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Der Maulwurf

Oder die virtuelle Welt des Mark Seibert

Von Sebastian Müller

Innerhalb der Partei Die Linke rumort es. Das ist nichts neues, denn über interne Streitigkeiten berichten die etablierten Medien – wenn sie sich schon mit der Linken befassen müssen – ohnehin weitaus lieber, als über politische Inhalte. Doch die Entgleisung, die dem stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, nachgesagt wird, ist in diesem Kontext nicht weniger bezeichnend wie die seit Monaten sinkenden Mitgliederzahlen: Da in Zeiten schlechter Wahlergebnisse die Mandate knapper seien, würden sich die Abgeordneten der Linkspartei um die Posten streiten wie “die Hartz-Vierer um den Alkohol“, so monierte angeblich Bartsch nicht ohne Zynismus.

Doch Streit, Diffamierungen, Intrigen und Gerüchte haben mittlerweile auch die Peripherie der Partei erreicht. Die Feindseligkeiten sind nicht zuletzt auch ein Symptom zweier politisch und ideologisch entgegengesetzter Pole innerhalb der Linkspartei; dieser Keim des Konfliktes streut nun wie ein Krebsgeschwür. Einer der Protagonisten ist ein Mann, der für Parteiexterne ein unbeschriebenes Blatt, innerhalb der linken Szene aber um so berüchtigter sein dürfte. Die Rede ist von Mark Seibert (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Musicaldarsteller), offizieller Internetbeauftragter der Partei Die Linke.

Nicht jeder also kennt Mark Seibert. Doch für viele unbedarfte Diskutierende in Online Foren, vornehmlich in Facebookgruppen der Linken, dürfte sich dies nun geändert haben. Denn die Crux: Als offizieller Internetbeauftragter soll Seibert linke Aktivisten im Netz bekämpft haben. Diese Vorwürfe wurden jedenfalls in diversen linken Internetcommunities erhoben.

Hat sich die Linkspartei also ein faules Ei ins eigene Nest gesetzt? Um dies zu klären, muss beantwortet werden, wer Mark Seibert überhaupt ist; und, ob das ferner überhaupt die Parteiverantwortlichen so genau wissen.

Wer als Außenstehender Informationen über den gebürtigen Hessen finden will, wird zumindest im Internet kaum fündig. Der Verantwortliche für die Außendarstellung seiner Partei ist mit seiner persönlichen Außendarstellung äußerst zurückhaltend. Ein Lebenslauf ist nicht zu finden. Nach eigenen Aussagen im Zuge eines Interviews begann er 1998 eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem Pharmakonzern, die er zwei Jahre später beendete. Kurz danach, so Seibert, erhielt er das Angebot, für die damals einzige hessische Bundestagsabgeordnete der früheren PDS (Anm. d. A.: Pia Maier) zu arbeiten. Seit 2008 sitzt er in der Bundesgeschäftsstelle der Linken, leitet dort in der Wahlkampfzentrale eine von drei Abteilungen.

Auf den ersten Blick erscheint es durchaus erstaunlich, dass ein gelernter Handelskaufmann, – aller Wahrscheinlichkeit ohne Erfahrung in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -, in einer etablierten Partei für die Redaktion aller Print- und Online-Medien, die zentralen Großveranstaltungen der Partei im Wahlkampf und ferner den gesamten Bereich Online-Campaigning verantwortlich zeichnet.

Seinem Amt als Internetbeauftragter macht Mark Seibert jedenfalls alle Ehre, – wenn auch zweifelhafte. Sein Name zieht sich mittlerweile wie ein roter Pfaden durch die Frontlinien parteiinterner und -externer Internetforen und Facebookgruppen. So soll er parteizugehörige Aktivisten aufgefordert haben, die Facebook-Communities, die das Logo der Linkspartei trugen, unter seine Kontrolle zu stellen. Mittlerweile sind mit Hilfe des Konzerns Facebook auf undurchsichtige Weise mehrere Gruppen gelöscht, anderswo Administratoren entfernt worden.

Wie kam es zu dieser Auseinandersetzung, die nun sogar soweit geht, dass Mitglieder die Partei verlassen wollen? Anscheinend wollte Seibert ihm unliebsame Diskussionen und Positionen unterbinden. Doch lassen sich die wahren Hintergründe anhand der Kommentare in den Foren sämtlicher Websites und Gruppen nur schwer rekapitulieren. Seibert selbst beteuerte, lediglich im Interesse der Partei gehandelt zu haben, nicht zuletzt weil in diversen Foren unter dem Deckmantel der Linken diskriminierende und antisemitische Äußerungen an der Tagesordnung gewesen seien.

Doch ein genauerer Blick auf Seiberts Vita könnte seine Behauptungen relativieren. Denn als Mitbegründer der bellizistischen, parteiangehörigen Bundesarbeitskreises BAK Shalom dürfte er klassischen linken Weltanschauungen und antiimperialistischen Positionen extrem kritisch bis feindselig gegenüberstehen. Der antideutsche BAK Shalom als auch Seibert versuchen gezielt, Kritiker an der Besatzungspolitik Israels innerhalb der Linken zu bekämpfen und fordern eine bedingungslose Solidarität mit dem jüdischen Staat. Generell ist BAK Shalom ein Fremdkörper in der Partei, dessen Positionen wesentlichen Grundsätzen des neuen Parteiprogramms der Linken diametral widersprechen. Auch für die Medienkampagne, die jüngst Die Linke als antisemitische Partei diffamieren wollte (eine Strategie um jene Fraktion der Kritiker der israelischen Besatzungspolitik innerhalb der Partei zu schwächen), dürfte der BAK Shalom nicht ganz unverantwortlich sein.

