Leitkultur Feminismus

Replik eines Machos

Von Sebastian Müller

Die Frage der Gleichstellung in einer vermeintlichen Männerwelt, das Thema prägt die Debatten des noch jungen 21. Jahrhunderts wie kaum ein anderes in dauerhafter Kontinuität. Ob zur fragwürdigen Frauenquote in den Spitzenpositionen der Wirtschaft, Politik oder auch im Wehrdienst: Starke Frauen wollen nicht nur ökonomisch, sondern auch gesellschaftlich-kulturell neue Räume erobern.

Im Raum bleibt dabei aber auch die Frage stehen, inwieweit ein damit oft verbundener Profilierungs- und Weiblichkeitswahn – der kaum von kommerziellem Kalkül zu trennen ist – noch etwas mit Gleichberechtigung oder Emanzipation zu tun hat. Der jüngste künstliche Hype einer Geschlechterdebatte, die völlig am Ziel vorbeigeht, wird derzeit im Rahmen der zu Ende gehenden Frauenfußball-WM erzeugt. Frauen, so scheint medienwirksam suggeriert zu werden, sind nicht nur die besseren Männer, sondern sogar die besseren FußballerInnen.

Mediale Konstruktion der modernen Frau

Fernab von jeglicher Dauerberieselung könnte man ja darüber schmunzeln. Doch zu dem ganzen feministischen Nachholbedarf in männlichen Domänen gehört folgerichtig auch die mediale Stilisierung der Frau zum Superweib, zur modernen Femme fatale, egal ob im Film, in den öffentlichen Debatten oder im Feuilleton. Frauen scheinen – so entsteht manchesmal der Eindruck – in den letzten 30 Jahren der kulturell-evolutionären Entwicklung des Homo Sapiens ihre männlichen Artgenossen überholt zu haben. Sie stehen als moderner Prototyp in einer Gesellschaft, in der männliche Eigenschaften zunehmend überflüssig werden oder an Bedeutung verlieren. Während sich das männliche Rollenbild in einer vielzitierten Identitätskrise befindet, scheint das “Frausein” seit einer Dekade nicht nur eine Aufwertung und Neuerfindung zu genießen, sondern auch mit einem größeren (Selbst)Vermarktungspotenzial besser in unsere Wettbewerbs-, Kommunikations- und Dienstleistungsgesellschaft zu passen.

Dass Frauen sozial und kommunikativ kompetenter als die ehemaligen Herren der Schöpfung sind, ist allenthalben nichts Neues mehr; diverse Studien sollen nun aber beweisen, dass sie ebenso belastbarer und auch sonst in den entscheidenden Disziplinen und Eigenschaften den Männern überlegen seien. Ob diese Studien nun wissenschaftlich einwandfrei sind, oder zum Teil auch den erörterten Zeitgeist widerspiegeln, sei einmal dahin gestellt.

Tatsächlich ist die Aufwertung von als weiblich geltenden Eigenschaften und Werten ursprünglich der feministischen Wissenschaftskritik geschuldet. Noch im frühen 20. Jahrhundert brachte die wissenschaftliche Forschung die einem androzentristischen Weltbild genehmen Ergebnisse hervor, bis hin zu extrem diskriminierenden Auffassungen. Zur Jahrhundertwende attestierte ein gewisser Dr. Paul Julius Möbius in seinem Werk Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes der Frau, körperlich und geistig ein „Mittelding zwischen Kind und Mann“ zu sein. Ausgestattet mit der Autorität scheinbarer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse sprachen Ärzte und Psychiater wie Dr. Möbius das Wort der geistigen Begrenztheit von Frauen und ihrer biologisch begründeten intellektuellen Mängel. Wissenschaftler anderer Fachgebiete griffen bereitwillig auf diese sogenannten Erkenntnisse zurück.

Studien also, die nun Frauen höhrere Kompetenzen als Männern bescheinigen, scheinen nicht nur zur rechten Zeit zu kommen, sondern auf den ersten Blick auch durch die Lebenswirklichkeit bestätigt zu werden. Seit der in den 1960er Jahren einsetzenden zweiten Frauenbewegung und der daraus de facto resultierenden, schrittweisen Befreiung des weiblichen Geschlechts aus gesellschaftlichen Beschränkungen und Vorurteilen, holen Frauen auch statistisch in sämtlichen Bereichen auf und übertrumpfen ihre „Widersacher“ im „Geschlechterkampf“ gar. Zumindest in Deutschland haben Mädchen in der Schule mittlerweile die besseren Noten als ihre männlichen Mitschüler, und schließen auch häufiger die Schulzeit mit dem Abitur ab (55%). Folgerichtig ist auch die Zahl der Studentinnen höher als die Zahl ihrer männlichen Kommilitonen. Haupt- und Sonderschulen werden hingegen schon fast zu 2/3 von Jungen besucht; ebenso groß ist der Anteil der Jungen an den Schulabbrechern. Uneinholbar vorne liegen die Jungen mit jeweils um die 90 % bei Legasthenie, dem ADHS (Zappel-Phillipp)-Syndrom, den verhaltensgestörten und jugendkriminell werdenden Schülern.

Die Gründe mögen aber in einem Bildungssystem selbst liegen, das innerhalb der letzten 30 Jahre zunehmend in feministische Hand geraten ist. Angefangen von Kitas und Kindergärten sind der größte Teil der Pädagogen und Bezugspersonen Frauen. Doch hartnäckig hält sich die pädagogische Gewissheit, dass die Schule Mädchen benachteiligt. Feministisch inspirierten Reformpädagogen gilt die Mädchenförderung bis heute als besonderes Anliegen, was nicht zuletzt in sogenannten Girls-Days und für Mädchen zugeschnitte Erziehungs- und Lernmethoden zum Ausdruck kommt. Die Erkenntnis aber, das mittlerweile nicht Mädchen, sondern Jungen in Schule und Elternhaus benachteiligt werden, setzt sich bei den Pädagogen nur zögernd durch, wie die Zeit-Redakteurin Sabine Etzold schrieb.

Alleine die Zahlen zeugen also von einem hereinbrechenden Zeitalter des Feminismus. Würde das reichen? Anscheinend nicht, denn – als ob man wüsste, dass reine Statistiken oft niemals komplexe Zusammenhänge allein erklären können – werden sie von einer zweifelhaften Doktrin der politischen Korrektness flankiert. Und die ist gerade in Fragen der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ein äußerst weites Feld. Sich hier in eine Debatte einzulassen, kann, ähnlich wie das einschläge Thema Nahost, zum Minenfeld werden – zumindest für Männer. Der Vorwurf des Chauvinismus, Sexismus oder der Diskriminierung wird hier gerne ebenso schnell und inflationär erhoben wie dort die Antisemitismus-Keule.

