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Causa Grass

Von Medienkampagnen, Debilität und Realitätsverweigerung

Von Sebastian Müller

Gibt es ein noch schwereres Geschütz als den Antisemitismus-Vorwurf? Richtig, es konnte nur eine Frage der Zeit sein, bis in Bezug zu Günter Grass’ Gedicht „Was gesagt werden muss“ der obligatorische Hitler-Vergleich aus der Schublade geholt wurde. Der Hitler-Vergleich ist in den medialen „Debatten“ Deutschlands schnell zur Hand, wenn man es zum Beispiel wagt, Israel deutlicher zu kritisieren, als es durch die inoffiziellen Gesinnungsrichtlinien gestattet ist.

Ebenso wichtig ist der Hitler-Vergleich, wenn Regime und ihre Despoten – wie Slobodan Milosevic in Jugoslawien, Saddam Hussein im Irak, oder jetzt Mahmud Ahmadinedschad im Iran medial Sturmreif geschossen werden müssen. Darunter geht es selten, der Hitler-Vergleich – so hanebüchen er meistens auch ist – dient als die Ultima Ratio der interessengeleiteten Empörung, als Wunderwaffe der Angriffs- und Interventionslegitimierung.

Vor einem ähnlichen Hintergrund prägte der französische Schriftsteller Régis Debray den Begriff des „endgültigen Intellektuellen“ (I.T, intellectuel terminal) im Abgrenzung zum “ursprünglichen Intellektuellen” (I.O, intellectuel original). Während der “ursprünglich Intellektuelle” für Aufklärung, Emanzipation, Autonomie und Kritik stand, und – obwohl machtlos – eine Gegenmacht zur ” sogenannten “Realpolitik” und zum Konformismus bildete, ist der “endgültige Intellektuelle” nach Debray keine kritische Gegenmacht mehr, sondern Bestandteil des Betriebs der Mächtigen in den Medien beziehungsweise Sprachrohr der Eliten in Politik und Wirtschaft. Er ist zum Medienintellektuellen geworden, der erstens sich selbst und zweitens das verkauft, was der Betrieb verlangt.[1]

Nichts anderes trifft auf das organisierte Kasperle-Theater zu, dass derzeit mit und um Grass’ Gedicht veranstaltet wird. Dieses hat nun die höchste Stufe der Theatralisierung angenommen: Nachdem sich nun schon fast alle „endgültigen Intellektuellen“ des deutschen Medienbetriebs in der Grass-Schelte gegenseitig in Erschütterung und Ablehnung überboten hatten, fiel einer gewissen Beate Klarsfeld nichts besseres mehr ein, als der – na was wohl – Hitler-Vergleich, um sich im kollektiven Wutgeheul auch noch Gehör zu verschaffen. Wie gesagt, darunter geht es letztlich selten.

Wenn es nun also ein ehemaliger Jüngling der Waffen-SS wagt, Israel für dessen Kriegspläne zu kritisieren, ist es für die ehemalige Nazijägerin Klarsfeld selbstredend Pflicht, Grass, – wenn schon diesmal nicht physisch, so doch verbal – eine schallende Ohrfeige zu verpassen.

Klarsfeld verwies allen Ernstes auf eine Drohrede, die Hitler 1939 gegen das „internationale Finanzjudentum“ gehalten hatte. Wenn man den Ausdruck “das internationale Finanzjudentum” durch “Israel” ersetze, so Klarsfeld, “dann werden wir von dem Blechtrommelspieler die gleiche antisemitische Musik hören”. Man weiß nicht, was die möglicherweise schon etwas debile Klarsfeld geritten hat, aber ihr Urteilsvermögen scheint mitnichten mehr das zu sein, was es einmal war. Es bleibt die Erleichterung, dass diese Frau keine Bundespräsidentin geworden ist.

Während die Schlagzeilen der Journalien vor hysterischer Rhetorik wie „Hassgesang“ (Raphael Gross), „Ekelhaft (Marcel Reich-Ranicki)“ oder „Machwerk des Ressentiments“ (Frank Schirrmacher) geradezu triefen, werden jene wahrlich nicht unbedeutenden Stimmen, die sich Grass gegenüber solidarisch äußern, fast vollständig verschwiegen. Alle selbst ernannten Richter und Henker, die Grass jüngst nun auch einen Strick daraus drehen wollen, dass selbiger von „einer fast gleichgeschaltete[n] Presse“ spricht und gegen sich eine Medienkampagne vermutet, handeln da mit Vorsatz. Um es drastischer zu formulieren: Man muss schon allerhand Phantasie, Blindheit oder aber Dreistigkeit besitzen, um das, was hier gespielt wird, nicht eindeutig als Medienkampagne und Gleichschaltung zu erkennen.

Allein in der FAZ-Online waren am vergangenen Freitag die ersten fünf Schlagzeilen in Gänze den Grass-Kritikern gewidmet. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die großzügige Plattform, die den mehr oder weniger Prominenten geliefert wird, nicht reicht, um Grass ausreichend zu diskreditieren, gibt es von den Herausgebern Flankenschutz in Form von Leitartikeln samt Antisemitismusvorwurf – so Frank Schirrmacher in der FAZ und Josef Joffe in der Zeit. Neben dem Antisemitismus-Vorwurf sind es vor allem drei zentrale Dinge, die Grass in allen Leitmedien gebetsmühlenartig vorgehalten werden:

Erstens, die angebliche Verkennung der tatsächlichen Bedrohung die vom Iran ausgehe. Auffällig ist dabei, dass immer wieder – direkt oder indirekt – mit dem vermeintlichen Satz von Ahmadinedschad argumentiert wird, nachdem der Iran Israel von der Landkarte ausradieren wolle. Es ist jedoch mittlerweile hinlänglich bekannt, dass sich der iranische Präsident so niemals geäußert hatte. Wenn man jedoch wider besseren Wissens an dieser Behauptung festhält, dann sagt dies viel über den interessengeleiteten Hintergrund der derzeitigen Medienkampagne und die Redlichkeit seiner Protagonisten aus.

Zweitens schwebt Grass’ Vergangenheit in der Waffen-SS nun wie ein Damoklesschwert über ihn. In gnadenloser Selbstgerechtigkeit wird Grass vorgehalten, mit solch einer – zudem lange verschwiegenen – Vergangenheit, stehe es ihm nicht zu, Israel zu kritisieren. Ein fadenscheiniges Argument, um Grass – damals gerade 17 Jahre – politisch und moralisch zu desavouieren.

Drittens wird Grass’ vorgeworfen, in seinem Gedicht ein Tabubruch inszeniert zu haben, obwohl – wie der Spiegel bierernst schreibt – „es weit und breit kein Tabubruch zu brechen gibt“. Doch noch einmal ohne Promille gefragt: Wieso beherrscht das Thema denn dann schon seit Tagen in einer solch großen Empörung die Schlagzeilen, wenn es kein Tabubruch war? Klüger wird man wohl nicht mehr. Vielmehr ist gerade an dieser Stelle einem der wenigen besonnenen Kolumnisten – nämlich Jakob Augstein – zuzustimmen, der Grass’ Worte als „Zäsur“ bezeichnete.

All das soll nicht verhehlen, dass auch der Nobelpreisträger Grass in seinem Geltungsbedürfnis nicht davor gefeit ist, zu den Tiefen des „endgültigen Intellektuellen“ hinab zu sinken. Der selbe Grass, der jetzt zu Recht vor einem Krieg gegen den Iran warnt, befürwortete den NATO-Angriff auf Serbien ohne UN-Mandat im Zuge des Kosovo-Krieges 1999. Der selbe Grass, der in seiner lesenswerten Rede „Die Steine des Sisyphos“ vor sozial unverträglichen Lobbyismus und einem Auseinanderdriften in eine Klassengesellschaft warnte, unterstützte mit seinem Namen eine Anzeigenkampagne, die für Gerhard Schröders Agenda 2010 warb.

Eine Rechtfertigung für die unsägliche Schlagseite der Debatte und das schrittweise zu Grabe tragen unser politischen Kultur ist das jedoch noch lange nicht – auch wenn die israelische Regierung als fleißiger Mitinitiator der laufenden Anti-Grass-Kampagne jetzt sogar die Aberkennung des Nobelpreises verlangte.

[1] Nach Ausführungen von Rudolf Walther.

Zum Thema:

– Israel versus Iran und die Staatsräson

– “Antisemitische” Fakten

– Rezension zu Régis Debrays Buch “I.F. – Suite et Fin”

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53 Kommentare zu "Causa Grass"

  1. Solveigh Calderin sagt:

    …auch wenn die israelische Regierung als fleißiger Mitinitiator der laufenden Anti-Grass-Kampagne jetzt sogar die Aberkennung des Nobelpreises verlangte.
    Ja, bitte, geht’s denn noch?
    Da kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln….

    Vielen Dank für diese Analyse!

  2. Der Duderich sagt:

    Es gibt wenige, die Gauck in Narzismus und Selbstgerechtigkeit überbieten können: Renate Klarsfeld gehört dazu.
    Sicherlich mag ihre Vergangenheit das begründen können – und die berühmt gewordene Ohrfeige mag ihr keiner vorwerfen.

    Aber: Eine gewisse Differenzierung, abseits einer Schwarz-Weiß-Wahrnehmung sollte man ihr angesichts einer gewissen Lebenserfahrung schon unterstellen können.

    Eine kritische Haltung gegenüber israelischer Außenpolitik ist nicht per se ‘antisemitisch’! Dass sollte auch eine Klarsfeld mittlerweile begriffen haben.