Da gezielte Denunziationen von Parteigenossen seitens des BAK schon zuvor stattfanden, war die Kampagne ohnehin nur eine Frage der Zeit. So forderte 2009 auch ein Sprecher des BAK Shalom der Linksjugend für Israel “Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art” und rechnete gründlich mit den Friedenspolitikern in der eigenen Partei ab. Von “bekennenden Hamas-Freunden, Israelfeinden und antizionistische Antisemiten” war da die Rede, “deren Positionen in der Linken mehrheitsfähig seien”, wie die Journalistin Witt-Stahl zitierte. [1]

Folgerichtig war Seibert auch Mitinitiator der Boykottkampagne gegen die marxistische Zeitung junge Welt, die den proisraelischen Bellizisten schon länger ein Dorn im Auge ist. Im Zuge dieser Kampagne wurden von dem Blogger Uwe-Jürgen Ness schwerwiegende Vorwürfe gegen Seibert erhoben, darunter genau jener Missbrauch des Parteilogos, welchen er den eigenen Parteigenossen unterstellt haben soll. Noch problematischer aber sind Ungereimtheiten bei der Unterschriftensammlung. So wies Ness darauf hin, dass in dem Aufruf “Freiheit und Sozialismus” offenkundig Unterschriften gefälscht wurden.

All dies verdeutlicht, wie unversöhnlich sich die Konfliktparteien generell gegenüberstehen, und dass dieser Konflikt über kurz oder lang auch Die Linke zu zereissen im Stande ist. Es verdeutlicht ferner, dass sich der BAK Shalom mit seiner fundamentalistischen Weltanschauung und zum Teil äußerst rechten Positionierung nicht auf gesunde Weise in eine Partei mit einer sozialistischen, pazifistischen und antiimperialistischen Programmatik integrieren lässt. Vielmehr wirkt und profitiert er als trojanisches Pferd innerhalb der Linkspartei, dass mitunter für parteiinterne Machtkämpfe eingesetzt wird.

Doch viele Genossen fragen sich mittlerweile, warum die Linke Mitgliedergelder verwendet, um mit Mark Seibert einen „Antideutschen“ dafür zu bezahlen, als Internetbeauftragter augenscheinlich die eigenen Mitglieder mundtot zu machen und dabei die Partei zu schädigen. Und das angesichts der Bedeutung, die die Linke dem Online-Auftritt offiziell einräumt. In einer Erklärung zum Onlinewahlkampf 2009 ist zu lesen:

Wer das Image für sich beansprucht, modern zu sein, mit der Zeit zu gehen und sich dem Dialog mit seinen Wählerinnen und Wählern stellt, der braucht eine hohe Online-Kompetenz. Die Bedeutung, die das Internet für den Wahlkampf hat, wächst dabei immer mehr, da wachsende Bevölkerungskreise das Internet als wichtiges oder (bei jüngeren Menschen) als wichtigstes Medium ansehen, um sich mit politischen Informationen zu versorgen

Die Erklärung ist wahrscheinlich von Seibert – als Ansprechpartner im Text aufgeführt – selbst verfasst. Tatsächlich scheint sich seine Arbeit in der Tat mehr auf interne Machtkämpfe als auf die Außendarstellung der Partei zu konzentrieren.

Doch die Parteioberen – darunter BAK-Unterstützer wie Petra Pau und Bodo Ramelow – stellen sich bisher taub, der Verdruss von vielen Genossen ob der Narrenfreiheit des BAK Shaloms wird trotz des anhaltenden Mitgliederschwundes wohl nicht zur Kenntnis genommen. Es stellt sich die Frage, wie groß der Einfluss des zahlenmäßig kleinen aber im Internet und parteipolitisch gut vernetzten und organisierten Bundesarbeitskreises in der Partei mittlerweile geworden ist. Vor allem bei den so genannten “Reformern” scheinen seine Mitglieder mehr als geduldet zu sein [2]. Die Protektion kommt nicht von ungefähr: einerseits rekrutuieren sich wesentliche Teile der  prozionistischen Fraktion als auch der “Reformer” in den Zentren Sachsen, Berlin und Brandenburg, andererseits Teilen sie sich mit dem linken Parteiflügel um Oskar Lafontaine einen gemeinsamen Gegner. Der BAK Shalom ist gefährlich effektiv in seiner Rolle als Totengräber einer linken Partei.

[1] Witt-Stahl, Susann: Hamburger Unzumutbarkeiten, in: Neues Deutschland, 16.12.2009.

[2] Unter den rund 30 öffentlich genannten Gründungsmitgliedern des BAK Shalom waren Benjamin Krüger (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Bodo Ramelow) und mehrere weitere Mitarbeiter von Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Ferner der sächsische Bundestagsabgeordnete Michael Leutert, menschenrechtspolitischer Sprecher der Fraktion, und Sebastian Beining, Vorsitzender der saarländischen Linksjugend.

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29 Kommentare zu "Der Maulwurf"

  1. Solveigh Calderin sagt:

    Diese Geschichte zeigt wieder einmal überdeutlich:

    Parteien sind keine Lösung für die Probleme unserer Zeit.

