Zum Tod von Muammar al-Gaddafi

Die Tötungskultur des Westens

Von Jacob Jung

Noch vor wenigen Jahren war die Tötung von Menschen in unserem Kulturkreis geächtet. Wir stellten uns über Länder wie Indien und sagten überheblich: „Dort ist ein Menschenleben nichts wert“. Wir hielten uns viel darauf zugute, dass unsere „christlich-abendländische Leitkultur“ uns so deutlich von der Barbarei in anderen Gebieten der Erde unterschied.

Gestern wurde Muammar al-Gaddafi in Sirte von den Truppen der Übergangsregierung getötet. Verwackelte Aufnahmen von Handy-Kameras zeigen die letzten Augenblicke im Leben des Mannes, der noch vor wenigen Monaten von aller Welt als eigenwilliger Staatschef hofiert wurde.

Wer diejenigen Bilder betrachtet hat, auf denen man sehen konnte, wie Gaddafi halbnackt, angeschossen, blutüberströmt und halb bewusstlos von einer johlenden Menge bewaffneter Rebellen durch die Straßen von Sirte gezerrt wurde und sich angesichts dessen über einen Sieg der Freiheit, der Menschenrechte und der Demokratie freut, der macht es sich zu einfach.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=1UEO2rP9no4&w=640&h=480]

Nato und Geheimdienste an Gaddafis Tötung beteiligt

Am Abend des 19. Oktobers, so berichtet der Spiegel, habe Gaddafi von seinem Versteck aus mit einem Satellitentelefon telefoniert. Das Gespräch wurde von Geheimdiensten abgefangen, das Telefon wurde geortet. Die Daten wurden im Anschluss an eine Einheit der Rebellen in Misurata weitergeleitet, um diesen zu ermöglichen, Gaddafi in Sirte aufzuspüren.

Wie die Nato heute bestätigt hat, wurde die nun folgende Operation von westlichen Einheiten aus der Luft beobachtet. Am frühen Morgen setzte sich von Gaddafis Versteck aus ein Konvoi mit 80 Militärfahrzeugen in Bewegung. Dieser wurde nun zunächst von französischen Kampfjets auf der einen und von näher rückenden Rebellen auf der anderen Seite angegriffen. Dabei wurden nach Angaben der Nato elf Fahrzeuge getroffen.

Zu diesem Zeitpunkt lösten sich rund 20 Fahrzeuge aus dem Konvoi und bewegten sich in südliche Richtung. Dieser Konvoi wurde nun wiederum von Nato-Verbänden aus der Luft angegriffen und zum Stehen gebracht. In unmittelbarer Nähe wurde Gaddafi von den Rebellen kurze Zeit später aus einem Abwasserrohr gezerrt und in der Folge getötet.

In ihrer Erklärung betont die Nato, sie habe zum Zeitpunkt des Luftangriffes nicht gewusst, dass sich Gaddafi in dem Konvoi befand.

UN-Resolution 1973: Waffenstillstand, Schutz der Zivilbevölkerung, Flugverbot

Der Krieg in Libyen und hierbei insbesondere die Rolle der westlichen Verbände, stützt sich auf die UN-Resolution 1973 vom 17. März 2011. Die Resolution enthält im Wesentlichen drei Punkte: Sie fordert einen sofortigen Waffenstillstand in Libyen, sie setzt sich für eine Intensivierung der Anstrengungen, den legitimen Forderungen des libyschen Volkes Rechnung zu tragen ein und ermächtigt die westlichen Verbände zur Einrichtung und Kontrolle einer Flugverbotszone über Libyen und zur Ergreifung aller notwendigen Maßnahmen zum Schutz der zivilen Bevölkerung.

Bereits am 22. März hat Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, in dem FAZ-Artikel „Die Militärintervention gegen Gaddafi ist illegitim“ den Standpunkt vertreten und begründet, dass ein militärisches Eingreifen in Libyen durch das Völkerrecht nicht gedeckt ist. Unter anderem heißt es hier:

Die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrats vom 17. März, die den Weg zur militärischen Intervention in Libyen freigab, und Maß und Ziel dieser Intervention selbst überschreiten die Grenzen des Rechts. Nicht einfach nur die Grenzen positiver Normen – das geschieht im Völkerrecht oft und gehört zum Motor seiner Entwicklung. Sondern die seiner Fundamente: der Prinzipien, auf denen jedes Recht zwischen den Staaten beruht.

Stellt sich jetzt heraus, dass sich die Nato, über das bereits höchst umstrittene Eingreifen in den libyschen Bürgerkrieg, aktiv an der Tötung von Gaddafi beteiligt hat, statt sich dafür einzusetzen, dass er vor ein ordentliches Gericht gestellt wird, dann beschädigt dies nicht nur die Glaubwürdigkeit der Nato sondern ebenso das hohe Ansehen der internationalen Rechtsgüter der Vereinten Nationen.