    Ich nehme Frau Renate Klarsfeld als Jemanden wahr, die sämtliche kritischen Äußerungen gegen israelische Politik, aufgrund ihrer Erfahrungen, als antisemitisch betrachtet. Man mag ihr keinen Vorwurf daraus machen, denn sie lebt innerhalb ihres Wertekonsens.

    Was nötig ist, ist aber eine neutrale Einschätzung der israelischen Politik jenseits semitischen und antisemitischen Kategorien.

    Es geht schlicht um Gerechtigkeit und Humanität.

    Die spannende Frage bleibt:

    Würde auch eine Renate Klarsfeld einen Erstschlag gegen iranische Atom-Anlagen gutheißen?

    • Solveigh Calderin sagt:

      Ohne Renate Klarsfeld zu kennen, hatte ich von Anfang an starke Vorbehalte gegen ihre Nominierung durch die LINKEN, zunächst wegen des Ausdrucks “Nazi-Jäger”. Nachdem ich ein wenig über sie gelesen hatte, bestätigte sich mein erster Eindruck, und zwar aus einem ganz einfachen Grund:
      Sie unterscheidet sich charakterlich in keiner Weise von Gauck.
      Beide sind Eiferer: Der eine ein Kommunisten- und Stasi-Verbrecher-“Jäger”, die andere ein Nazi-“Jäger”.

      Diesen “Jäger”-Typen liegt dieselbe charakterliche (psychische) Veranlagung zu Grunde: Sie sind absolut extrem und “verfolgen” ihre Ziele vollkommen rücksichtslos, und sie sind mit Scheuklappen ausgerüstet. Sie sehen außer ihrem “Jagdobjekt” nichts! Dabei steht letzten Endes jedoch ausschließlich ihre eigene Person und deren Positionierung im Rampenlicht der Öffentlichkeit, die allgemeine Anerkennung durch die Öffentlichkeit im Vordergrund, auch wenn sie das nicht immer bewusst wissen oder wahrhaben wollen.

      Die Hexenjäger des Mittelalters und die Judenjäger im Hitlerregime – es sind immer die selben Charaktere, derer sich die jeweiligen “Systeme” natürlich sehr gern bedienen. Auch der Saulus – ein “Christenjäger”, der zu einem Paulus – ein “Heidenjäger” wurde, gehört in diese Kategorie Menschen (und wird uns durch die Religion als jemand dargestellt, an dem wir uns Beispiel nehmen sollen? Er hat lediglich erkannt, wo er größeres Ansehen gewinnen, mehr Macht über andere ausüben und seinen “Jagdtrieb” besser ausleben kann!! – Gewissenlos ohne Grenzen!)

      Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Gesellschaft, wenn solche Typen von Menschen nicht nur für die höchsten Staatsämter vorgeschlagen, sondern sogar noch gewählt werden.
      Sie gehören nämlich bei ehrlicher Betrachtung in psychiatrische Behandlung, denn sie haben eine starke Persönlichkeitsstörung, hervorgerufen wahrscheinlich durch ständige Missachtung ihres Selbst und fehlender Zuwendung in ihrer Kindheit und Jugend.

      Aber: Eine kranke Gesellschaft bring kranke Menschen hervor und bedient sich kranker Menschen, um ihre kranken Ziele durchzusetzen.
      Ich war erstaunt zu sehen, dass sich die LINKE nun in diese Reihe stellt und sich also genauso krank wie die ganze Gesellschaft zeigt – alles um des Machterhalts willen…

  3. Gerechtigkeits-Kämpfer sagt:

    Günter Grass ist meines Erachtens Friedensnobelpreis-würdig für seine Friedensinitiative. Er hat mehr für den Weltfrieden getan als alle deutschen Politiker und Medien der letzten Jahrzehnte.
    Netanjahu und seine Vorgänger haben sehr viel Leid und Unrecht an Palästinensern zu verantworten, das muss man auch sagen dürfen, ohne gleich als Antisemit angegriffen zu werden.
    Während eines 4wöchigen Fremdsprachenkurses vor fast 30 Jahren lernte ich sehr gut eine Palästinenserin privat kennen, die an demselben Kurs teilnahm. Sie stammte aus Nablus in Palästina, arbeitete als Lehrerin in Kuwait. Sie und ihre Familie waren aus ihrer Heimat Palästina vertrieben worden. Ihr Neugeborenes musste sie zwangsweise zurücklassen, es soll von einer israel. Familie aufgezogen worden sein. Ihr alter Vater wurde in Gefangenschaft nackt und kniend von israel. Soldaten geritten, ihm wurde ein Stock in den Anus gestoßen, so dass er schwerst innerlich verletzt wurde. Dies waren keine Einzelfälle, sondern das gesamte palästinensische Volk hat solche Greueltaten erlitten.
    Die Leute verwechseln Zionismus und Judentum. Sie meinen, beides wäre dasselbe. Jedoch: Zionismus ist das Gegenteil von Judentum. Zionisten sind ein kleiner Teil der Juden. Nur wenige Zionisten leben in Israel (sind jedoch in der israel. Regierung stark vertreten), die meisten leben in den USA und Europa. Sie Sie sind Atheisten, milliardenreich, einflussreich, hoch gebildet, agieren in Spitzenpositionen, beherrschen in den USA und Europa einen großen Teil des Finanzwesens, der Presse, des Fernsehens, sonstiger Medien, der Politik, betreiben und unterstützen weltweit die Kriegstreiberei der israel. Regierung, weil sie daran verdienen und/oder an Macht und Einfluss durch drohende und tatsächliche Militärhandlungen gewinnen. Sie tarnen sich mit dem Judentum, zensieren und manipulieren hämmern unentwegt in Presse, TV und Internet ein, dass wir Deutschen uns immer und ewig schuldig am Holocaust zu fühlen haben, Wiedergutmachung zu leisten haben, und dem gotterwählten Land Israel unter allen Umständen beizustehen haben.
    Die nichtzionistischen Juden, die in Israel wohnen, möchten mehrheitlich friedliche Koexistenz mit Palästina.
    Israel verfügt seit Jahrzehnten über Hunderte von Atombomben, während im Iran keine einzige bewiesen ist.
    Zutiefst verantwortungslose deutsche Politiker beschlossen gegen den Willen der Mehrheit des deutschen Volkes, 6 Atom-U-Boote im Wert von je 225 Millionen Euro, bezahlt vom deutschen Steuerzahler, an Israel zu liefern.
    Meine Generation hat den 2. Weltkrieg u. den Holocaust nicht verbrochen u. nicht wieder gut zu machen, u. auch die meiner Kinder u. Enkel nicht. Genau genommen auch die meiner Eltern u. Großeltern nicht. Die seinerzeitigen Machthaber hatten diese Verbrechen beschlossen. Das obrigkeitshörige Volk wurde (durch Zensur und systematische Propaganda monopolisierter Medien) manipuliert zu folgen, genau wie heutzutage dem Volk (durch einseitige Berichterstattung, Medienzensur und Medienmanipulation ausgehend von ungeheuer mächtigen u. finanzstarken Kreisen) die Versicherungenrettung, Bankenrettung, Spekulantenrettung, Eurorettung, Afghanistankrieg, Atomkraft, Leiharbeit, Rente mit 67, Zuwanderung u.v.a.m. als notwendig und alternativlos dargestellt werden.
    Ich hoffe, dass durch die Friedensinitiative von Günter Grass die Kriegstreiberei der israel. Regierung an den Pranger gestellt und klar geächtet wird.

  4. Honeymoon sagt:

    ich frag mich die ganze zeit nur, was einflussreicher, mächtiger und damit gefährlicher ist: die zionisten oder die jesuiten! welche gruppe steht wirklich ganz oben in der elitenpyramide und zieht all die politischen und wirtschaftlichen fäden im hintergrund.

    • Sorry, aber das hilft in der Sache nicht weiter, das driftet einfach nur ins Verschwörungstheoretische mit antisemitischer Schlagseite ab. Eine Steilvorlage für die proisraelischen Protagonisten.

      • Solveigh Calderin sagt:

        Tut mir leid, Sebastian, aber so verschwörungstheoretisch ist das nicht und antisemitisch auch nicht, denn die Zionisten sind die Extremisten der Juden, die Jesuiten sind die Extremisten der Katholiken und Die “Evangelikalen” die Extremisten der evangelischen Christen und diese drei extremistischen Organisationen arbeiten (zumindestens partiell) tatsächlich zusammen und haben sich an die Schaltstellen der Macht manövriert – und das ist das wirklich gefährliche. Möglicherweise konkurrieren sie auch zusätzlich um den größeren Einfluss und die größere Macht… Das entzieht sich meiner Kenntnis.

        Ich weiß jedoch, dass ein Herr Joschka Fischer Jesuit ist, der die Grünen erst in den Bundestag gebracht hat und mit dem als Außenminister dann der mit einer Lüge begründete Krieg gegen Jugoslawien unter deutscher Kriegsbeteiligung möglich war und ebenso die Hartz-IV-Gesetze und der jetzt “Berater” von REWE – dem Energiekonzern ist, der an der Atomenergie festhält…

        Ein Beispiel für den überstarken Einfluss der extremistischen Zionisten auf die US amerikanische Politik ist die AIPAC: http://de.wikipedia.org/wiki/American_Israel_Public_Affairs_Committee – und über die zionistische Weltorganisation nimmt sie Einfluss auf die Politik auch zumindest in Europa. Dieser zionistische Einfluss der Politik (zunächst in Großbritannien, wo er auch heute noch sehr stark ist) begann bereits vor dem ersten Weltkrieg und er hat einen ebenso starken Einfluss auf die Politik Deutschlands oder womit erklärst Du Dir sonst die sklavische Ergebenheit der deutschen Politik gegenüber den USA und Israel und den unisonen “Antisemitismus” Vorwurf der Presse? Zufall? Nein! Das ist organisiert!

