheim gewidmet, die mit Monsterstaudämmen in der Türkei, Brasilien und Ägypten Lebensgrundlagen von Weltbedeutung vernichten. Da sind ein paar umgestürzte Säulen in Palmyra ein Dreck dagegen.
    Das besonders perverse Schlußwort sei an dieser Stelle den “Kreativen” einer Konzernwerbeabteilung gewährt. Es lautet: “Mit Bananen Gutes tun.”)

    Die Eliten bilden “Parteien” mit einer Mitgliederzahl von insgesamt nicht einmal 3 Millionen Parteigängern und nehmen sich damit einfach das “Recht” über 80 Millionen Menschen zu herrschen. Sie nennen uns “Hetzer”, “Menschenrechtsverächter” und “Extremisten” und sind doch selbst diejenigen, die nach der Entführung und Ermordung des Kindes Jakob Metzler einen “staats- und rechtspolitischen Diskurs” über die Wiedereinführung der Polizeifolter in Deutschland geführt haben. Die selbsternannten Eliten nutzen die Gelegenheit der “Kölner Silvesternacht”, um den alten Traum der SPD vom sozialdemokratischen Polizeistaat gemeinsam zu träumen, in der Umsetzung dann allerdings ohne das “sozialdemokratisch”. Ein Traum, der von Friedrich Ebert begründet wurde, als er die Räterepubliken niederschlagen ließ. Ein Traum, den Willy Brandt trotz seines Heroldes nicht festmachen konnte in der bleiernen Zeit. Ein Traum, der jetzt fröhliche Urständ feiert bei all dem Geschrei nach “mehr Polizei”. Die brauchen die selbsternannten Eliten keineswegs wegen der marokkanischen Taschendiebe oder der “Ey, was guckst du? Willst du auf Schnauze?”-Migrantenbanden, sondern zukunftsorientiert – gegen das stetig unruhiger werdende eigene Volk. Sie wollen sogar die Spießerpartei AfD von ihrem Repressionsapparat überwachen lassen, weil diese Partei “rechtspopulistisches und rechtsradikales Gedankengut” transportiere. Dabei ist rechtspopulistisches oder rechtsradikales Gedankengut an sich nicht verwerflich, so wenig wie linkspopulistisches oder linksradikales Gedankengut. Sondern eben nur Standpunkt unter vielen in einer lebensnahen und ehrlichen politischen Auseinandersetzung auf Augenhöhe.
    Ist Ihnen aufgefallen, wie das Establishment versucht in Deutschland wieder die Meinungszensur einzuführen? Allen voran die Grünen, bei denen das politische Marketing schon immer die theoretisch verkündete Zivilgesellschaft und den praktisch umgesetzten Zivilfaschismus als “Politik aus einem Guß” verkauft hat. Wie am Musterwolf im Schafspelz, dem Ministerpräsidenten Schwätzmann, zu beweisen war, der vom fairen und nächstenliebenden Ökoparadies auf Erden schwurbelt, während seine Lakaien Wirtschaftsliberalismus, Sozialchauvinismus und eine Beseitigung des Rechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung vorantreiben. Die etablierten Parteien haben ihre Medien vorgeschickt, um Andersdenkenden zu drohen. Die Systemjournaille, der durch das Internet das Monopol der Auswahl von Informationen und die Meinungssteuerungshoheit genommen wurde, ist ohnehin schlecht zu sprechen auf unabhängig denkende Menschen. Erinnern Sie sich noch, wie die Lügenpresse uns jahrzehntelang verkauft hat, dass die Aldi-Brüder “persönlich ausgesprochen bescheidene und bodenständige Menschen” seien – bloss eben mit einer umfangreichen, exklusiven Oldtimersammlung hier und einer ausgäbigen, exklusiven Kunstwerkesammlung dort, wie sich nach dem Ableben der Herrschaften öffentlich herausstellte. Jene Systemjournaille lässt nun pflichtgemäß verlauten: “Beleidigung, Volksverhetzung, Haßpredigten und Hetze haben im öffentlichen Diskurs nichts zu suchen.” Ist er nicht unauffällig, der fast übergangslose Übergang? Beleidigung und Volksverhetzung sind Straftaten. Es steht jedem frei entsprechende Anzeigen oder Anträge zu stellen. Auch jenen, die das türkische Sprichwort nicht kennen, das da besagt: “Man kann nicht jeden Hund treten, der einem auf der Strasse nachbellt.” Darüber muss man kein weiteres Wort verlieren.