    Ihr Rahmen ist zu eng, es gibt in den Parteien (in jeder) die selben Strukturen wie in der Wirtschaft und Gesellschaft: künstlich erzeugter Mangel (in den Parteien an gut bezahlten Bundestagssitzen, zum Beispiel). Das ist logisch, denn sie sind ja innerhalb dieser Gesellschaft und Wirtschaft zu genau diesem Zweck gegründet und gebildet worden: Ablenken von den tatsächlichen Problemen und dem Verständnis der kapitalistischen Prinzipien. Das führt zum Umleiten der Energien, die benötigt werden, sich mit inhaltlichen und praktischen Fragen auseinanderzusetzen, zu Querelen, Eifersüchteleien, Posten-Gerangel. Dabei gewinnen in aller Regel nicht die kompetetntesten und engagiertesten Menschen, sondern die rücksichtslosesten und gewissenlosesten. Auch das ist ein gewollter Effekt, denn diese in hohem Maße rücksichts- und gewissenlosen Menschen sind am besten zu lenken, um die Interessen der wirklich Herrschenden in Industrie und Finanzwirtschaft gegen die Interessen und den Willen der Menschen durchzusetzen. Die Geschichte kennt genug Beispiele, die das belegen.

    Zu diesem Herrn Siebert, ohne ihn zu kennen:

    Warum wird eine solche Gruppe innerhalb der Linken überhaupt geduldet? Rassismus gegenüber jeden Andersdenkenden und gegenüber jeder anderen Nationalität gibt es auch und gerade in Israel und ihren extremistischen Organisationen. Dieses Beispiel zeigt, wie frevelhaft es ist, sich an die “Mainstream”-Meinung zu halten, nur um “salonfähig” zu bleiben: Wer Israel kritisiert ist per se ein Antisemit. Denn der “Antisemit” wird von diesen Organisationen als Totschlagargument benutzt, um die Interessen Israels überall und auf allen Ebenen immer durchzupeitschen. Das geschieht in Deutschland mit Hilfe der schon paranoid zu bezeichnenden (und künstlich geschürten und aufgebauten) Angst, als Antisemit dazustehen.

    Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass jede Kapitalismuskritik und Kritik an diesem Finanzsystem als “antisemitisch” beschimpft wird, um Kritiker zum Schweigen zu bringen. KenFm ist aus der ganz jüngsten Zeit ein lebendiges Beispiel dafür, wie das funktioniert. Wobei ich mich bei dieser Argumentation doch so langsame frage: Warum wird da immer gleich “Antisemit” geschrien? Bellt da ein geschlagener Hund?

    Diese Herrschaften im Auftrage Israels erreichen also das Gegenteil von dem, was gewollt scheint, denn durch diese permanente Verunglimpfung jedes kritisch denkenden Menschen als “Antisemit” werden ja gerade Ressentiments gegen die Juden (und zwar undifferenziert gegen ALLE) aufgebaut! Damit wird der Boden zu neuem Faschismus bereitet – und zwar von Israel und seinen extremistischen Organisationen ausgehend!!! Gleichzeitig wird Angst verbreitet, was einen Freundschaftsgedanken auch nicht gerade fördert, denn einen Freund fürchte ich nicht!

    Oder ist genau DAS die Absicht? Ist es die Absicht der Lenker dieser immer häufiger in Erscheinung tretender Aktionen, Deutschland als immer noch den Abgrund des Antisemitismus darstellen zu können, damit bei passender Gelegenheit der Kettenhund USA auf Deutschland (und wen noch in Europa?) gehetzt werden kann?

  2. BoleB sagt:

    “Zehn Strategien der Manipulation” heisst der Top-Beitrag dieses Blogs. Und mit etwas bösem Willen könnte man meinen, dass ihr die hier gleich mal umsetzen wollt. Mir ist schon klar, dass ihr einen gewissen beef mit vermeintlichen Antideutschen a lá reflexion habt. Schon seitdem diese Strömung Ende der 90er aufkam fand ich sie irgendwie albern, aber darum geht’s hier nicht. Was ihr hier aber schreibt, ist nicht nur albern, sondern kann – wieder mit böser Absicht gelesen – subtil hetzerisch genannt werden.

    Worum geht es eigentlich in diesem Beitrag? Um einen Flügelstreit in der PDS? Um den Internetauftritt der Partei und die mangelhafte Pflege des selben? Oder einfach um die Person Seibert? Nichts davon, so mein Eindruck, sondern einfach darum, den BAK Shalom zu diskreditieren. Vorweg: Ich weiss nicht viel über diesen Arbeitskreis, seine Ziele und Mitglieder.

    Allerdings: So wie dieser hier dargestellt wird, weiss ich, was der Autor des Beitrags davon hält – und das würde er halt gern an die Leser weitergeben. Hier handelt es sich, soweit ich das einschätzen kann, aber auch zum größten Teil nur um Meinung, die selten mit Fakten angereichert ist. Man achte auf die Worte:

    “Seibert selbst beteuerte, lediglich im Interesse der Partei gehandelt zu haben, nicht zuletzt weil in diversen Foren unter dem Deckmantel der Linken diskriminierende und antisemitische Äußerungen an der Tagesordnung gewesen seien.”

    – Hier wäre die Stelle gewesen, diese Behauptung zu überprüfen. Aber Antisemitismus existiert in diesem Artikel scheinbar nur mit dem still gedachten Zusatz “angeblicher”. Wie konkret der Antisemitismus in der PDS-Nachfolgepartei (wie überall sonst auch) ist, dazu könnte man mal Herrn Chris Sedlmair aus Dachau befragen, oder ihn einfach mal googlen.