        Und dieses Video mit einem Film von arte möge Dir einen weiteren kleinen Einblick über den Einfluss der fundamentalistischen Evangelikalen verschaffen:

  5. Teamchef sagt:

    Deutschland und wir Deutsche sollten uns bei Fragen zu Israel weiterhin zurückhalten, ganz egal ob die Nazi-Generation gerade im Aussterben begriffen ist, die “Schuld” die unsere Nation auf sich geladen hat, kann und sollte man nicht so leicht von sich abschütteln und sollte dieser weiterhin Rechnung tragen.
    Was hier bisher geschrieben wurde geht total am Thema vorbei und hat wenig Niveau.
    Israel hat selbstverständlich “Schuld” auf sich geladen und die Außenpolitik folgt weiterhin falschen bzw nicht konstuktiven Leitlinien, aber jetzt über das “Finanzjudentum” zu schwadronieren finde ich total daneben – latenter Antisemitismus wahr übrigens schon immer Mainstream…
    Es geht doch um die Frage ob man einen Iran unter Atomwaffen verhindern kann, und wenn ja, wie.
    Oder findet ihr die Vorstellung einer Atommacht Iran nicht problematisch?
    Ein Militärschlag seitens Israel wäre natürlich eine Katastrophe und würde die Gräben in der Region nur weiter vertiefen, das wissen die USA und wird diese Drohung in erster Linie ausgesprochen haben um weiter Druck auf den Iran aufzubauen, ob dies der richtige Weg der Kommunikation ist, sei dabei mal dahingestellt.
    Ich persönlich finds daneben das sich Herr Grass -wie übrigens auch schon bei der Frage, “auch wir DEUTSCHEN haben gelitten und das wird man ja wohl mal sagen dürfen” dermaßen aufspielt und meint den Moralapostel spielen zu müssen, und ja, ich finde die Tatsache das er Deutscher ist welcher zudem bei der SS gewesen ist (wenn auch nicht freiwillig), sind Details die bei so einer öffentlichen Selbstinszenierung mitgelesen werden dürfen…

    • Solveigh Calderin sagt:

      Es ist schon interessant, darüber zu schwadronieren Iran als “Atommacht” verhindern zu wollen, während Israel schon vor 20 Jahren 200 bis 300 Atomsprengköpfe hatte und niemand das auch nur erwähnt! Wieviel mögen sie heute haben?
      Sollte da nicht als erstes durch Bomben auf Tel Aviv und die Atomanlagen davon überzeugt werden, dass es keine Atomwaffen zu haben hat, um “die Region nicht zu destabilisieren”??? Wie sehr können Wahrheiten und Fakten noch verdreht werden???

      Außerdem ist es allgemein bekannt, dass der Iran weder die Atombombe hat noch sie bauen will oder innerhalb der nächsten Jahre dazu in der Lage sein wird und es wird geflissentlich verschwiegen, dass der MoSSad mehrere hochrangige Atomphysiker schlicht umgebracht hat. Mit welchem Recht?

      Und Deine unterschwellige Hetze gegen Herrn Grass sowie Deine unterschwellige Kriegshetze ist – höflich ausgedrückt – absolut daneben und deplaziert!

      Ich kann solche unterschwelligen Vorwürfe nicht ab. Die machen mich regelrecht zornig, weil die jeweilige Person, die sich solcher unterschwelligen Formulierungen bedient davon ausgeht, der andere sei so blöd und merke die Beleidigung nicht und sich gleichzeitig als superschlau (denn klug sind solche Menschen nicht) wähnt.

      Und nein, ich schäme mich nicht für das was einige Menschen zur Zeit des 3. Reiches gemacht haben und nein, ich schäme mich nicht für das, was sich die Hitler-Regierung ausgedacht hat, um Krieg und Verwüstung (übrigens auch aus den USA finanziert) zu ermöglichen.
      Und nein, ich schäme mich nicht für die unmenschliche und den USA und Israel sklavisch ergebene Politik der deutschen Regierung heute, um endlich wieder im Krieg mitspielen zu dürfen, um einigen wenigen die Taschen zu füllen.
      Das alles geschah damals und geschieht heute nicht in meinem Namen!

      Und dieses ewige Geheul von der Schuld des deutschen Volkes, die gar nicht stimmt, habe ich gründlich satt!

      Und nein, ich halte mich nicht zurück, und sehe dazu auch absolut keinen Grund, wenn irgend eine Regierung irgend eines Landes Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht. Dabei ist es mir völlig Wurscht, um welches Land es sich handelt.
      Und die größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden heute von den USA und Israel, zusammen mit Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den anderen NATO-Vasallen begangen!

      Zum Nachtisch serviere ich noch ein sehr interessantes Interview zum Thema Iran:

      • Elli Pirelli sagt:

        Solveigh,
        von solchen erfolgreich hirngewaschenen Realitätsverweigerern lebt das hochkriminelle System! Sie sind die tragenden Säulen! Ignorieren hier, desinformieren da – passt scho!

        Schon Napoleon hatte es sehr gut erkannt:
        “Es gibt kein leichtgläubigeres und naiveres Volk das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen sein, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole die man ihnen gibt, verfolgen sie ihre eigenen Landsleute erbitterter als ihre wirklichen Feinde.”

        Deshalb sollte man sich – frei nach Tucholsky – gerade machen:
        “In Zeiten der universellen Lüge ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.”

      • Gerechtigkeits-Kämpfer sagt:

        Danke, Solveigh Calderin, für dieses zwar lange aber hochinteressante Interview mit Christoph Hörstel über die deutsche und US-Politik gegenüber dem Iran, ich habe es mir 2mal angehört und Freunden weitergeleitet. Es sollte zur Hauptsendezeit im Fernsehen und Radio zigmal verbreitet werden. Ich kannte Christoph Hörstel bisher nicht. Selbst kenne ich die arab. Länder und Israel aus Geschäftsreisen als Exportleiter und ich kann das, was Christoph Hörstel sagt, nur bestätigen. Er weiß, wovon er spricht und ich finde, solche kritischen, unabhängigen Journalisten müssen gehört und verbreitet werden.

      • Teamchef sagt:

        Schon peinlich das du dich nicht schämst. Also ich schäm mich schon, schließlich ist es doch unser Kulturkreis, es sind meine -oder besser: unsere Vorfahren, die das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte mitzuverantworten haben, mit welchen wir schon zusammen im Bus, Restaurant unterm Christbaum oder sonstwo gesessen haben, deren Wohnungen wir jetzt bewohnen, deren Autobahnen wir jetzt befahren, von deren industriellem Erbe wir immer noch profitieren – für unsere Wurzeln sollen wir uns nicht schämen?
        Wer bitteschön soll sich denn jetzt, da die Zeitzeugen ja nun mal im aussterben begriffen sind, eigentlich noch schämen?
        Wir haben viel Wohlstand geerbt und den nehmen wir alle gerne mit – aber das unbequeme Erbe wollen viele nicht mehr tragen, das was du da von dir gibst ist ja der traurige Mainstream, du vertrittst nicht die Minorität , auch ein Punkt der in dem Leitartikel fehlt. Grass spricht doch mit Volkes Stimme!!
        Endlioch sagt mal einer was gesagt werden muss!!
        Und genauso das hat Grass auch bei der Frage “dürfen wir Deutschen nicht auch endlich Opfer sein” getan.
        Er hat mit seinem Buch “Im Krebsgang” laut mit JAA! geantwortet und den Tabubruch gesucht, seitdem gabs Filme über die Gustloff, Dresden, die Flüchtlingsströme, endlich dürfen wir auch mal Opfer und nicht immer nur Täter sein.
        Grass ist schwach und das du dich auch nicht mit Kritik an Israel zurückhälst ist richtig stark, wenigstens ne zweite die sich traut die Dinge mal beim Namen zu nennen ; )
        Ziemlich platt was hier so geschrieben wird…
        Wobei deine generelle Stoßrichtung natürlich die Richtige ist, der Westen hat mit seiner Politik versagt,er propagiert Werte anstatt diese wirklich zu vertreten,er bietet nicht nur der arabischen Welt genug angriffsfläche mit seinem kapitalistischenund z.T. kriegstreiberischem Imperialismus und auch speziell Israel ist in vielen Punkten zu verurteilen.

        Aber: Wo bleibt hier ne differenzierte Sichtweise?