    Was aber ist eine Haßpredigt? Was aber ist Hetze – im Allgemeinen? Wer definiert das? Gerne bieten sich die Funktionäre der etablierten Parteien, die Systemjournaille und die Intellektuellen aus Forschung und Lehre an, diese Aufgabe zu übernehmen. Übergangsweise aber hat der deutsche Staat eine andere Lösung herbeigeführt: Die hoheitliche Aufgabe der Meinungszensur wurde Sachbearbeitern bei Google, Facebook und Co. übertragen.
    Was ist los Frau Hayali, Frau Reschke, Frau Saoub? Warum berichten Sie nicht in derselben epischen Breite wie sie das über den Bürgerkrieg in Syrien tun auch über den Yemen. Der Yemen ist jenes Land, das gerade von Saudi-Arabien, dem Verbündeten der westlichen Wertegemeinschaft und ‘Stabilitätsfaktor im Nahen Osten’ (Steinmeiers Duden), platt gemacht wird. Oder haben Sie die Befürchtung, die Blutscheichs könnten ihre wirtschaftlichen Beteiligungen nutzen, um Einfluss auf Werbeschaltungen bei ARD und ZDF zu nehmen, was sich mittelfristig wiederum auf Ihre nicht gerade kärglichen Journalistinnensaläre auswirken könnte? Oder menschelt es ganz schlicht und das mittelständische, bildungsbürgerliche, kosmopolitische und international gut aufgestellte syrische Flüchtlingsklientel ist Ihnen einfach sympathischer als die ruralen, archaischen Yemeniten?
    Ach so, ich vergaß: In “unserer” zunehmend und in rasantem Tempo potenziert komplexer werdenden komplexen Komplexiertheit von Komplexheiten im internationalen Network unbekannter Platzhalter mit Komplexen in komplizierten globalisierten Komplexzusammenhängen von eigendynamischer, verselbstständigter Sky-Fallenheit in geradezu extraterrestrischen komplexionistischen Dimensionen gibt es – keine einfachen Antworten, nicht wahr?
    Dummes Geschwätz! Das Leben zivilisierter Menschen wird von einer einzigen Einfachheit bestimmt und die lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Na, was machen denn die Beißerchen? Kommen Sie – also, ich meine jetzt nicht premiumprivatversicherte Moderatorinnen und Journalistinnen – so langsam ins sanierungsbedürftige Alter? Können Sie sich die “Zuzahlungen” für einen menschenwürdigen Zahnersatz kaum noch leisten? Wie, denken Sie, wird Ihnen der Zustrom an Flüchtlingen bei der Lösung dieses Problems helfen?
    Dagegen setzen die Eliten ihren Leitspruch: Unsere Gier ist unantastbar. Und Gier ist tatsächlich eine komplexe Angelegenheit. Die Eliten lösen keine Krisen, sie schaffen welche. Die Eliten lösen keine “komplexen Probleme”, sie erfinden welche. An einer Lösung von Krisen haben die Eliten schon deswegen kein Interesse, weil sie von den Krisen profitieren. Das saudische Regime ist eine Dauerkrise für die Dissidenten, Frauen und Fremdarbeiter dort. Darf ich bei dieser Gelegenheit fragen, wie es GSG9-Opa Wegener geht, der mit freundlicher Genehmigung von Papa Schmidt und Faktotum Genscher die (Anti)Terroreinheiten der Blutscheichs ausgebildet hat? Das ägyptische Militärregime ist eine Dauerkrise für die einheimische Bevölkerungsmehrheit. Darf ich bei dieser Gelegenheit fragen, wie Ihr letzter Ägyptenurlaub war, dessen Kosten als Einnahmen zu einem erheblichen Teil auf die Konten des dortigen militärisch-wirtschaftlichen Komplexes geflossen sind?
    Paris, Hauptstadt der EU-Bewegung, hatte seine Geheimdienste beauftragt tunesische Oppositionelle des “Arabischen Frühlings” auszuspähen und bis zuletzt die Informationen an die Schergen Ben Alis weitergegeben. Es wird viel zu wenig auf die Terrorgefahr hingewiesen, die von den verbeamteten Terroristen in Europa ausgeht. Eure frattelli italiani von GLADIO lassen grüßen. Washington, NATO-Führerhauptquartier, hat einen lybischen Ex-General mit us-amerikanischer Staatsangehörigkeit nach Lybien geschickt, um Schutt, Asche und Chaos über das Land zu bringen. Pfingstkirchler aus dem bible belt missionieren in Uganda für die Todesstrafe.