    Aber wie gesagt, es geht nicht um Fakten in diesem Beitrag, sondern um Meinung. Man achte auf die Worte:

    “Doch ein genauerer Blick auf Seiberts Vita könnte seine Behauptungen relativieren. Denn als Mitbegründer der bellizistischen, parteiangehörigen Bundesarbeitskreises BAK Shalom dürfte er klassischen linken Weltanschauungen und antiimperialistischen Positionen extrem kritisch bis feindselig gegenüberstehen. Der antideutsche BAK Shalom als auch Seibert versuchen gezielt, Kritiker an der Besatzungspolitik Israels innerhalb der Linken zu bekämpfen und fordern eine bedingungslose Solidarität mit dem jüdischen Staat.”

    Bellizistisch ist er also, der BAK Shalom. Übersetzt heisst das, der Arbeitskreis Frieden ist ein Kriegstreiber. Nun gut, kann ja sein. Was nicht sein kann, ist eine “bedingungslose Solidarität mit dem jüdischen Staat” – wieso eigentlich nicht? Ich kann sehr gut solidarisch mit dem Staat Israel sein und trotzdem die dortige Regierung total scheisse finden. Das erfordert allerdings eine gewisse Differenzierung, die weiter geht als die Gegensätze “bellizistisch-pazifistisch” mit den jeweiligen Zuordnungen in den Raum zu stellen. Der Nahostkonflikt, der hier in dem kleinen Universum der Linkspartei beleuchtet wird, ist weder schwarz noch weiss, sondern furchtbar grau.

  3. stefan sagt:

    Mark Seibert und sein trojanisches Pferd der BAK Shalom haben in der Linken nichts verloren. Solche Ansichten kann man möglicherweise bei den Grünen oder der CDU vertreten. Weder Gaza-Bombardierung noch ein Angriff auf den Iran ist Ansicht der Linken, im Gegenteil: Wo dies möglich ist, versucht die Linke über Kriegspropaganda die Bevölkerung aufzuklären und arbeitet an einem friedlichen Zusammenleben der Völker. Darum geht es hier und darüber muss man aufklären. Dass Mark Seibert sich ganz offensichtlich FB Gruppen angeeignet hat mit dem Hinweis, er sei der Internetbeauftragte, setzt dem Ganzen die Krone auf. Er ist es, dessen Positionen nicht für die Linke stehen und die Linke täte gut daran, die Trojaner schnellstmöglich zu isolieren und unschädlich zu machen.

  4. Erb Justus sagt:

    Ich als ehemaliger Admin der beiden Gruppen kann das bezeugen, wie Mark Seibert gegen unsere beiden Gruppen vorgegangen ist und mit Hilfe des Grosskonzerns Facebook unsere beiden Gruppen ohne unser Einverständnis übernommen hat.
    Nichts gegen Kritik von Seiten der Partei auf das äussere Erscheinungsbild zu achten, was wir ja auch gemacht haben, wie man oben auf dem Bildschirmfoto sieht wo ich das Logo “die Unabhängige Fanpage” nach Einverständnis mit Seibert hochgeladen habe.
    Am nächsten Tag wurde die Gruppe mit über 2500 Mitgliedern ganz geschlossen und die Fanpage von Seibert als Admin übernommen und wir 3 Admins rausgekickt..
    Wohlwollender Umgang mit den Fans der Die LINKE sieht anders aus

  5. Stalinator sagt:

    Das Kommentar von Stalinator wurde wegen Verletzung der Kommentarrichtlinien gelöscht.

  6. Jürgen Meyer sagt:

    Allen Mitgliedern dieser Gruppen wurde und wird auf der unabhängigen und weltweiten Linksfraktion auf Facebook “Asyl” gewährt und dem Gründer der Gruppen wurde eiin Adminposten angeboten, den er zeitweise auch wahrnahm.

    Hier werden israelkritische Aussagen weder diffamiert noch zensiert und Imperialismus wird nicht hofiert

    Zudem werdenauch keine Bombardierungen auf Zivilisten in Gaza gutgeheißen, so wie es ein gewisser Seibert getan haben soll.

    Grüße Jürgen Meyer

  7. Ich bin der besagte Gründer der Gruppe und der Page. Es ging mir dabei nicht darum dass ich persönlich irgendwelche Informationströme kontrollieren sollte, sondern dass im weltgrößtem sozialem Netzwerk eine funktionierende Austauschmöglichkeit mit Aktivisten in und um die Partei Die Linke für potenzielle Wähler sowie alle anderen die gerne mit uns etwas diskutieren wollen.

    Was den Vorwurf des Anti-semitismus angeht: Gerade weil es eine Kontaktfläche mit uns und nicht als Linken-internes Forum konzipiert war, kamen dort Leute mit den unterschiedlichsten Ansätzen an. In meiner Zeit als alleiniger Administrator war meine Linie dass keine Aussage zu blöd wäre als das wir nicht dagegen anargumentieren könnten. Wahrscheinlich aus einer links-deutschen Diskusionskultur die mir so nicht bekannt war, wurde deshalb heftig kritisiert dass ich einen Anti-deutschen der Sevim Dagdelen Lobbyistenarbeit für die Türkei vorwarf nicht unmittelbar entfernte, sondern gegen ihn anargumentierte. Andere wurden darüber sauer dass ich eine Frau die auf der Webseite der amerikanischen Schwesterorganisation der Gruppe Büso gelesen hatte dass es in den USA demnächst einen Staatscoup geben würde nicht sofort rauswarf, sondern zusammen mit anderen begann ihr zu erklären warum wir meinen dass dies sicherlich keine gute Informationsquelle wäre. Ich habe viele Jahre Erfahrung damit auf verschiedenen politischen Informationsständen zu stehen, und es war nichts neues für mich dass man im Kontakt mit dem Bürger jede erdenkliche Haltung zu erwarten hat, und dass man die beste Überzeugungsarbeit leistet wenn man sich nicht der Diskusion mit Leuten verschließt nur weil man deren anfänglichen Standpunkt als verrückt oder inakzeptabel ansieht.