        Israel existiert unter einem ständigen Bedrohungsszenario -ob nun selbst erschuldet oder nicht ist hier nicht die entscheidende Frage – würdest du in Tel Aviv leben, würdest du in dieses nur ungern ne Atombombe einbauen , oder?
        Man sollte immer versuchen beide Seiten zu betrachten

  6. Pauline sagt:

    Als erstes möchte ich sagen das ich Günther Grass nie mochte, sein Schreibstil gefällt mir nicht. Sein Gedicht gefällt mir auch nicht vom Stil her, aber der Inhalt ist es ja auf den es ankommt. Wohlwissend was er sich mit der Veröffentlichung seiner Ansichten antut, hat er wahren Mut bewiesen, Wahrheiten auszusprechen, die schon längst überfällig sind. Dafür geniesst Herr Grass meine tiefe Achtung. Es gab in Deutschland einen Blog der hervorragende Recherchen zumThema Zionismus bietet, der Blog des verstorbenen Lupo Cattivo, hier der Link für interessierte Leserinnen und Leser:
    http://lupocattivoblog.com/2010/08/15/alte-fotos-entlarven-alte-lugen/

  7. mfis sagt:

    Ein sinniger Artikel in einer hirnzerfressenen Debatte, die sich scheinbar darum dreht, wer der am lautesten schreiende Gutmensch ist. Bin begeistert! Grass hatte ordentlich vorgelegt, das Gezeter ist mir aber trotzdem großteils zu debil. Ich geh jetzt erstmal der Opfer aller kommenden Naturkatastrophen gedenken…

  8. Eric B. sagt:

    G. Grass hat mit seiner Kritik an Israel einen Nerv getroffen, wie die heftigen Reaktionen im In- und Ausland zeigen. Nur die EU stellt sich taub. Dabei zielt die Polemik des Dichters auch auf die EU-Politiker: Schweigend sehen sie zu, wie Israel einen Krieg gegen Iran vorbereitet. Bei einem Strategie-Treffen der EU-Außenminister im März in Kopenhagen würde die Gefahr nicht einmal erwähnt. Das Schweigen hat Methode… http://lostineurope.posterous.com/119632054

  9. Es handelt sich auch eindeutig um eine Medienkampagne. Ich hatte mehrfach in verschiedenen Zeitungen einen Kommentar zu den fast durchweg hasserfüllten polemischen “Artikeln” abgegeben, sie wurden nicht frei geschaltet. Auch wenn ich nicht an Verschwörungen glaube, aber ich muss davon ausgehen, dass den Medien von Wirtschaftseite aus mit dem Entzug der Werbeeinnahmen gedroht wurde. Man darf ja nicht vergessen, dass Deutschland wieder “dicke da ist” im Waffengeschäft. Auch das hat ja Grass indirekt angeprangert.

  10. kidthenapper sagt:

    Eine angenehm rationale Analyse inmitten der vielen rein reflexhaften Äußerungen im öffentlichen Diskurs.
    Besonders gefällt mir der Terminus des “endgültigen Intellektuellen”, dessen öffentliche Rolle determiniert ist. Zu überlegen wäre noch, ob die Reaktionen der politischen und intellektuellen Eliten trotzdem ihre aufrichtige Meinung widerspiegeln oder eine Diskrepanz zwischen ihren Überzeugungen und dem von der Öffentlichkeit erwarteten Verhalten besteht. Wer diese Diskrepanz zwischen privater und veröffentlichter Meinung stillschweigend akzeptiert und durch sein eigenes Handeln verfestigt, wird den Ansprüchen an die intellektuelle Elite dann meines Erachtens nicht gerecht, da er aus Bequemlichkeit seine Verantwortung zurückweist.

  11. Solveigh Calderin sagt:

    Schon peinlich das du dich nicht schämst. Also ich schäm mich schon, schließlich ist es doch unser Kulturkreis, es sind meine -oder besser: unsere Vorfahren, die das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte mitzuverantworten haben, mit welchen wir schon zusammen im Bus, Restaurant unterm Christbaum oder sonstwo gesessen haben, deren Wohnungen wir jetzt bewohnen, deren Autobahnen wir jetzt befahren, von deren industriellem Erbe wir immer noch profitieren – für unsere Wurzeln sollen wir uns nicht schämen?

    Nein, dafür sollen wir uns nicht schämen. Denn weder ich noch meine Vorfahren sind für diese Verbrechen verantwortlich und auch nicht verantwortlich zu machen.

    Ich verurteile die Menschen, die schlimmste Verbrechen gegen jede Menschlichkeit begangen haben und die Menschen, die dies heute tun.
    Ich verurteile die Menschen, die gemordet, vergewaltigt, ausgeraubt und den schlimmsten Krieg des 20. Jahrhundert angezettelt und befohlen haben und dies heute tun.
    Ich verurteile die Menschen, die den Hitlerfaschismus benutzt haben, um ihrer eigene Perversität und Bestialität ausleben zu können und die dies unter neuem Namen mit den selben Mitteln heute tun.
    Ich verurteile die Menschen, die dieses System politisch und wirtschaftlich erdacht und errichtet haben.
    Diese Menschen aber sind nicht und repräsentieren nicht das deutsche Volk. Sie sind lediglich ein Teil davon – und zwar der herrschende und schlechteste (= geringste) Teil des deutschen Volkes – und sie versuchen das selbe heute wieder – diesmal gleich für ganz Europa.

    Wer bitteschön soll sich denn jetzt, da die Zeitzeugen ja nun mal im aussterben begriffen sind, eigentlich noch schämen?

    Niemand!
    Wie sich auch bereits 1945 nicht das gesamte deutsche Volk zu schämen hatte für eine diktatorische Macht , die jeden Widerstand sofort mit dem Tode bestrafte und die unmenschliche und unvorstellbare Verbrechen beging!

    Wir haben viel Wohlstand geerbt und den nehmen wir alle gerne mit – aber das unbequeme Erbe wollen viele nicht mehr tragen,

    Von welchem geerbten Wohlstand sprichst Du bitte???
    Von dem faschistischen Hitlerregime hat das deutsche Volk ein zerbombtes Deutschland mit fast vollständig zerstörter Industrie, ein geteiltes Deutschland, ein Deutschland unter alliierter Aufsicht, Armut; Hunger und Vertreibung geerbt!
    Bitte immer schön bei den Tatsachen bleiben und nicht die Geschichte verwischen und falsch erzählen, um scheinheilig eine Schuld des deutschen Volkes zu begründen!!!
    Der “Wohlstand” ist erst später geschaffen worden – und er wird heute von denselben Mächten wie damals wieder zerstört! Und das deutsche Volk soll die Suppe wieder auslöffeln!

    Er hat mit seinem Buch “Im Krebsgang” laut mit JAA! geantwortet und den Tabubruch gesucht, seitdem gabs Filme über die Gustloff, Dresden, die Flüchtlingsströme, endlich dürfen wir auch mal Opfer und nicht immer nur Täter sein.
    Die deutschen Menschen sind Opfer – und einige von ihnen sind Täter gewesen und einige deutsche Menschen sind auch heute Täter.

    Bereits Stalin – selbst Diktator – war klüger als alle Ankläger der so genannten “demokratischen” westlichen Alliierten, die es sehr eilig hatten, dem gesamten deutschen Volk eine Schuld einzureden, die es a) nicht hatte und darum b) nicht zu tragen hatte, und sagte:
    “Die Hitlers kommen und gehen, aber das deutsche Volk bleibt.”
    Und das deutsche Volk ist mehrfaches Opfer in diesem dreckigen Spiel der Mächtigen (es sind übrigens damals dieselben wie heute!):
    1. Ist es Opfer der faschistischen Propaganda geworden und hat den falschen Versprechungen des Herrn Hitler und seiner faschistischen Bande (mitsamt und an der Spitze die Industriellen und Bankiers, die ihn finanziert, also gewollt, nein instaliert! haben und ohne die Herr Hitler unmöglich hätte an die Macht kommen können!)
    2. Sind die deutschen Menschen zu Opfern geworden, indem sie ihre Haut in einem Krieg zu Markte getragen haben, gefallen und verkrüppelt sind, der einzig und allein denen genützt hat, die Hitler in den Sattel gehoben haben.
    3. Sind sie Opfer des Krieges geworden, der von den Kriegstreibern und -gewinnlern begonnen wurde, in dem bereits viele Millionen Deutsche ihr Leben gelassen haben und der an seinen Ursprung zurück kehrte und nun weitere Opfer – vor allem zivile – forderte.
    4. Sind sie Opfer von Vertreibungen geworden. Deutschland wurde im Ergebnis des verheerenden und grausamen Krieges kleiner und die Bewohner der Länder waren aus sehr verständlichen Gründen nicht sehr gut auf “die Deutschen” (die es gar nicht gibt) zu sprechen und haben mit den selben Mitteln “die Deutschen” vertrieben, mit denen vorher “die Deutschen” die dort ansässige Bevölkerung vertrieben hat – und zur Sicherheit gleich noch ein paar mehr.
    5. Sind ungezählte Deutsche Opfer geworden, die ihre Stimme gegen den Faschismus und seine Verbrechen erhoben, die in den Rüstungsfabriken die Arbeit sabotierten oder Juden halfen, sich vor den Schergen zu verstecken, die sowohl die Alliierten als auch die Russen mit Informationen aus dem faschistischen Deutschland – im Widerstand zu diesem verbrecherischen System – versorgten, die Schwulen, die geistig und körperlich Behinderten, die in den KZs, Gefängnissen und Zuchthäusern umgekommen, ermordet oder “auf der Flucht erschossen” wurden.
    6. Sind sie Opfer der Zerstörungen Deutschlands, seiner Infrastruktur und Industrie geworden. Sie waren Opfer von Hunger, Kälte, Obdachlosigkeit und Kriminalität im Nachkriegsdeutschland.
    7. Sind sie Opfer durch die Teilung und alliierten Bewachung Deutschlands geworden.