    Da ist was los, nicht wahr Frau Ott, Frau Göring-Eckardt, Frau Käßmann? Da ist was los in Sachen mitmenschlicher Solidarität und christlicher Empathie. Vor allem international: Um das “menschliche Leid und das unverschuldete Elend” der Flüchtlinge in den syrischen Anrainerstaaten und in Griechenland(!) zu lindern, wie das nun mal “unsere Christen- und Menschenpflicht” ist, reichen die selbsternannten europäischen Eliten mal eben 700 Millionen Euro weiter, die selbstverständlich das Geld anderer Leute, nämlich der europäischen Völker, sind. Dabei könnte man die Flüchtlingslager in den sicheren Erstaufnahmeländern auf Recht staatliche Weise bestens ausstatten. Man müßte nur die Privatvermögen der Herrscherclans in Saudi-Arabien, Afghanistan und Ägypten einziehen, und auch das von Despoten wie Ben Ali, der im “Exil” seinem unverdienten, vergoldeten Vorruhestand frönt.
    Hochinteressant, die mitmenschliche und christliche europäische Sichtweise: Als die internationalen und vor allem europäischen Profiteliten, allen voran von den etablierten Parteien unterstützte finanzpolitische Schwerverbrecher wie Strauss-Kahn, Lagarde und Draghi die Sozialstrukturen Griechenlands zerstörten, rief niemand aus dem bildungsbürgerlichen Gutmenschentum des europäischen Establishments zu mitmenschlicher und christlicher Solidarität mit den griechischen Rentnern auf. Im Gegenteil: Für die einheimischen Rentner werden zeitgleich mit der Flüchtlingshilfe weitere Rentenkürzungen gefordert und weitere Gebührenerhöhungen für die Grundversorgung an Strom, Wasser und Heilbehandlung durchgeführt.
    Mehr und mehr arbeitsame Menschen aus dem Mittelstand in Deutschland können ihre verdiente Gesundheits- und Altersversorgung nicht mehr sichern, geschweige denn für ihre Kinder eine Starthilfe ins Leben erwirtschaften. Mehr und mehr dieser Menschen werden ins Prekariat abgedrängt. Mehr und mehr fallen sogar aus dem wohlständigen sozialen Gefüge, das eigentlich eine soziale Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit sein sollte. Die Betroffenheitsbildungsbürger unter den Eliten reagieren darauf ganz selbstverständlich, indem sie diese Folgen ihrer Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsstrukturpolitik mit sogenannten Lebensmitteltafeln “aufzufangen versuchen” und sich dafür auch noch selbst das Bundesverdienstkreuz am Strick verleihen.
    Es spricht der Konzernherr: ‘Immer mehr Menschen in Deutschland haben zu wenig Geld, um sich abwechslungsreich ernähren zu können, weil wir gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze abgebaut und durch prekäre aber flexible Teilzeitarbeitsplätze ersetzt haben. Oder weil wir das Einräumen der Waren in die Regale unserer Märkte ausgelagert haben an aufstockende Minijobber. Ihnen helfen die über 900 bundesweiten Tafeln – und wir unterstützen sie dabei ganzjährig mit Lebensmitteln…’ Da bekommt der Spruch: “Menschen in Arbeit und Brot bringen.” doch gleich eine wahrhaftige Bedeutung.
    Es schwafelt die Bildungsbürgerin (intelligent und ohne einen Funken Verstand): “Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg.” Jedes Kind wird Akademiker. Eine Gesellschaft, die nur aus “besserverdienenden” Häuptlingen besteht, die ihren großzügig bemessenen “Verdienst” im “Spannungsfeld der marktwirtschaftlichen Preisbildungsfaktoren” selbst festlegen. Das wird eine spannende volkswirtschaftliche Zukunft. Fehlen nur noch diejenigen, die diesen Verdienst erwirtschaften müssen – mit Arbeit. Aber vielleicht richten es ja die “Flüchtlinge”. Haben Sie auch eine akademische Schwachköpfin in Ihrer Nähe, die wirtschaftspolitischen Mundstuhl von sich gibt? Schenken Sie ihr “Der Dschungel” von Upton Sinclair. Vielleicht hilft’s.