Debatte mit Sicherheitsbestimmungen und Gesinnungsrichtlinien

Wenn man sämtliche, in den Medien diskutierte Themen, die direkt oder indirekt etwas mit Emanzipierung oder Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu tun haben, Revue passieren lässt, dann bleibt ein fader Beigeschmack, der einer angeblich so aufgeklärten Gesellschaft nicht gut steht. Der erwähnte Kampf um die Befreiung des weiblichen Geschlechts aus vermeintlich gesellschaftlichen Beschränkungen und Vorurteilen scheint immer öfter über das Ziel hinaus zu schießen, ja gar in grotesker Weise zu einem fundamentalistischen Eifer zu werden.

Man wird des öfteren den Eindruck nicht los, dass die heutige Generation von Frauen (und auch Männern) ein gefühltes Jahrtausend selbst erlebter weiblicher Unterdrückung nun mit einem Schlag wieder gut machen will. Gefördert wird dieser Zwang zu Gleichmacherei durch eine Medienschlacht, die auf fast allen relevanten Feldern beruflicher, kultureller und sportlicher Tätigkeiten ausgetragen wird. Zweifel an der Sinnhaftigkeit solcher Debatten einerseits, oder an der Nützlichkeit bzw. Notwendigkeit weiblicher Profilierung und Frauenquoten in traditionell männlichen Domänen andererseits, sind mittlerweile nicht mehr ganz gefahrlos zu äußern.

Das musste bereits der Autor eines Marinemagazins leidvoll erfahren. Im „Marineforum“, einem Fachblatt der Marine-Offizier-Vereinigung veröffentlichte der Geschäftsführer des rechtskonservativen Instituts für Staatspolitik, Erik Lehnert einen Beitrag mit dem Titel “Gleichstellung um jeden Preis?”. Dabei äußerte Lehnert – in der Sache wohl durchaus berechtigt – Kritik an der Feminisierung der Streitkräfte, insbesondere der kämpfenden Einheiten. So sei die deutsche Armee “Experimentierfeld einer Gleichheitsideologie, mit allen Konsequenzen, … zu denen nicht zuletzt der Tod der Kadettin auf dem Segelschulschiff Gorch Fock im November 2010 gehört”.

Allein eine feministische Gleichheitsideologie in Verbindung mit dem skandalisierten Unglücksfall auf der Gorch Fock zu bringen, birgt – so nachdenkenswert dieser Satz vielleicht auch wäre – große Sprengkraft in sich; ganz einfach deshalb, weil darüber zumindest offiziell nicht mehr nachgedacht werden darf. Dass nun Lehnert sich diese Gedanken dennoch macht, war für den Spiegel unverzeihlich. Weitere, möglicherweise etwas unglücklich formulierte Äußerungen dürften Lehnert daher zur Persona non grata gemacht haben: “Frauen zwingen den männlichen Kameraden faktisch ihre eigenen physischen Beschränkungen auf, indem sie Standards senken und Forderungen nach Veränderungen stellen.”

Auch eine offensichtliche Binsenweisheit, dass nämlich der Dienst beim Militär “jenseits der körperlichen Fähigkeiten der meisten Frauen” liege, scheint nur noch mit gehörigen Mut geäußert werden zu können. Für den Spiegel, ohnehin ein Flagschiff für Popkultur, seichten Politmainstream und PR-Journalismus, setzt der Feminismus wohl nicht nur in Hollywood-Filmen die physischen Unterschiede der Geschlechter außer Kraft. Folgerichtig ist die simple Erkenntnis, dass der Kampfeinsatz immer noch eine “außergewöhnliche physische und psychische Herausforderung“ bleibe, und die Natur „Frauen und Männer diesbezüglich unterschiedlich ausgestattet” habe, für den Spiegel eine Verunglimpfung der Frauen.

Die Kirche im Dorf lassen

Spätestens hier also sollte man einmal die Kirche im Dorf lassen, und sich fragen, wohin uns eine völlig außer Rand und Band geratene Emanzipationsdebatte bisher geführt hat. Für den Sozialphilosophen Charles Fourier (1772-1837) war der Grad der Befreiung der Frau Maßstab von gesellschaftlicher Entwicklung: „Der soziale Fortschritt (…) erfolgt aufgrund der Fortschritte in der Befreiung der Frau“. Freilich bringen solch reflexhafte Skandalisierungen wie jene des Spiegels, die Frauen ihrer Befreiung, und uns alle den sozialen Fortschritt kein Stück näher.

Um das ganze Drama näher zu beleuchten, lohnt es, einen Bogen zur eingangs erwähnten Frauenfußball-WM zu schlagen. Als das im Vorfeld hochgelobte, tatsächlich jedoch nur mäßig spielende deutsche Team gegen die Japaner bereits im Viertelfinale ausschied, veranlasste dies den taz-Redakteur Deniz Yücel in seiner satirischen Reihe „Trikottausch“, einen bestenfalls mäßig gelungenen Abgesang auf die DFB-Auswahl zu halten. Die Satire war letztendlich das Pendant zur Vuvuzela-Reihe im Jahre 2010, in der er an der deutschen Herrenmannschaft nach dem Halbfinal-Aus ebenfalls kein gutes Haar lies.

Unter normalen Umständen wäre die provokante Satire „Schämt euch ihr Schlampen“ ohne großes Aufhebens wohl ebenso in den Archiven der Publizistik Verschwunden wie auch der Herrenabwatsch „Schämt euch ihr Gurken“ ein Jahr zuvor, die sich – einmal abgesehen von der Geschlechterbezogenheit – auch kaum voneinander unterschieden. Doch die Umstände sind nunmal nicht als normal zu beschreiben, denn auch für den Humor haben die Grenzen feministischer Sicherheitsbestimmungen zu gelten. Yücel selbst wurde zur Zielscheibe einer in deutschen Onlineforen bisher unbekannten Empörung. Ganze 615 Kommentare, die hauptsächlich mit Schmähungen und Drohungen von Abonnement-Kündigungen durchsetzt waren, musste der Redakteur über sich ergehen lassen.

Die Welle des taz-Volkszornes verleitete die Chefredakteurin Ines Pohl wohl dazu, Yücel zu einem gemäßigteren Artikel zu verdonnern, der auch gleich eine brave Lobpreisung des Frauenfußballs enthielt, so also, wie man es auch von einer sich selbst als emanzipatorisch bezeichnenden Tageszeitung erwartet.