Die Nato bestreitet, davon gewusst zu haben, dass sich Gaddafi in dem Konvoi befand, den die Truppen gestern angegriffen haben. Dass die Geheimdienste jedoch die Rebellen in Misurata mit Informationen versorgt haben sollen, ohne gleichzeitig die Nato einzubeziehen, erscheint unglaubwürdig.

Die wehrhafte Demokratie: Im Zweifel mit Gewalt

Als Angela Merkel Anfang Mai diesen Jahres ihrer Freude über die Tötung Osama Bin Ladens Ausdruck verlieh und in diesem Zusammenhang von einem „Erfolg für die Kräfte des Friedens“ sprach, da markierte ihre Äußerung bereits den Abschluss eines kulturellen Wandels. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es gesellschaftlich akzeptiert, den Tod eines Menschen billigend in Kauf zu nehmen, wenn pragmatische Argumente für die Alternativlosigkeit der Tötung sprechen.

Begonnen hatte dieser Wandel damit, dass Bundespräsident Horst Köhler zu offen über Kriege aus wirtschaftlichen Gründen gesprochen hatte und in der Folge der sich hieraus entwickelnden Debatte zurücktrat. Als Karl-Theodor zu Guttenberg kurze Zeit später im Zusammenhang mit dem Afghanistan Einsatz der deutschen Bundeswehr von einem Krieg sprach, da war, zumindest aus der Mitte der Gesellschaft, kein Aufschrei zu vernehmen.

Als Guttenberg mit der Abschaffung der Wehrpflicht den ersten Schritt zur Umwandlung der früheren Verteidigungsarmee in eine schlagkräftige Truppe für mehrere gleichzeitige, internationale Einsätze absolvierte, zeigten sich Beobachter allenfalls erstaunt darüber, das dieser Vorschlag ausgerechnet aus der Union stammte. Der hinter dieser Entscheidung stehende Paradigmenwechsel – die Bundeswehr wird auf ihre Rolle als Angriffsarmee vorbereitet – blieb wiederum weitgehend unkommentiert.

Abgesehen von DER LINKEN setzt sich keine Partei für einen umgehenden und bedingungslosen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan ein. Die Tatsache, dass in Afghanistan Tag für Tag Menschen, darunter viele Zivilisten und Kinder, getötet werden, fließt nicht in die Beurteilung der dortigen Lage und der Rolle der deutschen Bundeswehr ein. Stattdessen werden politische, militärische und wirtschaftliche Erfolgspotenziale gegeneinander abgewogen. Am Ende dieses Prozesses steht das Akzeptieren von Krieg, Mord und Vertreibung als legitimes Mittel politischen Handelns.

Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

Die Rechtfertigung für unser aggressives Eingreifen in fremde Systeme sehen wir in unserer vermeintlichen Vormachtstellung, die auf den Wertbegriffen Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie beruhen soll. Wir akzeptieren Eingriffe in Systeme, von denen wir glauben, dass sie gegen diese Werte verstoßen. Wir exportieren unsere Wertvorstellungen, indem wir auf fremden Territorien selber gegen Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie verstoßen.

Wenngleich sich die Bundesregierung in der Frage des militärischen Eingreifens in Libyen enthalten hat, herrscht ein breiter Konsens darüber, dass wir es für gutheißen, die libyschen Rebellen im Kampf gegen den früheren Staatschef und Diktator Gaddafi zu unterstützen. Der Außenminister wurde für die Enthaltung erst angegriffen, nachdem die libysche Übergangsregierung deutlich gemacht hat, dass wirtschaftliche Opportunitäten im künftigen Libyen von der jeweiligen Position der einzelnen Staaten während des Bürgerkriegs abhängig gemacht werden.

Wir fiebern seit Monaten mit, wenn die Medien über ein weiteres Vorrücken der Rebellen berichten. Wir nehmen in Kauf, dass unter der Mitwirkung der NATO und unserer Verbündeten und unter Einsatz unserer Waffensysteme und Kriegstechnologien täglich Menschen getötet werden. Wir halten das Eingreifen für gerechtfertigt, weil wir Gaddafi für einen verbrecherischen Diktator und die Rebellen für aufrechte Demokraten halten wollen. Dieses polarisierende Bild ist mittlerweile in unseren Köpfen so tief verankert, dass wir keinen Anstoß daran nehmen, wenn Anhänger der Übergangsregierung, teilweise mit modernsten Maschinengewehren von Heckler und Koch ausgestattet, als unbewaffnete Rebellen bezeichnet werden, wenn Krankenhäuser, Schulen und Privathäuser bombardiert oder wenn Gaddafis Kinder und Enkelkinder getötet werden.