    Nehmen wir als Beispiel mal die Frau Nahles (Name von der Trolle-Redaktion geändert). Die Frau Nahles, die hat in ihrem ganzen Leben nie gearbeitet. Zuerst hat sie eine Abseilerfachkombination studiert, irgendwas mit Politik und Geschichte, so ähnlich wie das auch Herr “Doktor!” Kohl getan hat. Danach war sie Referentin beim DGB, also Wortklauberin. Vor ungefähr 15 Jahren hat sie mal ein Interview gegeben, in dem sie mitteilte, dass sie damals Mitte der 1990er Jahre als der DGB wegen der Massenarbeitslosigkeit Mitarbeiter entließ(!) große existenzielle Sorgen hatte, selbst entlassen zu werden. Im Folgenden hatte die Frau Nahles diverse bestens vergütete Funktionen als Berufslügnerin in und um die Schwatzbude inne. Und heute ist die Frau Nahles Ministerin für die Schikanierung von Alg II-Beziehern und für die Entwertung der Lebensarbeits- und Lernleistung von “Kunden” des Arbeitsamtes.
    Jetzt geht’s los, Frau Nahles, Frau Hendricks, Frau Sitzmann! Hier ein paar Milliarden mehr für die Arbeitsagentur und als Subventionen für millionenschwere Unternehmer, da ein paar Milliarden mehr für den Bau von “angemessenem und erschwinglichem Wohnraum”, dort ein paar Gesetzgebungswillkürlichkeiten für ein “unbürokratisches Baurecht” im institutionellen Bereich (während der arbeitsame einheimische Normalbürger die Farbe der Dachziegel für sein Eigenheim selbstverständlich weiterhin genehmigen lassen muss). Warum das alles? ‘Na, weil doch jetzt die Flüchtlinge kommen. Für die Einheimischen hätten wir das nie getan. Wie wir in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen haben.’
    Die selbsternannten Eliten befinden sich in einem derartigen Standeswahn, dass sie tatsächlich davon überzeugt sind, die Vormundschaft über zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands ausüben zu dürfen. Die selbsternannten Eliten senken die Arbeitslosigkeit, indem sie Statistiken fälschen lassen. Die selbsternannten Eliten lassen Arbeitsplätze schaffen, die so schlecht bezahlt sind, z.B. mit dem gesetzlichen Niedrigstlohn, und so schlecht konditioniert sind, z.B. durch Befristungen, dass den Menschen in solchen prekären Beschäftigungen letztendlich die Möglichkeit genommen wird sozial integriert zu bleiben. Wobei der gesetzliche Niedrigstlohn nur ein kleines Übel in der strategisch wohldurchdachten Übelkeit ist. Selbst wenn der gesetzliche Niedrigstlohn erhöht werden würde, wie das derzeit von einigen Sozialkosmetikern insbesondere aus dem gewerkschaftlichen Führungssumpf vorgeschlagen wird, so bliebe doch ein größeres Übel bestehen: die “Arbeitsflexibilisierungsgesetze”, die es jedem Unternehmer ermöglichen eine Erhöhung des gesetzlichen Mindest(stunden)lohnes damit “aufzufangen”, dass den eigenen und den ausgeliehenen Mitarbeitern durch “betriebsnotwendige Umstrukturierung”, wegen “maßgeblicher Veränderungen in der Auftragseingangsdynamik” oder einfach nur durch Arbeitsverdichtung, die Zahl der zu vergütenden Arbeitsstunden derart reduziert wird, dass die Mitarbeiter unter diesen Umständen nach einer Erhöhung des “gesetzlichen Mindestlohnes” monatlich weniger verdienen würden als zuvor. Sie werden über die gesetzliche Flexibilisierung der Arbeitszeit, über den “an sich permanent verändernde Produktionsvolumina maßgeschneidert angepassten Arbeitszeiteinsatz”, regelrecht verarmt. Und dann wundern sich die Eliten über den Haß, der ihnen aus der Bevölkerung entgegenschlägt.