Eigentlich bleibt da nur noch kopfschüttelnd festzuhalten, dass man sich ein solches Potenzial des Zornes doch lieber als Quittung für wichtigere Themen wünschen würde. Zum Beispiel über die Zumutungen des Kampagnenjournalismus seitens des besagten Spiegel, über INSM-gefärbte PR-Artikel über die angeblichen Vorteile der privaten Rente, oder über das Märchen von den griechischen Rettungspaketen, die in Wahrheit nichts anderes als eine Ausplünderung der griechischen Steuerzahler sind.

Frauenfußball als Katalysator eines entarteten Emanzipationsstrebens?

Doch die Anekdote ist bezeichnend dafür, wie wenig die Emanzipation (im eigentlichen Sinne) dann doch fortgeschritten zu sein scheint. Wenn bereits die Reaktionen auf eine satirische Auseinandersetzung mit der Nischensportart Frauenfußball so empfindlich und zahlreich ausfallen, scheinen doch eklatante Fragen ob des weiblichen Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins aufgeworfen zu werden. Aber genau hier liegt das Problem, die Wunde, in die Yücel unbewusst den Finger gelegt hat: Einige Funktionäre, Sportlerinnen und Journalisten wollen sich eben nicht damit abfinden, dass die Damen beim König Fußball ein Schattendasein fristen. Dass die Gründe der geringeren Popularität auf der Hand, bzw. in der Athletik und Dynamik liegen, wird dabei geflissentlich ignoriert, ja teils sogar umgekehrt. Als ob von der Resonanz und dem kommerziellen Erfolg des Frauenfußballs das Gedeih und Verderb der Gleichberechtigung hängen würde!

Wie überhaupt es rührend ist zu beobachten, wie vehement sich politisch korrekte Journalisten seit einigen Tagen für die Sache des Frauenfußballs, den sie noch vor Wochen mit völliger Missachtung bestraft haben, ins Zeug legen, das Pflänzchen hegen und pflegen, und jedes kleinste Foul gegen die weibliche Netiquette mit einem medialen Pfiff und einer gelben Karte ahnden. (Rudolf Maresch, Heise-Online)

Das Ganze gipfelt in der völlig absurden Forderung des Spiegel-Kolumnisten Jakob Augstein nach gleicher Bezahlung von weiblichen und männlichen Fußballspielern: „Wie unterschiedlich der Wert ist, den die Gesellschaft weiblicher und männlicher Leistung entgegenbringt, drückt sich übrigens am brutalsten im Verdienst der Fußballerinnen aus: Während ein männlicher Bundesliga-Profi im Durchschnitt eine Million im Jahr kassiert, bekommt eine Frauenfußballerin 800 Euro im Monat.“ Und: „Wenn die Fußballfrauen ein Zeichen setzten wollten, (…) könnten sie bei der Feier ihre T-Shirts hochziehen, aber nur so weit, dass die Worte “Equal pay now” zu sehen sind.“

Nicht nur, das Augstein hier Äpfel mit Birnen vergleicht und damit den Fußball als das denkbar ungünstigste Beispiel für die vielbeschworene, angeblich noch ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in der Wirtschaft instrumentalisiert. Er übersieht, entweder absichtlich oder aber in blinder Liebe zum Feminismus, die riesige Diskrepanz in den Summen, die der Männer- im Gegensatz zum Frauenfußball durch Zuschauerzahlen über Werbe- und Fernseheinnahmen generiert. Dass also ausgerechnet ein Spiegel-Kolumnist die Gesetze der freien Marktwirtschaft beim Fußballsport aushebeln will, zeigt einmal mehr, welche Blüten der emanzipatorische Fundamentalismus bereits treibt.

Dass der Frauenfußball insgesamt als Flagschiff der Emanzipation dermaßen hochgehalten wird, beweist letztendlich aber nur dessen Instrumentalisierung. Dem DFB und den PR- Schreiberlingen geht es in Wahrheit nur um eine kommerzielle Ausschlachtung der WM im eigenen Land, von deren Ertrag auch die kickende Zunft der Damen profitieren möchte. Damit entpuppt sich der Frauenfußball lediglich als ein Vehikel in einem neoliberalen Verteilungskampf, einem Wettbewerb um Märkte, in der Frau ihren Mann stehen will. In einer solchen Marktgesellschaft, die sich nur um Profite schert, ist die Frage um Anerkennung ohnehin obsolet. Die Frau ist im Postfordismus bzw. Neoliberalismus als ein Element, das den Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt belebt, höchst willkommen.

Insofern ist die ganze Gleichberechtigungsdebatte in der Peripherie um die WM nicht mehr als eine völlig deplazierte Gespensterdiskussion, die von den Frauen mit dem gleichen Profitkalkül wie auch seitens der männlichen Funktionäre beim DFB und der Werbe- und Produktindustrie geführt wird. Die Frauen im Rahmen lächerlicher Gesinnungsrichtlinien als bessere Fußballer oder leistungsstarke Soldatinnen zu promoten, dient nicht einer fruchtbaren Emanzipationsdebatte, sondern offenbart nur den unfreiwillig komischen Zeitgeist, der in der westlichen Kultur- und Kommerzgemeinschaft derzeit herrscht.

Die physische und psychische Unterschiede zwischen Frauen und Männern völlig ausgrenzende Gleichheitsideologie steigert sich zur Hegomonie und Modeerscheinung eines (nehmen wir die meisten Frauen hier in Schutz) künstlich inszenierten weiblichen Chauvinismus in unserer Gesellschaft. Dieses idiotischerweise als political correctnes umschriebene Phänomen ist nicht nur für Männer und Frauen, Mädchen und Jungen gleichermaßen unangenehm (siehe Lehnert), sondern auch gänzlich sinnfrei. Er erschwert nicht nur eine ernsthafte und offene Debatte darüber, wo Fragen der Geschlechtergleichberechtigung in unserer Gesellschaft tatsächlich noch akut sind, bzw. in welchen Bereichen Frauen (oder mittlerweile auch Männer) benachteiligt werden, sondern ebenso die ehrliche Frage, ob eine rein ideologisch motivierte Förderung von Frauen in bestimmten, männlich dominierten Berufsfeldern nicht auch deplaziert und kontraproduktiv sein könnte.

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30 Kommentare zu "Leitkultur Feminismus"

  1. anna sagt:

    Die taktisch untalentierte Trainerin hat es jedenfalls geschafft, sich einen Riesenbatzen zu sichern.

    Was ich aber vermisse, sind die Frauenquoten beim Straßenbau oder bei der Müllabfuhr – überhaupt in allen Bereichen, wo immer noch körperliche Einsatz erforderlich ist und das bei Wind und Wetter. Bauern bekommen scheinbar sowieso nur noch eine Frau, wenn sie sich dämlich grinsend im Fernsehen ohne Wenn und Aber unterwerfen.