Wir sehen darüber hinweg, dass es sich bei vielen Angehörigen der Übergangsregierung um ehemalige Minister und hohe Staatsbeamte Gaddafis handelt, die rechtzeitig die Seite gewechselt haben. Während wir Rechtssysteme, die auf der Scharia basieren, argwöhnisch als akute Bedrohung unserer Freiheit beäugen, nehmen wir es gelassen zur Kenntnis, wenn der Übergangsrat das künftige Libyen auf exakt dieser Rechtsgrundlage errichten will.

Muammar al-Gaddafi: Halbnackt, angeschossen, blutüberströmt

Solange mit der Akzeptanz eines Systems wirtschaftliche oder strategische Vorteile verbunden sind und solange wir unsere Waffen verkaufen und unsere Gier nach Rohstoffen befriedigen können, solange sehen wir großzügig über Menschenrechtsverletzungen, über diktatorische Unrechtsregimes und über Mord, Folter und Verfolgung hinweg.

So haben wir Gaddafi über Jahre und Jahrzehnte mit Waffen beliefert, weil er uns im Gegenzug mit Öl versorgt und uns die Flüchtlingsströme aus Afrika vom Hals gehalten hat. Und so beliefern wir jetzt Saudi Arabien mit Panzern oder Angola mit Patrouillenbooten und hofieren offiziell Diktatoren in aller Welt.

Wer heute die Bilder betrachtet hat, auf denen man sehen konnte, wie Gaddafi halbnackt, angeschossen, blutüberströmt und halb bewusstlos von einer johlenden Menge bewaffneter Rebellen durch die Straßen von Sirte gezerrt wurde und sich angesichts dessen über einen Sieg der Freiheit, der Menschenrechte und der Demokratie freut, der macht es sich zu einfach.

Ein „demokratischer Neuanfang“ beginnt mit der Ermordung eines Verdächtigen

Wenn wir etwas gegen einen Menschen, sei es ein Despot, ein Terrorist oder ein Schwerverbrecher vorzubringen haben, wenn es nachvollziehbare Anzeichen für Rechtsbrüche und Beweise für Verbrechen gegen die Menschlichkeit gibt, dann müssen wir den Verdächtigen vor ein Gericht stellen. Dort müssen Vorgänge aufklärt, Beweise objektiv bewertet und Verbindungen aufgedeckt werden. Dort muss der Beschuldigte die Möglichkeit haben, sich zu rechtfertigen und zu verteidigen.

Stellt sich im Rahmen des Verfahrens die Schuld des Angeklagten heraus, dann muss er mit einer angemessenen Haftstrafe belegt werden. Ist er unschuldig, dann muss er freigelassen und rehabilitiert werden. Stellt sich im Laufe des Verfahrens heraus, dass weitere Personen an den vorgeworfenen Taten beteiligt waren, dann muss dem nachgegangen werden.

Dies wäre im Fall Osama Bin Laden ebenso angemessen und erforderlich gewesen, wie im Fall von Muammar al-Gaddafi. Dies umso mehr, wenn wir unsere Position glaubwürdig mit dem Verweis auf Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie rechtfertigen.

Versäumen wir dies, dann sind wir nicht besser als diejenigen, denen wir Gräueltaten vorwerfen, deren Länder wir mit Krieg übersähen und die wir in der öffentlichen Berichterstattung jenseits der „Achse des Bösen“ verorten.

Die ersten Reaktionen deutscher Politiker auf den Tod von Gaddafi sind beschämend, weil sie sich ausschließlich mit den wirtschaftlichen Chancen im künftigen Libyen beschäftigen.

Philipp Mißfelder (CDU) äußert sich heute über die deutsche UN-Enthaltung:

Die Entscheidung war nicht richtig. Ich hoffe, dass dies ein einmaliger Vorgang bleibt. Im Zweifel wünscht man sich im UNO-Sicherheitsrat, dass Deutschland auch bei Unsicherheiten nicht mit Russland, China, Brasilien und Indien gemeinsam entscheidet, sondern mit unseren traditionellen guten Freunden und Partnern: Amerika, Frankreich und Großbritannien.

Die bisherigen deutschen Geschäftsbeziehungen mit Gaddafi verteidigt der außenpolitische Sprecher der CDU:

Es ist richtig, dass es wirtschaftliche Kooperationen mit Libyen gegeben hat, denn es gab auch einen Wandel in der Politik Gaddafis selbst. Deutschland konnte sehr gute Geschäfte mit Libyen machen, und das ist auch in Ordnung. Wir sind eine Industrienation, und im Spannungsbogen von werte- und interessengeleiteter Außenpolitik spielen wirtschaftliche Interessen immer eine große Rolle. Alles andere wäre naiv.

Der außenpolitische Sprecher der SPD, Rolf Mützenich, kommentiert den Tod Gaddafis heute so:

Durch ihr Abstimmungsverhalten hat die Bundesregierung jetzt wenige Möglichkeiten, auf die Partner einzugehen, die sich damals an der Koalition gegen Gaddafi beteiligt haben.