    Papa weiß nie, ob er nächsten Monat noch Arbeit hat. Oma bringt Mama noch um, ein Pflegeheim können wir uns nicht leisten, sagen meine Eltern, es sei denn wir würden unsere Wohnung verkaufen. Aber Papa und Mama sagen, das kommt nicht in Frage. Sie haben hart gearbeitet, um die Wohnung abzahlen zu können und lange genug zur Miete in unangenehmen Plattenbauten gewohnt, von denen die Lügenpresse schon damals behauptet hat, die gäbe es nur in der DDR und nicht im Westen. Die Medikamente, die Mama nehmen muss, damit sie durchhält, sind auch teuer. Mein Bruder ist nach der Lehre nicht übernommen worden, die Firma bei der er war ist nach Tschechien gegangen. Jetzt säuft er eben, bis er was anderes findet. Ich würde gerne Medizin studieren und Hausärztin werden, um Menschen wie meiner Oma und meiner Mama zu helfen, aber ich bin nicht gut in Englisch und mein Papa sagt, dass das Taschengeld, das ich gespart habe, nicht für Nachhilfeunterricht reicht.

    Es spricht der Schäuble: “Wenn wir Flüchtlingen – Menschen, die in bitterer Not sind – nur noch helfen dürfen, wenn wir anderen, die nicht in so bitterer Not sind, das Gleiche geben oder mehr, dann ist das erbarmungswürdig.” Die Flüchtlinge sind tatsächlich in bitterer Not:
    – in der Schlammwüste Idomeni, weil sie sich weigern – kooperativ und anpassungsbereit wie sie sind – den Aufforderungen der griechischen Behörden nachzukommen und andere Flüchtlingslager aufzusuchen, die besser organisiert und nicht überfüllt sind.
    – in Sachen Mobilität, wenn sie im Budapester Hauptbahnhof mit 100-Euro-Scheinen wedeln: ‘Wir wollen Ticket nach Deutschland. Wir bezahlen.’ und trotzdem keine Fahrkarten bekommen. Kein deutscher Staatsangehöriger kann seine Einreise in einen anderen Staat erzwingen. Woher nehmen die “Flüchtlinge” das Recht eine Weiterreise nach Deutschland oder Schweden erpressen zu wollen?
    – in Sachen Cash Flow, wenn sie Bargelder in mittlerer vierstelliger bis niederer fünfstelliger Höhe für Schleuser ausgeben. Es mag sein, dass bei denjenigen, die sagen “Wir haben in Syrien unser ganzes Hab und Gut verloren.”, das “Gut” tatsächlich verloren gegangen ist. Nicht aber das “Hab”. Diese Wohlstandssyrer, die unter Assad mindestens bis zum Ausbruch des Krieges gesellschaftlich und wirtschaftlich bestens integriert waren, verfügen häufig über erhebliche Finanzmittel, die sie sich mittels Western Union oder einem Netz aus Ehrenkurieren nutzbar machen auf ihrer Reise und im Zielland, selbstverständlich an den dortigen Sozialbehörden und dem Fiskus vorbei.
    Der Schäuble, das ist übrigens jener Tatverdächtige, der in den 1980er Jahren in der Parteispendenaffäre als Ehrenkurier für seine etablierte Partei Gelder am Fiskus vorbeigeschleust hat. Schäuble hat also aufgrund seiner Erfahrung als Schleuser das Recht sich zur Flüchtlingspolitik zu äußern. Schäuble hat zwar keinen blassen Schimmer von Volks- und Betriebswirtschaft – schließlich war er früher “Finanzbeamter” – und ist auch sonst nicht der Hellste, sonst hätte er sich damals nicht verwickeln lassen. Aber sein fragloses Engagement in der rechtlichen Dunkelzone und seine bedingungslose Loyalität gegenüber dem Status Quo des Establishments hat ihn für die Eliten als besonders geeignet erscheinen lassen, um Dauerbundesfinanzminister zu werden. Keine Sorge also, bei so einem sind Ihre Steuergelder in den besten Fängen.

    Es geht doch schon lange nicht mehr um den “politischen Diskurs”. Es geht doch schon lange nicht mehr um die “konstruktive Streitkultur”. Es geht doch schon lange nicht mehr darum, wie “wir” die Krisen lösen. Es geht darum, dass ein bedeutsamer Teil der Bevölkerung dieses System nicht mehr will. Wir wollen das System der Eliten nicht mehr. Weil wir als Opfer dieses Systems wissen, wozu die Eliten es erfunden haben und wozu es gut ist: Das System bevorteilt die Oberschicht massiv und benachteiligt die Bevölkerungsmehrheit gravierend.