    Das ganze ist ein großes Missverständnis über die sogenannten weiblichen Qualitäten wie Intuition oder Emotion. Das sind menschliche Qualitäten die Frauen zugesprochen wurden, so wie z.B. Ratio den Männern. Aber diese Zuordnungen sind hinfällig. Beide Geschlechter brauchen alle Fähigkeiten dringender denn je. Ein vages Dämmern über diese Zusammenhänge wird jetzt auf das “Außen” gestülpt, wobei dieser Vorgang nicht einmal halbbewusst ist. Und anstatt dass sich Frauen wie Männer als Mensch in ihrem Geschlecht erfüllen, wird versucht, eine Art zwitterhafte Gleichstellung zu schaffen. Das kann nur schiefgehen. Aber wie oft noch solche Blödheiten?

    Aber die Kontrolle der Sexualität – der Lebenskraft letztendlich – war schon immer ein Herrschaftsanliegen. Jetzt wird es eben mittels Gender Mainstreaming gemacht, garniert mit Pornographie und sogar Pädophilie. Die NWO lässt schön grüßen!

  2. Swen Mueller sagt:

    Ein Punkt der mich persönlich stört ist das Thema Frauenquote. Dabei frage ich mich persönlich wie Frauen selbst eigentlich darüber denken, und damit meine ich nicht Politikerinnen. Wenn ein Unternehmen Frauen aufgrund einer Quote auf den Spielplatz lässt der bisher von Männern dominiert wurde dann zeigt dass doch, dass sich das Denken der Männer nicht geändert hat. Entweder ich akzeptiere Frauen als gleichberechtigten Menschen oder eben nicht. Genauso gut kann ich 40m² Regenwald schützen und der Rest ist mir egal. Wir sollten uns mal als Menschen definieren und nicht über Geschlecht oder Herkunft.

    Solange wie aber diese Unterschiede gemacht werden, wird es auch weiterhin zu “Revierkämpfen” kommen.

  3. olsson sagt:

    Heute die Kommentare zur Fußball-WM gehört? Zahlreiche FRAUEN wünschen sich als zukünftigen Trainer zur Frauennationalmannschaft einen Mann, weil der besser die Nerven oder in heissen Phasen einen kühlen Kopf behielte :)

  4. Swen Mueller sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass die Trainerin zu Gefühlsregungen neigte^^
    Außerdem ist, dass doch eigentlich Quatsch, der Trainer oder die Trainerin kann auch nicht mehr viel ändern wenn das Spiel läuft. Da muss man ja fast schon wieder böse fragen, ob die gefragten Frauen das Spiel verstanden haben. *sfg

  5. Kunstschalter Berlin sagt:

    ganz schön komplex der Artikel, darum möchte ich am Anfang der Debatte nur etwas hinzufügen und das ist den Link für eine Ausstellung, welcher sich die Kunsthalle Mannheim als erstes und einigstes Museum in den Alten Bundesländern widmet:
    Die künstlerische Stellung der Frau in der DDR.
    “Diese Künstlerinnen hatten einerseits mit dem Druck der offiziellen Kunst des sozialistischen Realismus und andererseits – sogar in den eigenen Reihen der Subkultur- mit männlichen Machtmustern zu kämpfen. Denn die kulturelle wie die subkulturelle Szene der DDR war ein Macho-Club; Künstlerinnen der DDR erlebten Verachtung und Respektlosigkeit.”

    http://www.kunsthalle-mann​heim.eu/ausstellungen/aktu​elle-ausstellungen/entdeck​t-rebellische-kuenstlerinn​en-der-ddr.html

  6. Soulworker sagt:

    Der Artikel wendet sich gegen die geistige (Zitat:) “Heg-o-monie” der Gleichmacherei und dagegen, verschiedene Anliegen durcheinanderzuwerfen, beteiligt sich aber munter selbst daran
    (Fortgesetzt wird das in den “Kommentaren”, wo allen Ernstes “Gender mainstreaming” als Form der “Kontrolle der Sexualität” diffamiert wird, was aber wohl nur für die mißverstandene Definition von GM gelten dürfte …?).

    Vor allem, statt sich über Frauenquoten oder Ideologien aufzuregen, ist das Fehlen konkreter Vorschläge zu bemängeln, wie denn bloß-ideologische Schein-Gleichmacherei zu wirklicher Gleichstellung, die auch *Unterschiede* und Differenzen nicht nur bestehen ließe, sondern fruchtbar antagonistisch einbezöge, werden könnte.

    Wenn Mädchen/ Frauen schon seit langem bessere schulische Ergebnisse vorweisen, jedoch im “Erwerbsleben” weiterhin Männer in den “besseren” Etagen dominieren, dann vielleicht nicht, “weil Frauen Kinder kriegen”, sondern *dabei* einfach feststellen, was Leben wirklich bedeutet ?
    Und dass “Erfolg im Beruf” vielleicht gar nicht so viel bedeuten könnte wie, einem Kind beim Wachsen zu helfen ?

    Danach haben viele Frauen schlichtweg keine Lust mehr am “rat race” … aber dieses wird ja offenbar nicht, und auch nicht in diesem Artikel, in Frage gestellt, sondern das “Bestehen” darin wird, wieder mal, mehr oder weniger unterschwellig, als “männliche Tugend” (welche “nicht sein darf” und “unterdrückt” wird) dahergebracht.

    Wenn diese Erkenntnisse auch im “Berufsleben” ein standing bekämen, wenn das auch Männern und auch “Erfolg”-Reichen auffallen dürfte, wenn es “das Beufsleben” nicht mehr gäbe, auch nicht “das Familienleben”, sondern “nur” noch DAS Leben, das Ende der Entfremdung, dann bräuchten wir keine “Frauenquote” mehr, auch kein Bejammern der Minderschätzung so genannter “männlicher” Tugenden mehr, weil auch “männliche” und “weibliche” Tugenden mehr oder weniger eins, oder einiger wären, was gerade nicht “undifferenziert” heißen muß, sondern eher auf Bewertungen oberflächlichen Formats von “stark” und “schwach” verzichtete.

    Bisher aber dürfen sich Frauen lediglich Männern und ihrem “Erfolg” *anpassen*, und Männer durften vulgär- “feministische” Flachheiten nachbeten, und das wird mit allerlei Tand beschönigt und bemäntelt, und unter dieser Verlogenheit und Beschönigung leiden beide, Frauen und Männer, beide aber dürfen es nicht zugeben, da sonst alle Ideologien aufflögen, an die sich zu klammern zum “modernen Leben” gehören soll.