    Nachdem dann irgendjemand das so hingedreht hatte dass die Gruppe entweder von Anti-deutschen übernommen worden wäre oder dass Nazis freie Hand hätten und mit dieser “Information” verschiedene führende Mitglieder der Partei kontaktiert hatten, hatte ich mich an die Partei gewandt und diese nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen dass im Beschreibungstext der Gruppe für sehr lange Zeit schon stand dass die Partei eingeladen war die Gruppe/Page zu übernehmen. Um die Partei zu kontaktieren benutzte ich das Kontaktformular auf der Webseite. Es meldete sich dann Mark Seibert, der sich anbot die Gruppe zu übernehmen.

    Aufgrund technischer Probleme kam es dann zu einer längeren Verzögerung bis ich wirklich Mark Seibert einsetzen konnte. Während dieser Zeit wurde klar dass auf jeden Fall Werner Schulten und ein anderen Partei VorstandsMitglied keine Ahnung davon hatte dass Mark Seibert diesen Auftrag annahm und dass die Meldung über das Kontaktformular die sich elektronisch in eine Email an den Parteivorstand verwandelt hatte, garnicht vom Parteivorstand gesichtet worden war bevor Seibert die Email beantwortet hatte. Auch rumorte es in der Gruppe gewaltig — mir wurde mehr oder weniger Verrat vorgeworfen.

    Also übergab ich die Administration der Gruppe an 4 andere Personen die in der Gruppe zuvor ziemlich aktiv gewesen waren. Ich löschte meinen eigenen Adminstatus und sagte den vier dass sie ja jetzt die Leitung an Seibert übergeben sollten — natürlich wohlwissend dass sie jetzt auch die Möglichkeit hatten so eine Anweisung zu verweigern wenn sie dies für legitim hielten. Stattdessen beschlossen die vier mich als Admin wieder aufzunehmen und de-facto härtere Richtlinien für die Moderation anzuwenden. Ich unterstützte diese Entscheidung 100%, da ich begriffen hatte dass eine völlig freie Diskusion in der BRD einfach nicht (kulturell) möglich ist.

    Sehr bald danach erhielten wir von Mark Seibert eine Email in der er uns Anweisungen gab den Namen der Gruppe zu ändern und das Logo zu ändern, um die Gruppe nicht als Teil des Angebotes der Parteizentrale dastehen zu lassen. Ich fasste diese Email als Abmahnung auf. Mark Seibert hat seitdem selbst mehrmals beteuert dass diese Email nicht als Abmahnung anzusehen war.

    Es ist dabei zu bemerken dass der Beschreibungstext der Gruppe die ganze Zeit darauf aufmerksam machte dass die Gruppe unabhängig von selbst-ernannten Administratoren betrieben wurde, und eben nicht durch die gewählten Strukturen der Partei kontrolliert würde. Außerdem war (und ist) es zur Zeit nicht möglich die Namen von Gruppen auf Facebook zu ändern. Dies war einmal möglich, und wird es vielleicht einmal wieder sein. Zur Zeit ist dies jedoch nicht der Fall.

    Da wir mit den härteren de-facto Richtlinien beschlossen fortan alles sofort zu löschen was nach anti-semitimus und Büso riechen würde, beschlossen wir kollektiv das Logo der Partei zu behalten. Da wir auch nicht weiter vom KLH hörten dachten wir dies wäre OK. In den kommenden Wochen brauchten wir viel Zeit alles mögliche Kritische zu löschen, gerade auch bei Anklagen gegen Mark Seibert persönlich von deren Richtigkeit wir nichts wissen konnten.

    Dann eines morgens teilte Facebook uns mit dass das Logo der Gruppe entfernt worden wäre da es gegen Rechte dritter verstöße. ich lud deshalb erstmal ein älteres Plakat hoch und wir diskutierten in der Gruppe was wir weiter machen sollten. Es kam dabei herraus dass die Partei das Logo sowie verschiedene andere Plakate auf einer Seite von 2007 frei zur Verfügung stellte. Es war dort direkt spezifiziert dass das Logo benutzt werden könnte ohne Rücksprache mit der Partei. Es gab auch verschiedene Haltungen zum rechtlichem gebrauch des Logos der Partei. Fakt ist dass Die Linke als einzige im Bundestag vertretene Partei weder Namen noch Logo durch Markenregistrierung geschützt hat. Es gab verschiedene Meinungen dazu in welchem Grad das KLH trotzdem IP-Rechte über Namen und Logo der Partei hätte.

    An der Diskusion nahm auch Mark Seibert teil. Obwohl wir uns nicht über die IP-Rechte der Partei einig werden konnten, wurden wir uns einig dass es akzeptabel wäre wenn wir dort das Logo der Partei mit dem Zusatzschriftzug “unabhängige Fangruppe” benutzen könnten — letzteres geschrieben wie in den Logos der Landesgruppen der Name des Bundeslandes. Mark Seibert sagte dort ganz deutlich dass es nicht seine Intention wäre die Gruppe zu schließen, sondern eben nur diese Veränderung hinzukriegen.