Kein Wort über die unzähligen Menschenleben, die der Konflikt gekostet hat, kein Wort darüber, dass Gaddafi, entgegen jeglicher Rechtsmaßstäbe, hingerichtet wurde, statt vor ein Gericht gestellt zu werden. Stattdessen kalt-pragmatische Überlegungen und Erwägungen über die künftigen Möglichkeiten Deutschlands, sich an der libyschen Situation zu bereichern, Geschäfte abzuschließen und Marktanteile am libyschen Kuchen zu erheischen.

Und die Kanzlerin übt diesmal Zurückhaltung: Sie lässt Regierungssprecher Seibert twittern:

Kanzlerin: Mit heutigem Tag ist Weg f. demokratischen Neuanfang in #Libyen endgültig frei. DE zur Unterstützung bereit.

Ein demokratischer Neuanfang, der mit der Ermordung eines Verdächtigen beginnt, dessen Auftritt vor einem Gericht sich für viele seiner ehemaligen Verbündeten sehr kritisch hätte gestalten können. Angela Merkel lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir eine westliche Tötungskultur erreicht haben, die es uns erlaubt, die Ermordung von Menschen mit exakt den Werten zu rechtfertigen, mit deren Nichteinhaltung wir deren Verfolgung begründen: Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Zum Thema: 

– Ende eines Herausforderers

– Gräultaten unter der NATO? 

– Krieg, Lügen und die Presse

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27 Kommentare zu "Zum Tod von Muammar al-Gaddafi"

  1. olsson sagt:

    Der Mann hätte vor Gericht wohl einiges zu erzählen gehabt. Deshalb wurden auch seine Söhne gleich mit im Kampf erschossen :)

  2. Rabab Douwa sagt:

    Hm, der Artikel ist sehr interessant und bei mir hat er zumindest neue Denkweisen, neue Richtungen des Denkens, angeregt. Ich muss sagen, vieles war mir so noch nie bewusst gewesen.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst aus Libyen komme; manche Sachen stoßen bei mir sozusagen auf eine Denkblockade. Zum Beispiel hab ich nie davon gehört, dass die NATO Schulen und Krankenhäuser bombardiert und wenn man es googlet, kommt als einziges relevantes Ergebnis ein Blogeintrag, der mehrmals wiederholt wird und der als Quelle auch nur ein Video eines Senders zeigt, der sowieso mit dem Regime sympathisierte. Mir gefällt überhaupt der Absatz nicht, der sich um Libyen innenpolitisch dreht; mir ist er zu einseitig. Aber wie gesagt, vielleicht liegt es darin, dass ich unfähig bin, ihn unvoreingenommen zu lesen.

    • Solveigh Calderin sagt:

      Ich finde dieses Video zum Grund des Mordes an Gaddafi sehr aufschlussreich. Ich hoffe die Englisch-Kenntnisse sind ausreichend. Falls nicht eine ganz kurze Zusammenfassung des Inhalts:

      Gaddafi hat:

      1. Energieverträge (ich nehme an Öllieferungen) mit Russland abgeschlossen
      2. Gaddafi besucht Moskau, um die Energieverbindungen auszubauen
      3. Es gab eine weiter Annährung Russland-Libyen
      4. BP hat sich offensichtlich politisch in Libyen eingemischt (es ging um Schürfrechte für BP)
      5. Gaddafi kann Goldreserven im Wert von 7 Milliarden Dollar erschließen
      6. Gaddafi war auf dem Weg den Handels Dollar durch Gold zu ersetzen sowie einen Gold-Dinar herauszugeben.

      http://www.youtube.com/watch?v=TlvS11tkkK0&feature=player_embedded

      Aus einer anderen Quelle habe ich die Information, dass Gaddafi

      zinslose Kredite an afrikanische Staaten und die eigene Bevölkerung vergeben hat und
      – ein gigantisches Wasserprojekt vorhatte, dass den Norden Afrikas in eine blühende Landschaft verwandeln sollte.

      Ganz abgesehen davon ist es eines Menschen unwürdig, einen anderen Menschen – und gleich die ganze Familie dazu – abzuknallen wie einen räudigen Hund. Das ist eiskalter Mord und durch nichts zu entschuldigen. Ganz besonders nicht, wenn die Mörder und Mordgehilfen öffentlich bekunden, Frieden, Demokratie und Freiheit bringen zu wollen. Dieses Verhalten ist barbarisch!

      Ich frage mich auch, wovor hatten die Mörder Angst, dass sie damals das jugoslavische Staatsoberhaupt Milosovic, dann den irakischen Saddam Hussein, vor kurzem den Saudi Osama bin Laden und nun den Libyischen Gaddafi umbringen mussten?