    Das aber thematisiert das Elaborat nicht, sondern fügt den Geschwätzigkeiten und Oberflächlichkeiten mit dem vermeintlichen Ankratzen vermeintlicher Tabus weitere hinzu.

  7. dieterbohrer sagt:

    Wahrscheinlich verstehe ich von all dem nicht allzu viel. Das es ein wahrhaft komplexes Thema ist, wird wohl niemand bestreiten. Man kann es aber brutal vereinfachen, ohne sich selber vorhalten zu müssen, man wolle einen Beitrag zum Fundamentalismus abliefern.

    Also ich sehe das so: Das Thema ist nichts weiter (und “nichts weiter” heisst selbstverständlich: es ist durch nichts zu unterbieten) als blanke Sexualität, (fast hätte ich geschrieben, es ginge schliesslich nur ums Ficken, aber ok.k., ich habe mich selber schon gebremst).

    Ich bin nicht versiert genug, um allen schlüssig nachzuweisen, wann und durch wen zum ersten Male in der ideologischen Geschichte der Menschheit einer aufgetreten ist, der glasklar erklärt hat, Frauen taugen nichts, sie seien minderwertig, das Gelbe vom Ei seien unabweisbar die Männer. Warum das dann in den urzeitlichen Verbreitungsmedien sich durchgesetzt hat, ich kann es nicht beurteilen. Nehmen wir als Schlüsseldatum doch nur diese idiotische Äusserung dieses umtriebigen Mittelmeervereinsmeiers namens Paulus. Wenn die Überlieferung stimmt. soll er einmal – bevor er im Drogenrausch oder was weis ich vom Pferd gefallen ist – Saulus geheissen haben. Dieser Superorganisator, der eigentlich den Pressionsverein Christentum erfunden und irgendwie durchgesetzt hat, dieser Onanieversager muss irgendwann einmal ein schreckliches Erlebnis mit Frauen gehabt haben, dass er sich aufgemacht hat, die Frauen ein für allemal zu verteufeln. Warum sich diese trübe Idee dann auch noch zweitausend Jahre lang als Gesellschaftsmaxime gehalten hat, weiss ich nicht. Dass es so ist, wissen wir alle.

    Dann kam der erste Weltkrieg, es fehlten Strassenbahner, also zogen sich die Frauen die Hosen an, und klingelten eben selber ab: Zurückbleiben!. Durch die mörderischen Materialschlachten fehlten auch bald in den Fabriken die Männer zum Granatendrehen, also mussten wieder die Frauen ran. Meine Grossmutter war bei Borsig in Berlin auch eine von diesen kapitalistisch ausgenutzten Weibern. Als sie dann allerdings ihre Kollegen – soweit es noch welche gab – und ihre Kolleginnen agitierte, im Sinne von “nieder mit den Waffen”, wurde sie entlassen. Ihr Mann war im Felde, und weil sie sechs Kinder ernähren musste, wurde sie bei der Berliner Wach- und Schliessgesellschaft Wachmann (pardon: Wachfrau) und kontrollierte nächtlich – mit Taschenlampe, Stechuhr und Pistole – Berliner Industriebetriebe und Lagerhäuser. Dass eine solche Frau sich nach dem Weltkriege von keinem mehr dreinreden lassen wollte, brauche ich keinem zu erklären. Auch den Rest kann ich mir schenken. Jeder kennt ihn ja. …

    Als ich so um 1955 in der Industrie arbeitete, und weil ich im Betriebsrat war und mir so bei Einstellungen meine Gedanken machte (welche Lohngruppe?), wurde mir eines schnell klar: als Feinmechaniker würde ich niemals eine wirkliche Familie ernähren können, ein Facharbeiterlohn war diesbezüglich schon damals ein Witz, also verzichtete ich auf Kinder, ochste mich halbwegs “nach oben” und ging 1985 als Technischer Oberamtsrat in Pension. Ich bekomme – obgleich mir nur 67% des Grundeinkommens meiner Sparte zustehen – eine Pension von rund dreitausend Euro, zusätzlich für 15 Jahre in der Industrie noch eine Rente von knapp 500 Euro. Das alles für 43 Jahre “malochen”. Meine Frau aber, die auch 33 Jahre berufstätig war, allerdings immer als ungelernte Angelernte, sie bekommt für all ihre Mühen nur schlichte 507 Euro Rente. Ohne mich wäre sie also ein Fall für Hartz IV. Klar, dass meine Frau sauer ist und auf alle Politik scheisst, vor allem auf die Sozialpolitik.

    Ich hätte mich mit meinem Bericht gedanklich verzettelt und das Thema verfehlt? Hoppla!, der ganze sogenannte Feminismus und alles was so dazu gehört ist nur von den frustrierten Männern inszeniert worden: Wenn die Frauen aufmucken wollen, dann muss man sie arbeitend kaputtmachen: sollen sie doch in alle Berufe und Branchen eindringen und den Männern die Arbeitsplätze wegnehmen, sie sind schlicht die ideale Reservearmee. Die Bosse spielen die Frauen gegen die Männer aus, dann macht am schlechten Ende keinem mehr das Vögeln spass, und dieser idiotische Paulus hat seinen Willen: die Frauen schweigen nun zwar nicht, aber jetzt haben sie genau so wenig zu sagen wie ihre Männer. Das arme Opfer sind leider die Kinder, weil ihnen langsam die Massstäbe für alles verloren gehen. Die Kapitalisten und die Pfaffen aber sind es zufrieden: die Renditen stimmen und das Vögeln ist wieder einmal von Zweifeln zerfressen. Keiner blickt mehr durch, alles geht seinen zum allgemeinen Maulhalten tendierenden Gang. Was will die Elite mehr?

  8. anna sagt:

    @soulworker

    (Fortgesetzt wird das in den „Kommentaren“, wo allen Ernstes „Gender mainstreaming“ als Form der „Kontrolle der Sexualität“ diffamiert wird, was aber wohl nur für die mißverstandene Definition von GM gelten dürfte …?).

    Ja, das ist sicher nicht die gängige Definition. Es werden viele Worte gebraucht, um Gender Mainstreaming populär zu machen. In Wirklichkeit dient die angebliche Benachteiligung der Frauen aber nur dazu, die Männer ebenfalls zu “Opfern” zu machen – flächendeckend.

    Gender Mainstreaming ist einer der vielen Machtmechanismen, derer sich die NWO bedient und ja, es ist auch eine Kontrolle der Sexualität, die weit mehr ist als nur der sexuelle Akt. Selbstverständlich bin ich auch FÜR Gleichberechtigung ALLER Menschen. Aber das von “oben” diktierte Gender Mainstreaming ist nur ein weiteres Mittel, ALLE Menschen zu kontrollieren und das erreicht man scheinbar über die Frauen am Leichtesten.