    Innerhalb von einigen Minuten nachdem der Kompromiss gefunden worden war und bevor es schafften so ein neues Logo zu konstruieren wurde die Gruppe dann von Facebook komplett geschlossen. Facebook ließ uns später wissen dass dies geschah da Mark Seibert darum gebeten hatte, und dass die Gruppe wieder geöffnet werden könnte wenn wir eine Vereinbarung mit Mark Seibert an Facebook weiterschicken könnten. Mark Seibert hat sich dann geweigert dies zu tun und hat im Internet erklärt dass er keine Intention hat dies zu tun.

    Als die Gruppe verschwunden war, gab ich die Adminrechte der Page an die Administratoren der Gruppe. Die Page war lange wenig genutzt worden, deshalb war diese bisher kein Thema gewesen. Justus Erb lud dort das neue von uns kreierte Logo hoch und wir änderten Beschreibung und alles so ab dass es überhaupt keinen Zweifel geben konnte dass die Page nicht vom KLH/Mark Seibert kontrolliert würde.

    Am Tag darauf waren unsere Adminrechte für die Page verschwunden und wir bemerkten dass dort unser Logo mit dem offiziellem Logo der Partei ersetzt wurde und alles so umgestellt wurde dass es als eine von der Partei offiziell administrierte Page erschien. Nach Anfrage bei Seibert gab es zu dass Facebook die Administrationsrehcte übertragen hatte, und dass er sich weigern würde diese zurück zu geben.

    @Jürgen Meyer: Vielen Dank, aber wie gesagt geht es mir nicht darum dass ich unbedingt irgendwo Admin sein muss — ganz im Gegenteil. Aber natürlich unterstütze ich deine Gruppe als links-internes Diskusionsforum.

  8. Shinzon sagt:

    Der BAK Shalom fällt mir schon seit langem negativ auf. Wer das Judentum mit Kriegsverbrechen gleichsetzt – gleichgültig ob er sie befürwortet – ist ein Antisemit und fördert mit solchen Glorifizierungen letzten Endes rechtsextremes Gedankengut. Ich hatte mal ein persönliches Gespräch über die Antideutschen mit dem Antisemitismusforscher Dr. Wolfgang Benz geführt und er hat mir dabei Recht gegeben. Der abscheuliche Witz dabei ist, dass die Antideutschen auch schon Dr. Benz als Antisemiten diffamiert haben, obwohl er als annerkannter Antisemitismusforscher wohl am besten weiß, was Antisemitismus ist.

    Das Schlimme dabei ist, dass der antideutsche Antisemitismus sich als Philosemitismus tarnt. Alles, was kritisch gegenüber Israel, den USA und den Kapitalismus ist, wird als antisemitisch gebrandmarkt. Dies setzt jedoch voraus, dass Israel, die USA sowie das Finanzkaptial von Juden kontrolliert werden. Im Prinzip geben die Antideutschen damit den rechtsextremen Theorien um eine jüdische Weltverschwörung recht.

    Dabei ist es dem BAK Shalom völlig egal, dass die Mehrheit der in den USA Lebenden Juden Antizionisten sind, die zu tausenden gegen die Bush-Regierung und den Krieg im Nahem Osten auf die Straße gegangen sind. Diese Juden werden einfach als Antisemiten beschimpft, was schon geradezu aberwitzig ist. Gegen einen Auftritt des jüdischen Menschenrechtlers Elias Davisson 2009 in Frankfurt organisierten die Antideutschen gar eine Protestkundgebung.

    Die Logik dahinter ist einfach: jüdische Friedensaktivisten und Menschenrechtler = Antisemiten / Rassisten wie Avigdor Liebermann und Kriegsverbrecher wie Henry Kissinger = vorbildliche Juden. Schlimmer kann man das Judentum nicht diffamieren! Und weil diese verkommene Denkweise so offensichtlich dummdreist ist, macht sie das noch gefährlicher als den offenen Antisemitismus der Nazis, der leicht zu entlarven und zu widerlegen ist. Bei den Antideutschen weiß man hingegen nicht, ob die überhaupt noch bei klarem Verstand sind, was die Nazis widerum prima für ihre kruden Theorien nutzen können.

    Man sollte den BAK Shalom in der LINKEN auflösen, alle Antideutschen aus der Partei werfen und einen BAK Antisemitismusforschung gründen, der sich gleich mit dem verkorksten Antisemitismus der Antideustchen beschäftigen kann.

  9. Shinzon sagt:

    Kleine Korrektur: Es muss Prof. Wolfgang Benz heißen.

  10. fdsler sagt:

    meiner persönlichen erfahrung nach, wollen die bak s-Mitglieder keinen ausgleich und keine
    parteiöffentlichen debatten mit antiimperialisten und friedensaktivisten, im gegenteil sie setzen auf konflikteskalation. ich habe es angemahnt, konferenzen, sonderparteitage, wären notwendig. aber die basis schweigt. ich würde mir als parteimitglied nicht mehr erlauben das hier unter meinem klarnamen zu schreiben. einfach aus angst. ich denke mittlerweile, die spaltung wird sowieso kommen, inden genannten Landesverbänden haben die baksh’is und ihre unterstützer bereits die macht.
    (sebastian müller, ich beantworte per mail gerne weitergehende fragen unter angabe meiner identität)

  11. inconnu27 sagt:

    @fdsler

    Das verstehe ich gut, nach abscheulichen Erfahrungen schreibe ich auch nicht mehr zu diesem Themenkomplex mit Klarnamen, denn dieses bellizistische Netzwerk innerhalb der LINKEN arbeitet mit Diffamierungen, Mobbing und Stalking in Blogs und über soziale Netzwerke.