    Die Eliten, die diesen Staat gegründet haben und ihn bis heute geschäftsführend verwalten, haben ihr Geschäftsmodell auf drei Standbeinen aufgebaut. Da wäre zunächst der Selbstbedienungsladen, der dazu dient den persönlichen Luxus, die öffentlichen Privilegien (z. B. steuerliche Abschreibungen und Postenschieberei) und das Machtstreben der Oberschicht zu finanzieren. Das zweite Standbein ist der Sweat Shop – “unsere Wirtschaft” – in dem die unteren zwei Drittel der Gesellschaft diejenige Wertschöpfung generieren, deren Großteil von den Eliten in den Selbstbedienungsladen umgeleitet wird. Der Rest geht in das dritte Standbein, den Tafelladen, und dient in Form des “Sozialstaates” der Abspeisung und Betäubung derer, die für ihre (Lebens-)Leistung nur einen Bruchteil von dem zurückbekommen, was sie wert ist. Die fleißig arbeitende Hausfrau, Mutter, Häuslebauerin, Teilzeit- und später Vollzeitbeschäftigte bekommt als Rentnerin eine Armutsrente in Höhe von 600 Euro monatlich. Ihre Lebensarbeitsleistung ist mindestens das Doppelte wert. Netto. Doch der elitäre Staat bezahlt ihr nicht, was ihr zusteht. Weil “unser reiches Deutschland” eine solche Wertschätzung nicht bezahlen kann, denn die Eliten haben diesen Staat mit drei Billionen Euro verschuldet um den Lebensstil der Oberschicht zu finanzieren. Vor allem aber haben die Eliten nicht die geringste Neigung an die Bevölkerungsmehrheit das zu bezahlen, was ihr zusteht, denn dann blieben nicht genügend Mittel übrig, um die maßlose Verwöhnung der Oberschicht fortzusetzen. Und dafür wurde dieser Staat schließlich von den Eliten gegründet. Und dafür läßt die Propagandamaschinerie der Systemmedien nichts unversucht: “Recherchen” des WDR haben ergeben, dass beinahe die Hälfte der Beschäftigten, die 2030 in Rente gehen werden, der Altersarmut anheimfallen werden, sprich: Sie werden zu Sozialhilfebettlern. Das Systemmedium hat also – von Ihren Gebühren finanziert – herausgefunden, was Sie schon lange wissen, sei es durch Prüfung Ihrer eigenen Angelegenheiten oder dem Vergleich mit Informationen aus Ihrem Bekanntenkreis und den Bekanntenkreisen Ihrer Bekannten. Das eigentlich Skandalöse an dieser “Aufklärungsarbeit” ist die Absicht der Systemmedien. Es geht selbstverständlich nicht darum etwas am System, am Status Quo oder am Elitenstaat zu ändern. Die Absicht der Systemmedien ist es, den arbeitenden Armen in Deutschland, den working poor, den Unterbezahlten, einzureden, dass sie selbst schuld seien an ihrer Armutsperspektive, weil sie nicht “privat vorsorgen”. Verschwörungstheoretiker wetten bereits, ob die “Recherchen” von der deutschen Privatversicherungswirtschaft initiiert und (über Werbeschaltungen) kofinanziert wurden. Denn merke: Der Elitenstaat ist nicht dazu da, das Volk abzukassieren, um damit die Versorgung des Volkes zu gewährleisten. Der Elitenstaat ist vielmehr dazu da, das Volk abzukassieren, um die Versorgung des Establishments zu gewährleisten.
    Es stellt sich allerdings die Frage, wie lange sich die Bevölkerungsmehrheit diesen Staat noch gefallen lässt.

    • Ute Plass sagt:

      Danke für diesen Beitrag. Viel Stoff zum Weiterdenken :-)
      Z.B. : “Die fleißig arbeitende Hausfrau, Mutter, Häuslebauerin, Teilzeit- und später Vollzeitbeschäftigte bekommt als Rentnerin eine Armutsrente in Höhe von 600 Euro monatlich. Ihre Lebensarbeitsleistung ist mindestens das Doppelte wert. Netto.”

      https://care-revolution.org/debatte/

  20. Stefan Voss sagt:

    Schöner Artikel. Auch wirklich gut herausgearbeitet, wer hier die Guten und die Bösen sind. Hier in Europa, die Fortschrittlichen und Aufgklärten und dort in der arabischen Welt die rückständigen, bösen Muslime. die den Anschluss an die fortschrittliche westliche Zivilisation verpasst haben (500 Jahre Zivilisationsrückstand). Wirklich sehr überzeugend. Ein Schelm wer dabei Böses denkt!

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