  9. Systemfrager sagt:

    @ dieterbohrer
    >>> Wenn die Frauen aufmucken wollen, dann muss man sie arbeitend kaputtmachen: sollen sie doch in alle Berufe und Branchen eindringen und den Männern die Arbeitsplätze wegnehmen, sie sind schlicht die ideale Reservearmee. Die Bosse spielen die Frauen gegen die Männer aus, dann macht am schlechten Ende keinem mehr das Vögeln spass, und dieser idiotische Paulus hat seinen Willen: die Frauen schweigen nun zwar nicht, aber jetzt haben sie genau so wenig zu sagen wie ihre Männer. Das arme Opfer sind leider die Kinder, weil ihnen langsam die Massstäbe für alles verloren gehen. Die Kapitalisten und die Pfaffen aber sind es zufrieden: die Renditen stimmen und das Vögeln ist wieder einmal von Zweifeln zerfressen. Keiner blickt mehr durch, alles geht seinen zum allgemeinen Maulhalten tendierenden Gang. Was will die Elite mehr?

    So ist es.

    Schon die antiken Philosophen Platon und Aristoteles wussten ganz genau, warum ein böser Herrscher den Frauen und Kindern hofiert – sich so sehr um ihre „Rechte“ sorgt. Damit sie ihre Männer verraten, damit Familien zerfallen und als solche dem Herrscher nicht widerstand leisten können. Kurz:

    Divide et impera!

    Die heutige westliche emanzipierte Frau hat sich von ihrem Mann „befreit“, um sich als Hure und Dienerin auf dem Hofe der heutigen Herrscher zu „verwirklichen“. Das ist das Endergebnis des sog. Feminismus. Eine solche Gesellschaft hat keine Zukunft.

    PS
    Ein amerikanische “Emanzipierte” hat sich irgendwann später darüber Gedanken gemacht:
    Erica Jong, Keine Angst vor Fünfzig, Hoffmann und Campe, 1995.
    Sehr empfehlenswert

  10. anna sagt:

    “Die Zugehörigkeit zum weiblichen oder männlichen Geschlecht ist noch immer eine der prägendsten und bedeutsamsten gesellschaftlichen Unterscheidungen”

    schreibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. “Familie, Senioren, Frauen und Jugend”? Ist das Bundesministerium für Männer nicht zuständig?

    http://gender-mainstreaming.net/gm/Hintergrund/gender-mainstreaming-und-frauenpolitik.html

    • dentix07 sagt:

      Fällt dir das jetzt erst auf?
      Dieses MINIsterium wird doch schon seit Jahren viel genauer als “Ministerium für alles, außer Männer” kürzer und treffend bezeichnet!

  11. dieblaueneu sagt:

    “..Die physische und psychische Unterschiede zwischen Frauen und Männern völlig ausgrenzende Gleichheitsideologie steigert sich zur Hegomonie und Modeerscheinung eines (nehmen wir die meisten Frauen hier in Schutz) künstlich inszenierten weiblichen Chauvinismus in unserer Gesellschaft. Dieses idiotischerweise als political correctnes umschriebene Phänomen ist nicht nur für Männer und Frauen, Mädchen und Jungen gleichermaßen unangenehm (siehe Lehnert), sondern auch gänzlich sinnfrei. Er erschwert nicht nur eine ernsthafte und offene Debatte darüber, wo Fragen der Geschlechtergleichberechtigung in unserer Gesellschaft tatsächlich noch akut sind, bzw. in welchen Bereichen Frauen (oder mittlerweile auch Männer) benachteiligt werden, sondern ebenso die ehrliche Frage, ob eine rein ideologisch motivierte Förderung von Frauen in bestimmten, männlich dominierten Berufsfeldern nicht auch deplaziert und kontraproduktiv sein könnte.”"”

    —————————-

    Genau dort liegt der Punkt, sehr gut formuliert. Ich denke der Artikel zeugt nicht von Macho Bewußtsein sondern im Gegenteil es ist eine wahre feministische Schrift.

    Ich denke, dass Problem, um in den Diskurs zu gelangen, der zu einer sich an den Realitäten, den zum Erhalt des Lebens in den (endo-)symbiotischen Strukturen vorgegebenen unterschieden in den physischen und psychischen Unterschieden der Geschlechter orientierenden Bewußtseinsbildung führt, setzt voraus, dass sich der feministische Mainstream von der geistigen und emotionalen Dominanz derjenigen feministischen Strömungen löst, die den Mann als Feind betrachten, gegen den es Krieg zu führen gilt, sei es über das Wort in ihren Schriften, sie es in der pseudowissenschaflichen, weil politisch gewollten Leugnung der evolutionären und biologischen Grundlagen.

    Diese Sichtweise- gleich welche Trieb und Motivationslage ihr zugrundeliegt- überführt die überzogene und von Machtmissbrauch gekennzeichnete Dominanz (MACHT) der Männer in die Dominanz derjenigen Frauen, die für sich in Anspruch nehmen, BannerträgerINNEN und FührerINNEN der Gesellschaft, beginnend bei der Macht über die Geschlechter, zu werden.

    Der Teufel wird mit dem Belzebub ausgetrieben.

    Sicher kann man und konnte mann/frau in den Anfangszeiten des Erwachens der Erkenntnis der Würde der Frau als FrauMensch und nicht als WenigerMannMensch(FE-Min(a)us) nicht erwarten, dass sich Struktur und Bewußtseinsänderung nur durch Beten,— zu wem auch zu dem MANN GOTT—, ändern würde.

    ABER: Die Bannerträgerinnen dieser Bewegung haben- bewußt oder unbewußt- diese Einsicht MISSBRAUCHT- um ihrer persönlichen Sexual und Machtstreben zu dienen; es besteht nicht der geringste Unterschied zu den Vorgängen, hinsichtlich der sexuellen und Machtmissbrauchsskandale in sog. progressiven Bildungseinrichtungen –oder– in der katholischen Kirche, wie sie immer mehr bekannt werden.

    Glaubens-,und Ideologieprediger instrumentalisieren die berechtigte Kritik an gesellschaftlichen Strukturen zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse und ihres Machtstrebens.