  12. Frank sagt:

    “Es gibt die begründete Vermutung, dass Antiglobalismus und Antiimperialismus viele Jahre in der ostdeutschen Linken keine Chance hatten, weil diese notwendige Systemkritik den Rechten überlassen wurde. Oder überlassen werden wollte?”
    http://steinbergrecherche.com/08nazis.htm#Humanist

  13. Henry sagt:

    Die Gruppen waren voller Esoterikspinner, Antisemiten und anderem VT-Gedöns. Es ist gut dass solche Spinner ihre Scheisse im Internet nicht im Namen der Linken durchziehen.

  14. Pete sagt:

    Wenn ich hier so einige Namen von den Admins lese aus den Gruppen, so sind doch einige Querfrontler dabei. Vorallem dieser Justus Erb, der sich nicht nur im Intelligenz Limbo bewegt. Die Linke ist keine Partei die an eine jüdische Bankenverschwörung glaubt, an irgendwelche Freie Energie, andere rechte VT-Gesocks, Germanische Medizin und alle anderen VT.

    Also verpisst euch aus der Partei einfach, mit euch Schmuddelkindern will keiner spielen. Geht zur NPD, dort findet ihr mehr von euren Esofreunden

  15. Berliner sagt:

    @ BoleB:

    “vermeintlichen Antideutschen a lá reflexion”

    Wer im Zusammenhang mit dem Blog Reflexion und dem Attribut “antideutsch” das Wörtchen “vermeintlich” bemüht, hat sich selbst schon als Parteigänger der neokonservativen Rehten, die einen auf links machen, entlarvt. Und im übrigen, bist du dir eigentlich über die Bedeutung des Wortes “bedingungslos” bewusst? Falls ja, dann solltest du eher zur NPD gehen oder wo auch immer Fanatismus als positive Eigenschaften gilt.

    Die Nominierung von Klarsfeld macht deutlich, wie stark der Einfluss des BAK Shalom inzwischen geworden ist. Siehe auch: http://www.hintergrund.de/201202281943/politik/inland/offenbarungseid-die-linke-und-die-wahl-des-bundespraesidenten.html

  16. Frank sagt:

    Ich sehe nur eine Möglichkeit der Gegenwehr: Wir müssen die Namen der proimperialistischen Pseudolinken in der Linkspartei veröffentlichen und diese Personen durch direkte Ansprache zur Stellungnahme auffordern und diese Stellungnahmen wiederum veröffentlichen.

  17. Karina sagt:

    BAK Shalom
    oder BKA Shalom ?
    ;)

  18. Jörg sagt:

    Bodo Ramelow … den habe ich mal bißchen näher kennengelernt. Mein Eindruck: Eine Flasche … mit Wasser drin würde auch jeden Kunden verärgern, der eigentlich guten Wein erwartet hätte, weil er auch dafür bezahlt hat!

    Verstanden?!

    Schaut Euch die “Oberen” ganz genau an und PRÜFT sie, indem Ihr bspw. “ungewöhnliche” Fragen zur Politik stellt und vor allem das TUN dieser Leute hinterfragt. Meist offenbart sich, daß sie zwar tolle Reden schwingen usw., aber Ergebnisse nicht eintreffen, auf die es aber ankäme. Ergebnisse von TUN!

  19. Linda sagt:

    Dieser Artikel ist mehr schlecht als recht recheriert.
    Ich frage mich wo der Autor her haben will, dass Mark Seibert Mitbegründer des BAK Shalom ist (bisher wurde dies immer von M.S geleugnet – und mal ehrlich, wenn jemand einen Arbeitskreis gründet, der seine Interessen vertritt, warum sollte er es leugnen? Das wäre Verrat an den eigenen Ideen).
    Auch lässt sich aus seinem Lebenslauf vielleicht nicht direkt ablesen woher er etwaige Kompetenzen erlernte, doch ist ein Lebenlauf auch keine Lebensgeschichte und müsste man mich oder vielleicht auch euch danach beurteilen, kämt ihr vielleicht garnicht so gut dabei weg.

    Nunja, und wer sich auf Aussagen von Herrn Ness verlässt, ist eh verlassen.
    Weder wurden bei der besagten Aktion Unterschriften gefälscht, noch wurde das Parteilogo illegal eingesetzt – genauso wie M.S weder bei “einigen” Gruppen auf FB gefordert hat, das sie ihm unterstellt werden sollten ( Worte können wirklich auch spannende Art und Weise umgedreht werden ), noch hat er “einfach so” Gruppen verboten.
    Aber wenn sich eine Gruppe “Linksfraktion” nennt, sie ja aber rein rechtlich garnicht ist, dann sollte das nicht einfach so stehen bleiben.
    Ich gründe ja auch nicht einfach eine “Die Linke” – Gruppe und tu dann so, als würde sie “Die Linke” repräsentieren und ich will garnicht wissen, wie angepisst hier viele wären, wenn ich etwas derartiges tun würde.

    Fakt ist: Der Bericht ist mehr schlecht als recht recheriert und da selbst ich, als Mensch mit verhältnissmäßig wenig Einblick in die Geschehnisse und als kein Freund von Mark Seibert (aber das hat persönliche Gründe) das erkennen kann, sieht es mir mehr nach Stimmungsmache aus, und sowas kann ich nicht leiden.

  20. Paul Menner sagt:

    Die Mitgliedschaft von Mark Seibert im BAK Shalom ergibt sich aus folgendem Gründungsdokument: Gründung des BAK Shalom unter: http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/

    Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus.