    z.T. kriegstreiberischem Imperialismus
    Kapitalismus und Imperialismus sind nicht zum Teil, sondern grundsätzlich kriegstreiberisch. Der Kapitalismus mit seinem Endstadium Imperialismus und der Faschismus als die übelste und verbrecherischste Form des Kapitalismus als einzigen Ausweg aus dem Imperialismus, wenn er sich selbst nicht abschaffen will, braucht den Krieg, und zwar um alle geschaffenen Güter zu vernichten – damit wieder neu gekauft wird und neuer Absatz geschaffen wird, um neue Absatzmärkte zu “erobern” oder zu vorhandene “sichern”, um die geschaffenen Waffenarsenale, die vollständig von den Völkern bezahlt wurden, deren Gewinne sich aber nur die Eigner der Waffenkonzerne einstecken – und die liegen bei über 1.000 %!!! – “abzubauen”, “die Lager leer zu räumen”, damit diese Arsenale dann mit NEUEN Waffen gefüllt werden können. An dem “Verbrauch” der Wafffen verdienen dieselben Leute noch einmal horrende Summen und dann noch einmal bei der Wiederbeschaffung!!!

    und auch speziell Israel ist in vielen Punkten zu verurteilen.
    Israel ist von Anfang an ein imperialistischer Staat mit faschistoider Ausprägung gewesen und ist es heute noch. Also ist der zionistische Staat Israel (die Zionisten, nicht das israelische Volk) von Anfang an für seine aggressive Politik zu kritisieren gewesen und ist es noch heute. Nicht “zum Teil”, sondern vollkommen, denn die israelische Regierung betreibt eine Politik der Kriegstreiberei, der Unmenschlichkeit, der Völkervertreibung und des Völkermordes um der eigenen Hegemonieansprüche wegen und den Gesetzen des Kapitalismus und Imperialismus folgend!

    Israel existiert unter einem ständigen Bedrohungsszenario -ob nun selbst erschuldet oder nicht ist hier nicht die entscheidende Frage –
    Selbstverschuldet oder nicht ist die entscheidene Frage!
    Wenn ich jemanden überfalle und der wehrt sich und schlägt mich. Dann geht ja wohl nicht der in Notwehr handelnde, sondern ich, der Angreifer, ins Gefängnis! Du versuchst hier wieder, die Opfer zu Tätern und die Täter zu Opfern zu machen!
    Israel hat sich die Bedrohung durch seine Besatzungspolitik, durch die illegale Besiedlung, von Anfang an selbst geschaffen – und hat darum nun keinerlei Recht, sich darüber zu beschweren und gar als “Opfer” dazustellen und diese selbst geschaffene Bedrohung als Legitimation für seine weiteren Aggressionen, illegalen Besiedlungen und damit verbundenen Vertreibungen (höflich ausgedrückt!) zu nehmen!

    würdest du in Tel Aviv leben, würdest du in dieses nur ungern ne Atombombe einbauen , oder?
    Unter diesem Geschichtspunkt erklär’ mir doch mal bitte, warum Israel bereits vor rund 20(!!) Jahren 200 – 300 Atomsprengköpfe besaß? Neben all’ den anderen chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen, natürlich!

    Man sollte immer versuchen beide Seiten zu betrachten
    Ja. Aber nicht einseitig!

  12. Marie sagt:

    Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Israel seit Jahrzehnten mit einem Atomwaffenarsenal, das jeglicher Kontrolle entzogen ist, seine Nachbarn und den gesamten Nahen Osten massiv bedroht. Ein Staat, der zahlreiche Angriffskriege geführt hat (Überfälle auf den Gazastreifen z.B. 1978, 1982, 1993, 1996, 2006 und 2008) ist hochgefährlich. Ein Staat, der “präventiv” Angriffskriege plant, ist eine Bedrohung für die gesamte Staatengemeinschaft. Es ist genauso eine Tatsache, dass Iran keinerlei Angriffskriege geführt hat, dass Iran sein Atomwaffenprogramm bereits in 2003 aufgegeben hat und der Kontrollbehörde ungehinderten Zugang zu allen entsprechenden Anlagen gewährte und dabei über die gesetzlichen Anforderungen sogar hinaus ging. Es ist weiterhin eine Tatsache, dass die Wiener Behörde offensichtlich iranische militärische Internas an die USA verraten hat und dass mehrere iranische Atomwissenschaftler durch terroristische Anschläge dieser sebsternannten “Guten” ihr Leben verloren. Es ist eine Tatsache, dass Iran nie mit Auslöschung Irans gedroht hat und ich kann angesichts dessen, dass das längst widerlegt ist und beispielweise das ZDF die Unrichtigkeit dieser Behauptung offiziell eingeräumt hat, sie aber trotzdem ohne jeden Skrupel weiterverbreitet, so wie das alle Mainstream-Medien tun, auch nicht an einen bloßen “Übersetzungsfehler” glauben, denn die hasserfüllte, geifernde Kriegspropagande der Medien hat m.E. Methode.

    Israel instrumentaliesiert den Holocaust seit Jahrzehnten, um die Welt zu erpressen und ungehindert seinen Vernichtungsfeldzug gegen die palästinensische Bevölkerung in den besetzten Gebieten zu führen.

    Die Besatzungsmacht Israel macht sich schwerster Verbrechen gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht schuldig, ich verweise auf die Berichte Amnesty International.
    1,5 Millionen Menschen sind praktisch von der Außenwelt abgeschnitten und auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hilfslieferungen werden verhindert und erschwert, Menschen sterben, weil auch in medizinischen Notfällen Ausreisegenehmigungen verzögert werden, palästinensische Häuser, Dörfer, Einrichtungen werden grundlos zerstört, auf illegal beschlagnahmten Grundstücken wird wieder gebaut (israelische Siedler), keine zufriedenstellende Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen und anderer schwerer Verstöße gegen das Völkerrecht, schwere Übergriffe, ungesetzliche Tötungen, und andere Verbrechen jüdischer Siedler und israelischer Soldaten bleiben fast immer straffrei, unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt führt zum Tod vieler Zivilisten, auch Kindern, Hunderte von Palästinensern wurden festgenommen und befinden sich ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft, einige schon seit mehr als zwei Jahren. Berichte von Folterungen und anderen Misshandlungen sind an der Tagesordnung, werden aber in aller Regel nicht untersucht und gefoltert werden auch Kinder. Etwa 6000 Palästinenser verbüßen darüber hinaus Haftstrafen nach vielfach unfairen Prozessen vor Militärgerichten und israelische Kriegdienstverweigerer ergingen ebenfals Freiheitsstrafen. Nahezu die gesamte Bevölkerung im Gaza war eingeschlossen, Hilfslieferungen wurden massiv beghindert, die Blockade verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, der Zugang zu medizinischer Versorgung usw. wurde massiv erschwert oder gänzlich blockiert. Das Recht auf Wohnraum wird verletzt, unrechtmäßige Zwangsräumungen, die zur Obdachlosigkeit von von Palästinensern (auch Kindern) führten, ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, unverhältnismäßige Gewalt gegen Zivilpersonen, und Straffreiheit für die Täter. Und so weiter und so fort.

    Und wenn ich hören und lesen muss, ein derart terroristischer Staat sei angeblich “die einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten”, dann krieg ich die Krise.

    Israel betreibt in Gaza einen Völkermord, http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_international/christison_genozid_ausloeschung_der%20palaestinenser.htm

    http://zmag.de/artikel/israel-begeht-in-gaza-einen-voelkermord

    und die seit Jahren anhaltende Hetzpropaganda gegen den Iran, die seit geraumer Zeit massiv verstärkt wurde, dient allein der Legitimierung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges, der den gesamten Nahen Osten zum Explodieren bringen – ein solcher Angriffskrieg könnte in einen dritten Wetkrieg münden, würde jedenfals einen Kollaps der gesammten Wetwirtschaft nach sich ziehen mit verheerenden Folgen. http://www.tagesschau.de/ausland/iraninterview104.html

    Um diesen verbrecherischen geplanten Angriffskrieg zu rechtfertigen und dem an sich in der Mehrheit friediebenden Bürger als “alternativlos” zu verkaufen, wird eine hasserfüte, verlogene Propaganda betrieben, die selbst die hasserfülten Lügen vor dem Irak-, Afghanistan- und Jugoslawienkrieg bei Weitem in den Schatten stellt und selbstverständlich benötigt man hierfür einen weiteren “irren Hitler.” Diesmal genügt ein “irrer Hitler” nicht – jetzt werden auch Kritiker, die die Wahrheit sagen oder wenigstens einen kleinen Bruchteil der Wahrheit, zu “irren Hitlern” und der geifernde Hass kennt keine Grenzen mehr.

  13. Marie sagt:

    Es solte natürlich heißen: dass Iran nie mit der Auslöschung Israels gedroht hat, sorry

  14. Der Duderich sagt:

    Habe einen neuen Post zur ‘Causa Grass’ in meinen Blog gestellt:
    ‘Was gesagt wurde – Der Versuch einer Zwischenbilanz’

    Wen(n) es interessiert:

    http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2012/04/was-gesagt-worden-ist-der-versuch-einer.html

  15. blogfighter sagt:

    In meiner Analyse MÜNCHNER DISSIDENTENJAGD http://profiprofil.wordpress.com/2012/04/10/munchner-dissidentenjagd/
    der hier kritisierten Methodik der Plappernden Kaste im Kampf um Tabuisierung der Grassschen Behauptung von “Israels Gefährdung des Weltfriedens” habe ich meine unwiderleglichen Begründungen zu diesen Thesen hier ausformuliert:
    Niemand kann widerlegen,
    1. dass Israel “die Bombe” besitzt – und der Iran nicht.
    2. dass Israel die Bombe einsetzen kann und der Iran nicht
    3. dass Israel deshalb den Iran überfallen kann, ohne von diesem militärisch bedroht werden zu können
    4. dass bei einem (unwahrscheinlichen) Verteidigungsangriff des Irans Israel sich “existenziell bedroht” fühlen, den Bündnisfall erklären und den (atomaren) Zweitschlag führen könnte, alles strategische Möglichkeiten, die der bündnisfreie, absolut isolierte, militärisch schwache, zu einem Angriff (wozu auch?!) völlig ungeeignete Iran nicht besitzt.
    5. dass der Islam keine rassistische Weltanschauung ist.
    6. dass ein jeder Deutscher, also auch Günter Grass und Frau Merkel, an das strafbewehrte Verbot der Planung und Durchführung eines Angriffskriegs (Art. 26 GG) gebunden ist, ein Gebot, das allein schon durch die Lieferung von 6 atombombenbestückbaren U-Booten in das „Spannungsgebiet“ Numero 1 verletzt wird.