    Vielleicht sollte man wirklich langsam anfangen, den Gedanken der alles Sein prägenden evolutionären –(endo)Symbiose–, wie er von Lynn Margulis in ihrem Werk, ” Die andere Evolution” herausgearbeitet und von mir in meiner erläuternden E-Book Schrift “Geschlechterrassimus:Feindschaft bis zum Endsieg der weiblichen Dominanz oder Was Frau ist, Was Mann ist, Was Macht ist. ” aufgegriffen wurde, in die Erörterungen einbeziehen, um das Verhältnis der Geschlechter zueinander aber auch die grundlegenden Fragen von Macht und historischer Entwicklung menschlicher Gesellschaften neu und besser zu verstehen, gleich ob und wie man religiös ist- wie meine Person-oder nicht- wie Frau Margulis-

    Ich denke, diese (endo)Symbiotische Sichtweise wird viele uns bislang nicht oder – rudimentär-nur auf der Grundlage verzweifelter Erklärungsversuche der philosophischen Widerparte- Erklärungen der faktischen Erscheinungen, der faktischen Handlungen unserer Selbst und des faktischen Zustandes unserer Gesellschaften liefern.

  12. yo sagt:

    Zitat von Nawaal es Saadawi:

    “She is free to do what she wants, and free not to do it.”

    m.m.n. eine echte feministin

  13. Das Problem ist, dass Kritik an feministischen Positionen als Verstoß gegen ein Dogma gesehen wird und soziale Ächtung zur Folge hat. Dabei kann man gegen bestimmte Positionen sein, deren Wildwuchs beklagen und trotzdem für eine Gleichberechtigung der Frau sein

  14. Eine weitere, sehr umfangreiche Diskussion zu diesem Artikel gibt es hier: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6454/leitkultur-feminismus#comments (Zweitveröffentlichung, Spiegelfechter)

  15. Michael Gradwohl sagt:

    Es gibt einige aufschlussreiche Publikationen, die deutlich machen dass a) der Unterschied zwischen den Geschlechtern gar nicht so groß sind (“Delusions of Gender”, letzte “Psychologie Heute” Ausgabe), b) Gleichberechtigung ein Merkmal moderner Gesellschaften ist (Peter Jedlicka erklärt in “Gender Balance”, warum die reichsten Länder der Welt auch jene mit der höchsten Gleichberechtigung sind), und c) Männer eine Menge in einer Gleichberechtigten Gesellschaft profitieren könnten (Peter Redvoort: “Die Söhne Egalias”).

    Lesenswert!

    Michael Gradwohl

  16. Die “besten” Kommetare beim Spiegelfechter zu meinem Artikel möchte ich hier einfach mal auflisten:

    1. “Wenn du mal Frigga Haug wegen einem Artikel angefragt hättest Jens, wäre ein wirkliches mehr Meer wirklich linker Positionen, Tatsachen und Einsichten zur Frage Frauen, kapitalistische Gesellschaft und modernen bürgerliche Frauenbewegungen wahrnehmbar gewesen, und nicht so ein unterirdischer, sozialdarwinistischer Brei aus der faschistischen Ecke, der die Bildung, die Ausbildung von Frauen als Schreckgespenst an die Wand malt..”

    2. “Traurig, dass beim Spiegelfechter inzwischen solch sinnfreie Artikel erscheinen. Das Niveau des Autors erschließt sich schon allein durch seine Bezeichnung des Emanzipationsstrebens der Frauen als “entartet”.”

    3. “Hätte nie gedacht, daß dieses Thema so viele Kommentare erntet.
    Mann, es fehlt uns noch, daß ein Krieg “Frau vs. Mann” ausbricht.
    Kindischer Quatsch ist das ganze !!!!!!!!!”

    4. “Genau das richtige Freitagsthema! Ich hole mir gleich noch eine Tüte Popcorn und warte auf die o.g. Maskulisten/FeministInnen und Trolle :D”

    Make my day!

    5. “Das erlebe ich häufig beim Spiegelfechter. Es wird ein Stück Rinderfilet in das Aquarium geworfen und die Piranhas stürzen sich wie wild darauf.”

    6. “Linke Kritik an der Ökonomisierung des Sports liest sich dann so:

    http://www.direkteaktion.org/206/oekonomisierung-des-sports-wettbewerb-total

    Allerdings kommt linke Kritik auch ohne Sexismus, Verschwörungstheorien und Feminismis-bashing zum Kern der Sache.”

    7. “Ganz grundsätzlich halte ich es für wichtig, mich auch mit Thesen auseinanderzusetzen, die ich nicht teile. Aber muss ich mich dafür auf jedes denkbare Niveau herablassen? Muss ich mich mit jemandem auseinandersetzen, der von einer vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Hypothese ausgeht? “Leitkultur Feminismus”, weil die meisten Lehrkräfte weiblich seien, bitte? Antje Schrupp hat übrigens vor kurzem deutlich reflektierter und klüger die Frage behandelt, weswegen das so ist. Mit jemandem, der das hierzulande am untersten Relevanzrand rumkrebsende Beispiel “Girl’s Day” bringt aber die feministische Kritik an diesem Konzept verschweigt?. Klar, passt ihm ja auch nicht in seinen ideologisch verblendeten Argumentationsstrang. Was hingegen gut passt, ist, die Neurechten vom Institut für Staatspolitik als zitable Quellen anzuerkennen. Und zum Abschluss käut er nochmal die schwachsinnige Behauptung wider von den taz-Redakteuren, die von den bösen Feministinnen zu Artikeln verdonnert werden, die hier ja schon einmal vor ein paar Tagen jenseits allen Niveaus rumstand.

    Und da frage ich mich natürlich schon, ob ich ein Blog, in dem solche Thesen vertreten werden, regelmäßig lesen möchte, ob ich solch ein Blog eigentlich in meine Blogroll passt. Ich denke, gerade … nicht.”

    8. “@name “Wenn du das noch nicht begriffen hast, der Typ greift die faschistischen Thesen vom “Staatsinstitut” auf, ohne irgndwat dazu erwähnen zu wollen..Ick glaub, es hackt…”

    Ob der Typ die faschistischen Thesen vom Staatsinstitut nur aufgreift, dass wage ich zu bezweifeln. Eher habe ich den Eindruck, dass die Nazis dabei sind, kritische Foren, wie den Spiegelfechter, zu unterwandern. Als Kommentatoren mag das ja noch angehen. Denn es ist wichtig, sich mit dem faschistischen Gedankengut auf allen Ebenen auseinanderzu setzen, um mit Sachlichkeit, guten Argumenten diesen gefährlichen Pyromanen entgegenzutreten und sie zu stellen und zu entlarven. Das hatten wir alles schon einmal. Die Weimarer Republik winkt aus der Ferne und grüßt ganz nett. “Und ewig grüßt das Murmeltier”.

    Aber so einem Schreiberling ein silbenes Tablett zu reichen, indem man ihn einen Gastbeitrag schreiben läßt, das geht nicht.