      Die Auftraggeber für diese Morde – und hier wäre auch der chilenische Präsident Salvador Allende unbedingt zu nennen – gehören vor Gericht gestellt! Sie sind die wahren Terroristen!

      Zusätzlich zu den Morden an den Staatsoberhäuptern dieser Länder kommen jeweils noch tausende, wenn nicht gar zehntausende Zivilisten, die so ganz nebenbei gleich mit umgebracht wurden.

  3. machdieaugenauf sagt:

    Gaddafi war ein guter Mensch , daher wurde er umgebracht. Wer heute die Wahrheit spricht oder das Wohl des Volkes vor dem eigenen stellt, der wird nicht lange leben. Wir sind ein Planet der blinden Schafen geworden, um es mild auszudrücken. Heuchler und Mörder haben die Oberhand aber was wirklich erschreckend ist, ist die Tatsache, daß das blinde Völkchen ihnen folgt und sie bejubelt. Die menschliche Justiz existiert nicht mehr, ob die göttliche etwas taugen wird? Man möchte sich schämen, der Gattung Mensch anzugehören – Aasgeier haben viel mehr Herz und Verstand.

  4. Juli sagt:

    Hinterrücks führten die Geheimdienste der USA die Hand der Mörder am Abzug der Waffe, die das Schicksal des gütigen Führers der Revolution besiegelte. Ohne Beweis, ohne Verhandlung!

    Wenige Menschen haben für die Menschen so viel geleistet wie Gaddafi. Er der reichste Mensch der Welt (100-200 Mrd.). Warum wohl haben die Libyer ihm dieses Geld anvertraut? Sicher nicht deshalb, weil er sich irgendetwas hätte zu Schulden kommen lassen!

    Nicht einmal wilde Tiere hätten so rücksichtslos und ohne Gerichtsverfahren gehandelt.

    • Rabab Douwa sagt:

      Ok, jetzt macht aber mal halblang, Leute.
      Zu behaupten, dass Gaddafi ein “guter Mensch” war oder “viel geleistet hat”, ist echt ein hartes Ding. Wirklich. Was hat er denn geleistet, was hat er denn nachweislich für das libysche Volk geleistet? Weil, irgendwie stehen bei mir auf der Bilanz nur öffentlich erhängte Studenten, über tausend auf einen Schlag erschossene politische Gefangene, 42 Jahre Diktatur, kaputtgemachte Infrastruktur, abgebrochene Projekte und Menschen, die wörtlich im Dreck leben, während er sich an den Ölvorkommen Libyens bereichert hat.
      Es ist übrigens nicht schwer, der reichste Mensch zu sein, wenn die Familie groß ist und im Prinzip alle Zweige des Staates irgendwie kontrolliert; und damit alle Erträge einfach ihm zufließen.
      Gott, man kann’s einfach übertreiben, wirklich.
      Dass seine Tötung nicht richtig war, stimmt. Dass da Interessen dahinter standen, stimmt auch. Aber was ihr redet ist Schwachsinn, sorry.

  5. Viator sagt:

    Erst bauen sie ihn auf, dann benutzen sie ihn, dann töten sie ihn. Das bewährte Schema.

  6. 2010sdafrika sagt:

    Nachdem Gaddafi liquidiert wurde, können die Tunesier nun endlich aufatmen. Die Regierung Tunesiens wird auf diesem Wege eine weitere Gefahr für die Demokratisierung des Landes los. Heute ist übrigens Wahltag: http://wp.me/pNjq9-3jj!

  7. @ Alter Nihilist
    Hast du einen Link bei youtube?

  8. Travelbob sagt:

    @Rabab Douwa

    haben Sie direkte Erfahrungen und evtl. ein paar Schlagworte, die man googeln könnte, die bestätigen ,dass Gaddafi sehr wohl ein verbrecherischer Diktator war?

    Wenn ja, würde mich das brennend interessieren, denn auch ich glaube, dass er jetzt zu gut wegkommt in einigen Blogs. Ich teile die Meinung, dass es ein schamloses Verbrechen war, diesen Mann zu töten und ich bin auch der Meinung, dass sich die NATO (erneut) schuldig gemacht hat und im Grunde kein Deut besser ist, als all die Terroristen, vor denen uns Angst eingejagt werden soll.

    Aber ich zweifel doch stark daran das Gaddafi ein kleiner Gandhi war. Ich glaube da verschwimmen jetzt bei einigen Leuten die Realitäten.

    Dennoch muss man sich vor Augen führen, dass er in den letzten Jahren so einige Projekte in Angriff genommen hatte, die der Finanzelite absolut zu wider gewesen sein müssen (siehe Post von Solveigh weiter oben). Und das wird der Grund für seinen Tod sein, denn gegen Diktatoren haben unsere Regierungen nichts – das stellt ja der Artikel wunderbar heraus! Gegen Revolutionäre, die gegen die Regeln des Kapitalismus verstoßen sehr wohl!