    EinreicherInnen:
    Dirk Schröter (Berlin), Katalin Gennburg (Berlin), Mark Seibert (Berlin), Fabian Blunck (Sachsen), Martin Bertram (Sachsen), Michael Leutert (Sachsen), Matti Nedoma (Brandenburg), Sören Köhler (ISKRA), Christin Löchner (Sachsen), Lisa Umlauft (Sachsen), Sebastian Beining (Saarland), Stefan Abraham (Berlin), Maik Stachel (Saarland), Bjoern Tielebein (Berlin), Marian Krüger (Berlin), Henning Wötzel-Herber (Hamburg), Katja Holzmann (Berlin), Dominic Heilig (Berlin), Jeremy Krstic (Niedersachsen), Mathias Klättte (Berlin), Marcel Wiebach (Sachsen-Anhalt), Sandy Stachel (Saarland), Lisa-Marie Künzer (Saarland), Benjamin-Christopher Krüger (Berlin), Terence Freibier (Berlin), Stefan Kunath (ISKRA), Rhena Stürmer (ISKRA), Michael Kahle (Brandenburg)

  21. Paul Menner sagt:

    Und bei Ness habe ich nachgefragt: Es gibt u.a. von Christine Bernhold eine solche Aussage, dass ihre Unterschrift gefälscht wurde, von Ruben Lennert ging es über die Mailing-Liste der Sozialistischen Linken, wo er sich beschwerte, sowie Lucy Redlers gefälschte Unterschrift ging sogar durch die Presse, soweit ich weiss….

  22. Paul Menner sagt:

    Linda Du schreibst: “selbst ich, als Mensch mit verhältnissmäßig wenig Einblick in die Geschehnisse” und verlinkst dann auf dich selbst und du bist doch die Linda Block, die Frau, die den junge Welt Boykott organisiert hat. https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2011/10-20/047.php?sstr=linda%7Cblock Wenn man dann den Vornamen hier “Linda” und den Nachnamen in der Emailadresse in Deinem Bloggerprofil kombiniert kommt man auf LINDA BLOCK …

  23. Paul Menner sagt:

    falscher Link weiter oben; zu der Erklärung mit den Namen geht es hier: http://www.benjamin-krueger.net/?p=7

  24. Bruni sagt:

    In obigem Artikel wurde die letzte fehlgeschlagene Aktion des Mark Seibert nicht erwähnt, weil sie erst in der vergangenen Woche stattfand, nämlich die Entscheidung der Bundesschiedskommission der Partei DIE LINKE., den Vorsitzenden der Stadtratsfraktion der Partei im Duisburger Stadtrat, Hermann Dierkes, aus der Partei auszuschließen.
    Das Ausschlussverfahren hat Mark Seibert in die Wege geleitet und “BSchKomm sei’s getrommelt und gepfiffen” verloren.
    Auch Dierkes wurde durch den BAK Shalom aufs Schlimmste verunglimpft – und ich wage weiterhin die Vermutung, dass die schmutzige antisemitische Aktion auf der Website der PDL Duisburg nicht von ungefähr kam. Die PDL Duisburg hat diese Schweinerei schnellstens entfernt, nachdem sie darüber informiert worden war.
    Hier sind Kräfte am Werk, die keineswegs die Ziele und Interessen der Partei DIE LINKE. vertreten, sondern ihr ins Handwerk fuschen!
    Es wird höchste Zeit, dass M. S. entfernt wird.

  25. Bruni sagt:

    Es ist mir ein unverzeihlicher Fehler unterlaufen:

    Die Bundesschiedskommission hat Hermann Dierkes n i c h t aus der Partei ausgeschlossen.

  26. Im Zusammenhang mit dem BAK “Shalom” (welch Orwellscher Name!) und seinem Umfeld sei hier auf meine beiden Artikel hingewiesen:
    http://de.search.wordpress.com/?q=Tacheles&site=wipokuli.wordpress.com und
    http://wipokuli.wordpress.com/2012/01/13/es-reicht-ein-unvereinbarkeits-beschluss-muss-her/ !
    Ich frage mich, wann wir endlich zu unserem mit großer Mehrheit verabschiedeten Programm stehen und bei aller Pluralität doch die Einhaltung der Grundprinzipien einfordern?!
    Andreas Schlüter
    Mitglied DIE LINKE Berlin Tempelhof-Schönbeberg

  27. Klaus, sagt:

    Unabhängig von der politischen Ausrichtung von Mark Seibert: Die gemachte Arbeit ist einfach schlecht. Beispiel linksaktiv.de, ein von Mark Seibert eingeführtes Projekt. Es ist einfach nur tot, da passiert nichts mehr, nur Karteileichen. Aber linksaktiv.de wird noch aktiv auf die-linke.de beworben. Leute das ist nur peinlich und parteischädigend. Dann der Auftritt in den Sozialen Netzen. Schon mal den wirklich schlechten Kanal bei Twitter angeschaut? Oder bei meinVZ? Da ist das letzte Video von 2011. Aber meinVZ wie auch linksaktiv wird von Seibert noch in Präsentationen als Referenz aufgeführt, wie toll die Linke im Web 2.0 ist. Das ist auch nur peinlich. Peinlicher ist nur noch, das diese Inkompetenz einfach niemandem auffällt. Seibert kocht sein Süppchen, wie andere bei anderen Parteien auch. Nur die machen wenigsten ihre Facharbeit mit Kompetenz. Die Linke geht dabei im Internet den Bach runter. Interessiert nur keinen. Ich habe darauf keine Lust mehr, der Typ muss weg. Punkt.

  28. Marie sagt:

    Mark Seibert wurde diese Woche im KL-Haus gekündigt. Der Aufruf Dehm zu grillen war wohl der letzte Tropfen.

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