  16. Marie sagt:

    Der Staat Israel bedroht seit Jahrzehnten den Nahen Osten mit einem Atomwaffenarsenal, das jeder Kontrolle entzogen ist. Israel hat zahlreiche Angriffskriege geführt (Überfälle auf den Gazastreifen z.B. 1978, 1982, 1993, 1996, 2006 und 2008) und die aggressive Politik der rechten Hardliner ist hochgefährlich. Ein Staat, der “präventiv” Angriffskriege plant, ist eine Bedrohung für die gesamte Staatengemeinschaft. Iran hat keinerlei Angriffskriege geführt und sein Atomwaffenprogramm bereits in 2003 aufgegeben. Die Kontrollbehörde erhielt ungehinderten Zugang zu allen entsprechenden Anlagen. Die Behauptung, Iran würde an einer Bombe basteln, beruht auf reiner Spekulation und wird, wie beim Irakkrieg, als es um angebliche Massenvernichtungswaffen ging, lediglich vorgeschoben, um einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu “legitimieren,” Man will diesen Krieg, koste es, was es wolle und es geht in keinster Weise um angebliche Atombombenpläne des Iran, sondern um machtpolitische, wirtschaftliche und gesostrategische Interessen. Die Panungen laufen schon seit mehr als 10 Jahren.

    Die Wiener Kontrollbehörde hat offensichtlich iranische militärische Internas an die USA verraten und mehrere iranische Atomwissenschaftler kamen in der Folge durch terroristische Anschläge dieser sebsternannten “Guten” ums Leben. Es ist eine Tatsache, dass Iran nie mit Auslöschung Israels gedroht hat und ich kann angesichts dessen, dass das längst widerlegt ist und beispielweise das ZDF die Unrichtigkeit dieser Behauptung offiziell eingeräumt hat, sie aber trotzdem ohne jeden Skrupel weiterverbreitet, so wie das alle Mainstream-Medien und fast alle Kommentatoren tun, auch nicht an einen bloßen “Übersetzungsfehler” glauben, denn die hasserfüllte, geifernde Kriegspropagande der Medien hat m.E. Methode.

    Israel instrumentalisiert den Holocaust seit Jahrzehnten, um die Welt zu erpressen und ungehindert seinen aggressiven Vernichtungsfeldzug gegen die palästinensische Bevölkerung in den besetzten Gebieten zu führen.

    Die Besatzungsmacht Israel macht sich schwerster Verbrechen gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht schuldig, wie alljährlich die Berichte von AI und anderer Menschenrechtsorganisationen belegen.

    1,5 Millionen Menschen sind praktisch von der Außenwelt abgeschnitten und auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hilfslieferungen werden verhindert oder erschwert, Menschen sterben, weil auch in medizinischen Notfällen Ausreisegenehmigungen verzögert werden, palästinensische Häuser, Dörfer, Einrichtungen werden grundlos zerstört, auf illegal beschlagnahmten Grundstücken bauen israelische Siedler, es gibt keine zufriedenstellende Untersuchung der Kriegsverbrechen und anderer schwerer Verstöße gegen das Völkerrecht. Schwere Übergriffe, ungesetzliche Tötungen und andere Verbrechen jüdischer Siedler und israelischer Soldaten bleiben fast immer straffrei und die unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt führt zum Tode vieler Zivilisten, auch von Kindern. Hunderte von Palästinensern wurden festgenommen und befinden sich ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft, einige schon seit mehr als zwei Jahren. Berichte von Folterungen und anderen Misshandlungen sind an der Tagesordnung, werden aber in aller Regel nicht untersucht und gefoltert werden auch Kinder. Etwa 6000 Palästinenser verbüßen darüber hinaus Haftstrafen nach meist unfairen Prozessen vor Militärgerichten und gegen israelische Kriegdienstverweigerer ergehen ebenfals Freiheitsstrafen. Ganze Dörfe wurden dem Erdboden gleichgemacht, was zur Obdachlosigkeit von Palästinensern (auch Kindern) führte. Und so weiter und so fort. (Entnommen dem Bericht von AI)

    Wenn ich höre und lese, ein derart terroristischer und aggressiver Staat sei angeblich “die einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten”, dann krieg ich die Krise.

    Israel betreibt in Gaza einen Völkermord, http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_international/christison_genozid_ausloeschung_der%20palaestinenser.htm

    http://zmag.de/artikel/israel-begeht-in-gaza-einen-voelkermord

    Die seit Jahren anhaltende Hetzpropaganda gegen den Iran, die seit geraumer Zeit massiv verstärkt wurde, dient allein der Legitimierung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges, der den gesamten Nahen Osten zum Explodieren bringen würde– ein solcher Angriffskrieg könnte auch in einen Dritten Wetkrieg münden, würde jedenfals einen Kollaps der gesamten Weltwirtschaft nach sich ziehen, mit verheerenden Folgen. http://www.tagesschau.de/ausland/iraninterview104.html

    Um diesen verbrecherischen geplanten Angriffskrieg zu rechtfertigen und dem an sich in der Mehrheit friediebenden Bürger als “alternativlos” zu verkaufen, wird eine hasserfüllte, verlogene Propaganda betrieben, die selbst die Lügen vor dem Irak-, Afghanistan- und Jugoslawienkrieg bei Weitem in den Schatten stellt und selbstverständlich benötigt man hierfür einen weiteren “irren Hitler.” Diesmal genügt ein “irrer Hitler” nicht – jetzt werden auch Kritiker, die die Wahrheit sagen oder wenigstens einen kleinen Bruchteil der Wahrheit, zu “irren Hitlern” und der geifernde Hass kennt überhaupt keine Grenzen mehr.

  17. Marie sagt:

    Hallo, liebe Foristen,
    mein Beitrag hängt seit gestern um 20.47 Uhr in der Moderation, ich habe den heute noch einmal etwas verändert eingestellt, auch dieser hängt in der Moderation. Da ich mich hier noch nicht auskenne, frage ich mal: Gibt es einen Moderator, und wenn ja, wie lange kann denn so eine Moderation dauern?

  18. Esra Yildiz sagt:

    Sehr geehrter Herr Müller,

    Sie führen in der Causa Grass hiermit explizit die Hitler-Assoziation des Herren G. ein. So habe ich das noch nirgends gelesen. Der Gedanke ist Ihnen offensichtlich gekommen, auch wenn Sie ihn in vorauseilender Abwehr formulieren. Jedenfalls sind Sie damit schnell zur Hand.

    Sie bringen den H.-Vergleich ins Spiel, wo es um jemand geht, der biografische Laufzeit zur H.-Zeit hatte. Der diskreditierende H.-Vergleich funktioniert meines Erachtens nur, wenn man jemand über Zeit und Ort hinweg mit H. assoziert. G. ist jedoch ein Kind der H.-Zeit, glaubte bis lange nach Kriegsende noch, der Holocaust sei eine Propagandalüge der Allierten. Nicht aus ewig stupender Gestrigkeit; er hatte es zunächst nicht anders gelernt.

    Seine alterspsychologische Regression lässt (nicht nur bei bösem Willen) nun die galoppierende Assoziation von Formeln zu, die in der H.-Zeit gepflegt wurden: Alljuda als Kriegstreiber. Diese Analogie belastet, auch wenn sie unberechtigt mitgedacht wird. Grassens Problem ist, dass er eine biografische Schnittstelle mit der H.-Zeit hat, die uns nun munter einen gedanklichen Bogen bauen lässt. Aber doch nicht in einer direkten H.-Analogie, sondern eher in dem Bild des Jungmanns mit SS-Runen am Revers.

    Dass deutsche Geschichte ein reiches Reservoir an naheliegenden und weithergeholten Assoziationen und gedanklichen Brücken hat, beweist ja Grass auch durch seinen jüngsten Stasi-und-Mielke-Vergleich in Richtung Israels Innenminisetrium.

    Der bisweilen dumpfe Resonanzboden deutscher Geschichte schwingt immer mit; nur wer vollkommen ignorant ist, sich geschichtslos gibt, hört ihn nicht.

    • Sehr geehrte Frau Yildiz,

      ich kann Ihrem Kommentar leider nicht ganz folgen. Erstens führe nicht ich die Hilter-Assoziation ein, auch nicht Herr Grass, sondern – wie im betreffenden Artikel eigentlich explizit dargestellt – Frau Klarsfeld! Weder ist mir also dieser Gedanke gekommen, noch bin ich damit schnell zur Hand.

      “Der bisweilen dumpfe Resonanzboden deutscher Geschichte schwingt immer mit; nur wer vollkommen ignorant ist, sich geschichtslos gibt, hört ihn nicht.” – Das ist ein Pauschalurteil.

      Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass der Hitler-Vergleich also aufgrund Grass’ Vergangenheit in der Waffen-SS angebracht war?

  19. Esra Yildiz sagt:

    Mein Vergleich zur Güte:

    Ein H.-Vergleich geht nie, geht immer nach hinten los, fällt somit auf den H.-Vergleicher zurück. Der H.-Verglichene kann nur zu unrecht sich verglichen fühlen, ist in Sachen Unsäglichkeit H. unvergleichbar.

    Zu Ihrer Frage:

    Nein, was ich sage ist: Eine minderjährige NS-Vergangenheit macht einen nicht zu einem Hitler, sondern zu einem Kind der H.-Zeit. Dem Herrn G. sicher die größte Bürde, liefert er doch Einiges, das zuweilen kompensatorisch anmutet.

    • “Ein H.-Vergleich geht nie, geht immer nach hinten los, fällt somit auf den H.-Vergleicher zurück. Der H.-Verglichene kann nur zu unrecht sich verglichen fühlen, ist in Sachen “Unsäglichkeit H. unvergleichbar.” In der Tat, nichts anderes habe auch ich geschrieben.

      “Nein, was ich sage ist: Eine minderjährige NS-Vergangenheit macht einen nicht zu einem Hitler, sondern zu einem Kind der H.-Zeit. Dem Herrn G. sicher die größte Bürde, liefert er doch Einiges, das zuweilen kompensatorisch anmutet.” Gut, dann verstehen wir uns ja. Belibt für mich die Frage, auf was Sie ursprünglich hinaus wollten…

  20. Esra Yildiz sagt:

    “Bleibt für mich die Frage, auf was Sie ursprünglich hinaus wollten…”, fragen sie sich, fragen sie mich … und stellen drei Punkte hinten an, die über den Rand purzeln und pling, pling, pling auf die Blechtrommel tropfen, die bei mir neben dem Schirm liegt. (Die gebundene Version, keine veritabel blecherne.) Der Resonanzboden des papierenden Instruments hallt nach.

    Indem Sie einleitend davon sprachen, dass der H.-Vergleich in der aktuellen Debatt gewissermaßen antizipierbar war – es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, wann der H.-Vergleich “aus der Schublade geholt” werde – macht doch deutlich, dass der H.-Vergleich davon lebt, dass beide Seiten sich vor dem gleichen Empörungshorizont bewegen. Die Empörung generiert sich ähnlich reflexiv, sei es die Empörung über als H.-analog Erlebtes, oder aber die Empörung über die H.-Analogisierung an sich: Er/Sie hat Hitler gesagt! – Der H.-Vergleich lebt also gewissermaßen auf beiden Seiten von seiner Übergriffigkeit und Dominanz – und verstellt beidseitig den Blick auf den Kern einer Problematik.

    … darauf wollte ich hinaus. Dazu mein Dreh, ausgerechnet Ihnen, einem empörten Abweiser, die breitgetretene H.-Assoziation anzurechnen, verstehen Sie? Nach der Logik, dass Empörung und Gegenempörung sich bisweilen sehr ähneln.

  21. Sorry sagt:

    Der H.-Vergleich geht, wenn die verschiedenen Völkermorde verglichen werden sollen.

    Höre Ken Jebsen

  22. blogfighter sagt:

    “Bleibt für mich die Frage, auf was Sie ursprünglich hinaus wollten…”

    Gute Frage, Sebastian Müller – und Hallo, Frau Yildiz: man begegnet sich im Leben doch immer zwei Mal, und das das bei uns beiden so schnell hintereinander geht, ist sicher kein Zufall?!
    Was ich Ihnen bereits als meine Kritik Ihrer beiden Postings vermittelt hatte http://profiprofil.wordpress.com/2012/04/10/munchner-dissidentenjagd/#comments , das tritt in diesen Ihrer beiden Postings noch klarer in Erscheinung: Die Verworrenheit ihrer Wortklempnereien – von Gedankengängen kann man bei Ihnen nicht sprechen – mit der Sie nur mühsam Ihren Hass auf Andersdenkende, hier: Günter Grass, unterdrücken können.
    Ich kritisiere Sie nur deshalb, weil Sie mir hier als Prototyp der Plappernden Kaste http://de.wordpress.com/tag/plappernde-kaste/ in Erscheinung treten, die sich dadurch auszeichnet, Meinungen zu äußern ohne wirklich denken zu können oder denken zu wollen.
    Zur Begründung meines Verrisses diese Kurzanalyse dieser Zeilen von Ihnen; Sie schreiben:
    1 „Seine alterspsychologische Regression lässt (nicht nur bei bösem Willen) nun die galoppierende Assoziation von Formeln zu, die in der H.-Zeit gepflegt wurden: Alljuda als Kriegstreiber. Diese Analogie belastet, auch wenn sie unberechtigt mitgedacht wird.“
    Sie lieben es, im Gewand der Psychologin Menschen fertig zu machen, mit denen Sie kein Wort gewechselt haben; Sie gehen arrogant davon aus, dass die Sie (und nur Sie) charakterisierenden „galoppierenden Assoziationen“ einfach auf das Objekt Ihrer Verachtung projiziert werden dürften – Hass auf andere, das wissen Sie doch, ist in Wirklichkeit Selbsthass – mit dieser Ungeheuerlichkeit von „“Juda verrecke“, die Sie Grass als Motiv unterjubeln wollen. Israel ist – wie ich es unwiderleglich nachgewiesen habe (s. Link) – in der Tat der Kriegstreiber, und der Iran ist das ausgesuchte Opfer, doch ist diese Anschuldigung kein Ausdruck von Antisemitismus, sondern ein Resultat einer sehr schmerzlichen Erkenntnis. Grass nennt als sein Motiv: „Ich kritisiere eine Politik, die Israel mehr und mehr Feinde schafft.“ Es ist eine feindselige, „gemeine“ (Reich-Ranicki) Politik, die Israel zum „Gefährder des Weltfriedens“ werden lässt.
    Doch zu Ihnen, Frau Yildiz, und der Bösartigkeit Ihrer Gedankenklempnerei. Sie schreiben:
    Grassens Problem ist, dass er eine biografische Schnittstelle mit der H.-Zeit hat, die uns nun munter einen gedanklichen Bogen bauen lässt. Aber doch nicht in einer direkten H.-Analogie, sondern eher in dem Bild des Jungmanns mit SS-Runen am Revers.“
    Was Sie, Frau Yildiz, mit diesem Gleichnis an „galoppierenden Assoziationen“ produzieren wollten, das hat die journalistische Flachpfeife Thomas Steinfeld in seiner Hetzschrift in einem Moment geistiger Erleuchtung in diese zutreffenden Sätze gefasst: „Wobei es, und das sollte man auch (sic) sagen, etwas Infames hat, wenn Benjamin Netanjahu am Ende Günter Grass´ spätes Bekenntnis, er sei Mitglieder Waffen-SS gewesen, so verdreht, als wäre der Dichter immer noch in deren Auftrag unterwegs.“ Sie aber tun dies, und nicht nur dies, sondern – aber das dürfte Ihrer Unfähigkeit/Unkenntnis geschuldet sein, in klarer Verkennung des relevanten Unterschieds zwischen „Waffen-SS“ (einer mit der Wehrmacht gleichgestellten kämpfenden Truppe) und der „SS“, die dem Reichsführer und Reichsinnenminister unterstellt gewesen ist. Aber mit den „Fakten“ hapert es bei Ihnen sowieso, zumal Sie diese ja nach Gusto instrumentalisieren.
    Grass hegt keinen Hass auf „Israel“, sprich: die israelische Regierung – ihn treibt um die Sorge um den Weltfrieden, der – wie ich es bereits gestern in diesem Forum unwiderleglich abgeleitet habe – eindeutig von den Besitzern der A-Bombe ausgeht, und von sonst niemandem! Diesen Kriegstreibern den publizistischen Beistand zu versagen, das wäre das pazifistische Gebot der Stunde gewesen, doch Pazifismus, also die weltweite Abrüstung und der Kampf um eine Welt der friedlichen Koexistenz, das ist – bitte korrigieren Sie mich auch hier – ganz offensichtlich weder für Herrn Netanyahu noch für Frau Yildiz ein gute Geschäftsidee. Sehr schade, Frau Yildiz.

  23. Esra Yildiz sagt:

    @Sorry

    Sie meinen, Mahmud A. könnte sich durch einen Volltreffer in die gleiche numerische Liga wie H. begeben?

    Oder formulieren Sie rückgewandt in revisonistisch-relativierender Manier? In der Art: Selbst ein Mao hat mehr Menschen auf dem Gewiseen als H.

    Oder was?

    Höre nicht Ken J.

  24. Sorry sagt:

    @ EY, Sie reden widersprüchlichen Stuss, im übrigen blenden Sie. Sie sind vermutlich auch nicht die Person auf dem Foto. Sie gehören zu den Leuten, die es aus bestimmten Gründen nicht nötig haben, Sachargumente auszutauschen. Darum: erzählen Sie lieber aus Ihrer Kindheit oder aus dem letzten Urlaub. Politik wäre Zeitverschwendung …

  25. Esra Yildiz sagt:

    @Sorry

    Lieber Sorry,

    bitte entschuldigen Sie, wenn ich Sie provoziert habe. Das war zwar durchaus mein Ansinnen, ich bin aber dann doch wohl zu weit gegangen! Sie haben vollkommen recht, Politik im engeren Sinne ist nicht mein Ding. Zu groß ist mir die Versuchung, das politische Lagerdenken durch eine freche Bemerkung zu untergraben. So kann man (in dem Fall: ich) keine Politik machen! Die von Ihnen angemahnten Sachargumente erscheinen mir allzu oft als verbrämte Vorurteile. Auch ich selbst würde meinen hocheigenen Positionen keine Allgemeingültigkeit anmaßen.