    Mich wurmt eine ganz andere Frage: Wenn unsere Regierung mittlerweile das Töten von unliebsamen Personen im Ausland duldet, ja sogar begrüßt, wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Tötung der eigenen Bevölkerung wohl geduldet wird? Ich fürchte wir schliddern in hässliche Zeiten zurück! Ganz langsam, aber unaufhaltsam!

    • Rabab Douwa sagt:

      Hi Travelbob,
      ich und meine Familie stammen aus Libyen (unsere Familie ist die einzige, die in DE lebt) und daher stammen meine Eindrücke. Ich will zwei Sachen betonen, einmal: dass ich aus Libyen stamme, heißt nicht, dass ich auf irgendeiner Seite stehe – ich habe einfach nur sehr viel Mitgefühl für das libysche Volk (das VOLK, nicht die Anhänger Gaddafis, nicht die Rebellen!) und zweitens: was ich berichte, hab ich entweder selbst empfunden, als ich in Libyen war oder von Eltern/Verwandten erzählt bekommen. Wenn ihr Beweise wollt, die hab ich nicht, ich kann nur das sagen, was ich gehört und gesehen hab. (hm, klingt melodramatisch)

      Wie auch immer, versuchs mal mit “abuslim prison” oder “abuslim prison massacre”. Meine Eltern haben mir davon erzählt, als 1996 um die 1200 politische Gefangene des Gefängnisses Abu Slim auf einen Schlag erschossen wurden. Der Cousin meiner Mama gehörte einer Widerstandsgruppe an, wurde eines schönen Tages verhaftet und seitdem nie wieder gesehen.

      Du kannst es auch mal mit “public executions students libya” oder so versuchen, meine Mutter berichtete mir von Studenten, die in Universitäten (auf deren Sportplätze) erhängt wurden; die Studenten hatten Widerstandsgruppen angehört oder waren irgendwie verdächtig geworden. Auf Youtube hab ich dieses Video dazu gesehen: http://www.youtube.com/watch?v=5RO159SSJSc (Stichwort auch: huda bin amer)
      Der Student hat “einen Prozess” vor allen Menschen und wird gleich drauf zum Tode verurteilt.
      Und für diejenigen, die an dem Tag zufällig nicht in der Uni gewesen waren, gab’s am nächsten Tag noch ‘ne Extravorstellung der aufgenommenen Hinrichtungen.

      Wenn ich in Libyen war und Gaddafi ansprach, bekam ich entweder beklommenes Schweigen, hektisches Ausweichen oder panische Wut als Antwort – das Thema wurde nie vertieft. Meine Eltern hatten immer frei über Gaddafi gesprochen, ihn beleidigt etc….als ich einmal im Urlaub war in Libyen und dort das Bild Gaddafis auf dem Handy meiner Tante umbenannte, sodass irgendeine Beleidigung da stand, hätte mir meine Tante fast, zitternd vor Wut und Angst, eine Ohrfeige gegeben – ich könne froh sein, dass niemand aus der Arbeit es gesehen hätte und damit die ganze Familie bedroht gewesen wäre.
      Das libysche Volk war/ist ein krankes Denunziantenvolk: Menschen wurden dafür bezahlt, gegen Gaddafi zu hetzen, um zu gucken, wer mit einfiel. Man erzählt “Anekdoten” von einem Vater, der seinen Sohn auf der Straße losließ und rief “Wer hat hier sein Kind verloren?”, weil dieser auf ein Plakat Gaddafis gezeigt hatte und gefragt hatte: “Papa, ist das nicht der Mann, den du zuhause immer beschimpfst, wenn er im Fernsehen kommt?” oder von zwei Männern, die sich auf einer Versammlung darüber beschwerten, wo das Essen, die Grundversorgung, die Bildung etc. bleibe…so lange, bis der eine von beiden sich umdreht und fragt, wo sein Freund geblieben ist.

      Wisst ihr, es klingt so dramatisch, aber was in den 42 Jahren da in Libyen abging ist wahrscheinlich schrecklich gewesen.
      Und nein, ich bin keine Unterstützerin der NATO oder der Rebellen oder der Scharia. Und ich finde es auch nicht gut, dass der MENSCH Gaddafi gefoltert und sein Tod überall gefeiert wurde. Aber auch ihr seid sehr schnell dabei mit dem Urteilen, oder zumindest hab ich so das Gefühl.

      Bitte, werdet nicht blind für die Untaten Gaddafis, “nur”, weil er einen schlimmen Tod gestorben ist oder weil die NATO scheiße baut.

  9. Juli sagt:

    Gaddafi war ein Prophet im Auftrage des Propheten! In einer Gerichtsverhandlung hätte das leicht bewiesen werden können. Keiner Fliege konnte der gütige, liebevolle Staatsmann und Vater etwas zu Leide tun. Es sei denn, die Fliege war um den Hals eines verbrecherischen Hundesohnes der imperialistischen Mächte gebunden. Seiner Enkeltochter soll er höchstpesönlich einen Kinderwagen bei Amazon bestellt haben. Und dafür musste er nun sterben?

  10. Rabab Douwa sagt:

    Mein Onkel hätte seiner Enkeltochter auch höchspersönlich einen Kinderwagen bei Amazon bestellt, wobei, hm, da fällt mir ein ER WURDE JA WEGGESPERRT, weil er nicht die gleiche Meinung wie das Gaddafi-Regime vertrat.

  11. Travelbob sagt:

    Hallo Rabab Douwa,

    vielen Dank für die Infos. Ich denke ich verstehe Dich sehr gut. Könntest Du Dir vorstellen, dass Gaddafi paranoid war und von sich glaubte, nur das Beste für sein Volk zu tun? Sowas hört man ja auch immer wieder und wenn ich von diesen Greueltaten höre, muss ich irgendwie an die Stasi und das Unrechtsregime der SED denken, die von sich ja auch immer dachten nur das Beste zu wollen….Solche Diktatoren sind der Meinung, dass sie jeden Widerstand gegen sich (und ihre gute Sache) mit gnadenloser Gewalt niederschlagen müssen. Ähnlich auch China.
    Ich will Gaddafi nicht positiv reden…ich bin nur mittlerweile sehr skeptisch geworden, wenn ich Nachrichten über vermeintliche “Diktatoren” aus der Westpresse lese oder wenn wieder einmal irgendein Diktator beseitigt wurde…in der Regel passiert so etwas ja, weil der Westen davon profitiert, wenn ein “Diktator” verschwindet.

    Ich werde mal nach den Greueltaten suchen. Danke, ich bin sicher es hilft sich ein Bild zu verschaffen.

  12. R.R. sagt:

    Dass bei manchem Menschen die Angst vor dem Kapitalismus soweit fortgeschritten ist, dass sie in jedwedem weltpolitischen Geschehen eine Verschwörung der Reichen und Mächtigen sehen, kann ich wenn auch nur in Ansätzen noch nachvollziehen, aber mit großer, wirklich sehr großer Bestürzung muss ich feststellen, dass aus dieser Angst heraus, im Umkehrschluss Diktatoren plötzlich als Unschuldige dargestellt werden, als diejenigen, die das beste für ihr Volk wollten, sogar als diejenigen, denen man sein Geld anvertraut hatte, aus Vertrauen oder was auch immer, etc. etc. Kann man sowas wirklich ernst meinen?
    Das wirkliche Problem ist doch viel eher dass die westlichen Länder Diktatoren wie Gaddafi überhaut geduldet haben, natürlich nur solange er das Spiel mitspielt, das ist die perverse Schizophrenie, die es anzuprangern gilt (wie es der Artikel ja auch macht). Aus dieser Tatsache heraus jetzt abzuleiten, dass Gaddafi ein bemitleidenswertes Opfer sei, halte ich für sehr bedenklich (wie aus manchen Kommentaren zu schließen ist).
    Natürlich wäre es besser wenn Gaddafi vor Gericht gekommen wäre, natürlich hat er es nicht verdient, liquidiert zu werden, kein Mensch auf der Welt verdient das. Aber ist da jetzt wirklich nur die Nato schuld? War es nicht auch einfach ein wütendender unkontrollierbarer Mob mit jahrelang angestauter Wut?
    Und ja, ich weiß, ich bin einer derjenigen, die der Propagandamaschinerie auf den Leim gegangen sind. Nur zu gut, dass ihr in Deutschland von der freien Meinungsäußerung Gebrauch machen könnt.

  13. dave4freedom sagt:

    Die Verschwörung der Reichen und Mächtigen ist natürlich längst Realität. Wie sonst könnte man erklären, daß die libyschen Rebellen schon im März eine neue (Rothschild’sche) Zentralbank schufen, noch bevor sie eine Regierung bildeten. Solveigh Calderin hat vollkommen Recht mit seiner detaillierten Darstellung. Insbesondere der Gold-Dinar, die zinslosen Kredite und die Möglichkeit der Afrikaner ihre Schätze nicht länger den westlichen Ausbeutern zu überlassen führte zu diesem erneuten NATO-Massenmord mit u.a. Depleted Uranium. Darüber wird erstaunlicherweise auch so gut wie nie berichtet. Wie kann man gegen die “friedliche” Nutzung von Atomenergie sein (zurecht), aber den fortwährenden Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen seit dem Serbien-Feldzug totschweigen? (Am 02.12.2008 wurde über ein Verbot von DU in der UNO abgestimmt: Veto von USA, Israel, Großbritannien und Frankreich).
    Ebensoleicht ist es vorherzusagen, daß Angriffe gegen Syrien und Iran unmittelbar bevorstehen!
    Wer ist der Imperialist?