    Meine Kindheit (in Deutschland) war ganz okay; mein letzter Urlaub (in der Türkei) ging so.

    Es macht mich fast ein bißchen stolz, daß Sie mich eine Blenderin nennen und mein Facebook-Profilfoto für unwahrscheinlich attraktiv halten; ihre weiße Siloutte vor grauem Grund ist auch ganz fesch. ;) kommen Sie mal vorbei, dann können wir weiter plaudern: https://www.facebook.com/esraberlin

    Nichts für ungut!

  26. Marie sagt:

    Sie haben vollkommen recht, Sorry – widersprüchlicher Unsinn. Da Frau Yildiz in ihrem dritten, an den Haaren herbeigezogenen psychologisierenden Beitrag alerdings Frau Klarsfeld und Ihresgleichen mit deren unsäglichen Hitler-Vergleichen und diejenigen, die das völlig zu Recht sachlich und im Gegensatz zu Frau Klarsfeld ohne Verleumdungen und Beschimpfungen auskommend kritisieren, auf eine Stufe stellt, geht das m.E. zu weit und ist absolut geschmacklos.

    Zu den Hitlerbeschimpfungen, die Frau Klarsfeld und andere hier vorbringen, weil berechtigte Kritik an der Kriegspolitik der israelischen Regierung derartige Vorwürfe mittlerweile reflexhaft nach sich zieht, ist festzustellen, dass diese Angriffe nur einem Zweck dienen: Kritikern möglichst den Mund zu verbieten.

    Wenn Frau Klarsfeld u.a. meinen, unbedingt Hitler-Vergleiche anstellen zu müssen, empfehle ich ihnen eine Blick in Richtung der faschistoiden und rassistischen Aussagen zionistischer Wortführer, die in der Vergangenheit und bis heute die aggressive israelische Politik maßgeblich mitbestimmten, da würden sie nämlich fündig werden, im Hinblick auf deutliche Parallelen bezüglich eines rasistischen und menschenverachtenden Gedankengutes.

    Hier ein Link mit einer kleinen Auswahl der menschenverachtenden Hassbotschaften – längst nicht vollständig und da passt m.E. die Bezeichnung ekelhaft in den meisten Fällen, denn viele dieser Statements sind an rassistischer Ekelhaftigkeit m.E. kaum zu überbieten.

    Titel: Wie zionistische Juden über den Rest der Menschheit denken. Mit Ort, Datum und Quellenangabe

    http://www.youtube.com/watch?v=Q-rZ_ZaAyAs&feature=related

  27. Esra Yildiz sagt:

    Liebe Marie,

    “widersprüchlichen Unsinn” schreiben Sie mir zu. Ja, das ist gar nicht so falsch. Die Sache ist nämlich gar nicht so einfach, finde ich.

    Alle, denen alles klar ist, sind mir suspekt. Finde zudem, etwas mehr Unverkrampfheit täte gut:

    http://youtu.be/vtPvXD6XAU8

  28. Marie sagt:

    Ja, ja, meine Liebe – so sind die Menschen halt verschieden – mir sind Menschen suspekt, die widersprüchlichen, von keinerlei Sachargumenten getragenen Unsinn und an den Haaren herbeigezogenen Psychononsens von sich geben, ich bevorzuge die Klarheit und sachliche Argumente. Und wenn ich nun absolut keine Lust mehr habe, mich mit Ihren widersprüchlichen “Aussagen” zu beschäftigen, hat das absolut nichts mit “Verkrampftheit” zu tun, mir ist für sinnloses Geplapper schlicht meine Zeit zu schade. Sehen Sie es mir also nach, wenn ich nicht mehr auf Ihre “Aussagen” eingehe, die Sie für “provokant” halten mögen -ich halte sie für widersprüchlichen Unsinn. Mehr nicht.
    Einen angenehmen Abend wünschend, habe die Ehre
    Marie

  29. Esra Yildiz sagt:

    Schon vor sechs Jahren: Hagen Rether rezitiert Grass’sche Lyrik zunächst mit Hitlerstimme, besinnt sich aber noch beizeiten:

    http://youtu.be/LTLO9LgB-aI

  30. Marie sagt:

    Kaum zu glauben aber wahr: Ihre “geistreichen” und inhaltsschweren “Sachbeiträge” werden immer überzeugender, Sie übertreffen sich selbst, Frau Yildiz, I`m totally impressed.
    Gähn.

  31. Esra Yildiz sagt:

    @blogfighter

    Lieber Herr Weghorn,

    schön, dass Sie sich hier mal melden. Auf Ihrem eigenen Blog scheinen Sie Kommentare ja nur bedingt zuzulassen und unterschlagen schon einmal eine meiner ausdifferenzierenden Antworten. ;)

    Den Schuh “Verworrenheit” ziehe ich mir gerne an. Die Sache ist für mich tatsächlich nicht so einfach und entworren, und ich bin keine Grass-Hasserin, wie Sie annehmen. (Aus welcher meiner Äußerungen leiten Sie diese Annahme ab?) Die traurige Gestalt des Günter Grass geht mir zu Herzen wie ein bisher gern gesehener (und gern gelesener) Großvater, den die Gespenster der Jugendzeit einholen, ihm tüchtig einheizen und zu merkwürdig kompensatorischen Kapriolen und rhetorischen Bocksprüngen verleiten. Im politischen Diskurs finde ich seine Positionierung nicht gelungen; literarisch ohne jeden küstlerischen Dreh – und der Sache nicht dienlich. Zudem bin ich auch in der Sache nicht seiner Meinung.

    Ich sprach von “alterspsychologischer Regression”, weil Grass selbst doch diesen Weg weist, wenn er davon spricht, dass sein Statement daraus geboren sei, dass er gealtert und mit letzter Tinte noch etwas zu sagen habe, nachdem er ein langes Leben lang geschwiegen habe. Das Phänomen, dass sich im hohen Alter die Bilder der Kinder- und Jugendzeit geltend machen, oder aber nach langer Verdrängung wieder an Relavanz gewinnen, ist nicht von mir begründet. Das Bedeutungsschwangere sogenannter letzter Worte war mir schon immer suspekt, weil dort bisweilen die Angst vor dem anstehenden eigenen Verbleichen mit einem allgemeinen Weltuntergangsszenario verbrämt wird.

    Sie kommen mir mit einem “Juda verrecke”; ich aber führte die NS-Formel an: “Alljuda als Kriegstreiber”. Ich weiß nicht, wie Sie diese Verbindung hergestellt haben. In dem NS-Klassiker “Alljuda als Kriegstreiber” wird eingangs die Frage gestellt “Wer will den Krieg?” … und die Antwort ist dann durchgehend, dass jüdische Interessen hinter den Kriegen der Welt ständen, dass aber die Presse jüdisch dominiert sei und so für diese Wahrheit die Augen verschließe. Dabei, so weiter, haben diese postulierten jüdischen Kräfte die Welt mal wieder an den Rand eines Weltenbrandes gebracht. (Hans Gracht, Alljuda als Kriegstreiber, 1939)

    Angesichts der augenfälligen Analogien zwischen diesen alten Bildern und den von Grass wieder heraufbeschworenen Bildern sprach ich von “galoppierenden Assoziationen”, will sagen, die Analogie zu altem Gedankengut lässt einem den Schauder über den Rücken laufen, gerade dann, wenn man die entsprechenden Assoziationen frei galoppieren lässt.

    Wo habe ich gesagt, Grass sei in der SS gewesen, in Unterscheidung zur Waffen-SS? Die Rede von der Doppelrune, die er trug, stammt von Grass aus der Zwiebelhäutung selbst.

    Und dann kommen Sie auch noch damit, dass ich nicht nur Grass hasse, sondern auch noch behaupte, Grass hasse Israel. Ich habe einmal nachgezählt: auf dieser Seite kommt das Wort “Hass” genau 15 Mal vor … bei mir steht es nicht einmal, auch nicht in einer Umschreibung.

    Salam und Schalom

    • mfis sagt:

      Treffend, Frau Yildiz, und dazu noch mit einer gehörigen Portion Objektive und Gelassenheit formuliert. Da dürfen Sie sich gleich mal auf verbale Prügel einstellen (siehe Unten von Marie, ditte hab ick mir och schon vorhalten lassen dürfen, fast wortwörtlich, kch kch…)
      Wie wär’s zwischendurch mal mit einem Lächeln aller Beteiligten? Zum Beispiel über Raucher (Grass inside, sollte ja thematisch passen): http://mfis.wordpress.com/2012/04/12/raucher-no-1/

  32. Marie sagt:

    Ihre psychologisierenden Beiträge, triefend vor üblen Unterstellungen gegen einen Mann, dem Sie nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen können, sind einfach nur ekelhaft und bösartig. Das Wort Hass müssen Sie nicht extra verwenden, er spricht aus jedem Ihrer verworrenen Gedankenkonstrukte und Assoziationen, mit denen Sie Herrn Grass in eine bestimmte Ecke rücken wollen. Und mehr gibt es zu Ihren Beiträgen auch nicht zu sagen.

  33. Chase sagt:

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