  14. gato sagt:

    “Aber dieses tragische Scheitern hat nicht dazu geführt, dass eine zivilisiertere Welt die Idee der inneren Souveränität aufgeben muss, die seit fast vier Jahrhunderten existiert und in deren Namen zahllose Grausamkeiten begangen wurden (und immer noch begangen werden). So haben viele lateinamerikanische Staatschefs mit vollem Recht die Passivität und das Komplizentum der großen demokratischen Mächte angesichts der schwerwiegenden Verbrechen verurteilt, die zwischen 1970 und 1990 in Chile, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und vielen anderen geschundenen Ländern in Süd- und Mittelamerika begangen wurden.”

    http://amerika21.de/analyse/27743/libyen-die-gerechte-sache

  15. Hans sagt:

    @Rabab Douwa

    Visionär und Tyrann: Die zwei Gesichter Gaddafis

    http://www.m-media.or.at/welt/afrika/visionar-und-tyrann-die-zwei-gesichter-gaddafis/2011/10/21/

    Ein sehr guter Artikel der es ermöglicht, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen.

    • Rabab Douwa sagt:

      “Arbeitslose erhielten 730 € pro Monat. Das monatliche Gehalt einer Krankenschwester lag bei 1.000 Dollar. Für jedes Neugeborene erhielten Familien bis zu 7000 Dollar.”

      Das ist schlicht und ergreifend falsch. Punkt. So ist es vielleicht in der Theorie, aber in Libyen gilt man schon als gutverdienend, wenn man 500 Dinar verdient – das sind etwa 300€, wenn ich richtig umgerechnet hab.

      Der Artikel ist NICHT “sehr gut”. Ja, Libyen ist ein reiches Land – aber es gibt keinen mittelständigen Wohlstand. Das BIP pro Kopf rechnet nur das BIP durch die Anzahl der BewohnerInnen, Verteilung etc wird ignoriert.

      Lebensmittel sind schweineteuer in Libyen und in den Krankenhäusern tummeln sich Kakerlaken, die Situation ist sowas von katastrophal, dass kranke Menschen es sich entweder leisten können, sich in Tunesien (oder z.B. in Europa) behandeln zu lassen oder eben gar nicht. Und ja, Bildung war kostenlos, aber die Bildung an sich ist grottig.

      Und DAS sind wirklich Sachen, die ich definitiv selbst mitbekommen habe und da kann mir auch keiner sagen, dass es den Libyern gut ging.

      • machdieaugenauf sagt:

        “da kann mir auch keiner sagen, dass es den Libyern gut ging.”…
        Dann werden Sie sich freuen, daß Libyen jetzt in den Händen von Wohltätern ist… Oder brauchen Sie noch ein paar Bömbchen, um zur wahren Freude zu gelangen?

  16. Petros sagt:

    Einzig Fakten sind in der Lage mich zu informieren und mir die Grundlage zur Meinungsbildung zu bieten. Artikel oder Aussagen, die mir keine nachprüfbaren authentischen Quellen bieten, stellen Behauptungen dar, die jeder einfach aufstellen kann. Und gerade im Internet weiß man nie, wer hinter diversen Postings wirklich steckt. Daher verlasse ich mich nur auf belegbare FAKTEN.

  17. Petros sagt:

    Was mich mal interessieren würde ist, wie sich Staaten, die ohne Skrupel UranMunition einsetzen, und damit ganze Areale verseuchen (in der Doku “Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra” spricht der Arzt von Genozid), sich hinstellen können und behaupten, sie würden die Bombenangriffe zum Schutz der Zivilisten fliegen…für mich ist das ein Paradoxon.

  18. fakeraol sagt:

    Nach Informationen des des kanadischen »Centre for Research on Globalisation«
    http://www.globalresearch.ca/PrintArticle.php?articleId=25510
    hat die NATO in LIbyen DU-Munition eingesetzt, wie auch im Kosovo, in Afghanistan und in Irak, wo jetzt (“Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra” http://www.youtube.com/watch?v=LI5y7J3W94M) massenhaft missgebildete Kinder geboren werden, die oft schon tot zur Welt kommen.
    Der Uranoxidstaub, der bei der Explosion dieser Geschosse entsteht, ist so fein (Nanopartikel), das Schutzmasken ihn nicht zurückhalten können, und er im Körper überall hinwandern kann und deshalb ist seine krebserregende Wirkung nochmal um das 17fache stärker, als bei Uran in Micropartikelgrösse.

    Die “Koalition der Willigen” hat das libysche Volk nicht von einem Diktator befreit, sondern das Land für Jahrtausende verseucht und unbewohnbar gemacht. Das ist langsamer schleichender VÖLKERMORD.

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