    Jens Berger wer bist Du? Bist Du nur leichtfertig und naiv oder besonders perfide?”

    9. “Alter, Alter, ganz schickes Ding mal wieder, irgendwelche rechten Phobien von armselig männlichen Kreaturen zur Diskussion stellen zu wollen, die nicht einmal die bürgerliche Realitäten erkennen, einordnen und werten können, diesen Prozeß benennen und diese bürgerlich kapitalistische Verwertungsmaschinerie als “Feminismus” bezeichnen.

    Und ja, die Penner vom “Institut für Staatspolitik” sind moderne Faschisten, aber die dürfen ja neuerlichst hier sogar ihren Dreck verbreiten, ohne zu erwähnen, dass 80 Prozent der kapitalistischen Drecksarbeit auf der Welt Frauen erledigen.

    Ick zünde ne Kerze für Euch Looser an, und ja, “Frauen nehmen Euch Männern die Arbeitsplätze weg”.

    Angewidert von diesem “Autor”…sonst nichts.”

    9. “Jenau so is dit, aber wat will man von ner Gestalt erwarten, die vor lauter sozialdarwinistischen Zuständen beim Run auf die letzten Verwertungsarbeitsplätze, nur noch im Talibstyle die Frauen für alles in den Kernzentren der kapitalistischen Regionen verantwortlich macht?

    Hellseher, Wunderheiler und andere Freiheitshasser haben halt Hochkonjunktur in Zeiten des balkanisierten Zerfalls der bürgerlich kapitalistischen Zustände, und verkaufen faschistische Lösungsansätze zur Krisenerklärung.”

    10. “Man muss doch keine Feministin sein, um sich über jemanden lustig zu machen, der im Jahr 2011 zustimmend einen Autor zitiert, der vor hundert Jahren was vom physiologischen Schwachsinn des Weibes schrieb.”

    11. “@Spiegelfechter:

    Was ist das denn für ein Gastbeitrag? Institut für Staatspolitik? Möbius? Neue Rechte und Maskulisten-Gedöns? Kommt dann als nächstes noch ein Fitz-Artikel? Ist nicht dein Ernst, oder?”

    Die Reaktionen scheinen die Thesen meiner Polemik zu bestätigen…

  17. krashnakrovian sagt:

    „Man muss doch keine Feministin sein, um sich über jemanden lustig zu machen, der im Jahr 2011 zustimmend einen Autor zitiert, der vor hundert Jahren was vom physiologischen Schwachsinn des Weibes schrieb.“

    lol

  18. Tante Emma sagt:

    “Replik eines Machos”

    lol lol lol

  19. Ephraim sagt:

    Seit Necib kann Fußball Verführung sein. Es ist alles möglich

  20. Nick Mott sagt:

    Ich lege, – im Sinne der Gleichberechtigung des Mannes gegenüber der Frau -, Wert auf die Feststellung, dass ich sehr wohl Kinder kriegen könnte, wenn ich nur wollte, aber bisher mangels eines wirklich wirksamen Mittels gegen Schwangerschaftsstreifen davon abgesehen habe!

    Außerdem frage ich mich, was es mit der berühmten “Hand an der Wiege” auf sich hat?

    Wieso nutzt diese ihre Chance zur frühkindlichen Prägung machismoanfälliger Genkrüppel (= Männer) eigentlich nicht systematisch und bewahrt sich infolge rechtzeitiger pawlowscher Reflexkonditionierung (für die wir Männer ja besonders anfällig sind) nicht vor späteren Diskriminierungen???

    Das Problem wird wohl sein, dass es DIE Frauen genausowenig gibt wie DIE Männer.
    Und solange da dermaßen genderwütend pauschalisiert wird, finde ich “Diskussionen”, die sich auf diesem Niveau befinden ja so was von überflüssig…^^

  21. Pharsäer sagt:

    Sehr geehrter Herr Müller,

    haben Sie und die, pardon!, Minderbemittelten und Kurzsichtigen, die sich vornehmlich beim Militär rumdrücken, eigentlich mal überlegt, dass es für Männer eine über Jahrhunderte lang institutionalisierte gesellschaftliche und strukturelle Benachteiligung darstellt, zu Armee zu gehen, um sich sinnlos in Kriegen verheizen zu lassen, während die Damen schön zuhaus sitzen und im Todesfall u.U. noch lebenslang Geldmittel kassieren. Als Mann, der sich für eine Gleichberechtigung im Sinne gleicher Rechte aber auch Pflichten stark macht, finde ich, dass auch die Frauen für ihren Wohlstand, ihre Reichtümer und Privilegien die Waffen in die Hand nehmen und in den Krieg ziehen sollen. Und wenns darauf ankommt sehr wohl in der ersten Reihe. Insofern war die Abschaffung der Wehrpflicht für die Männer längst überfällig oder man hätte sie alternativ für beide Geschlechter eingeführt. Da sind uns die Israelis aber auch diverse muslimische Gesellschaften und Kulturkreise moralisch weit überlegen und die dort lebenden Frauen wesentlich reifer und emanzipierter, als man das hier immer vermutet. Sie packen mit an, wenn es erforderlich ist und lassen sich nicht nur chauffieren, wie die Durchschnittsemanzipierte bundesdeutscher Ausprägung, die wohl Bock auf Party hat, aber zur Finanzierung dann auf den Chauvi mit dicker Brieftasche setzt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Pharisäer

  22. River runs Red sagt:

    Also in die Nwo -Agenda passt der Feminismus blendent,jetzt können sie doppelt Steuern kassieren,da die Frauen ja auch arbeiten,das macht schon mal ein sattes Plus bei den Einnahmen.Und die Kontrolle über die KIndererziehung via Ganztagsgehirnwäsche,pardon Schule,bekommen sie auch.Mami muss ja arbeiten.So züchtet man sich heute schon die Sklaven von Morgen.Raffiniert eingefädelt das muss man ihnen lassen…..

  23. Frankura sagt:

    was wollen die weiber eigentlich? was regen die sich auf? bisher wurde ihnen alles passend gemacht. der mann erfand für ihre hausarbeit alle erleichterungen von der waschmaschine, staubsauger, geschirrspühlmaschine, fertigessen usw. nun könnte sie sich den ganzen tag frei einteilen und sich ihrer hauptaufgaben kindererziehung und schönmachen für den mann um so mehr hingeben und das schönste leben haben. und was macht sie? lässt sich von der propaganda manipulieren und ins leistungefetischistische hamsterrad einsperren und ist sogar noch stolz darauf. so blöd muss frau ertmal sein!

  24. Rudi K. Sander sagt:

    Manchmal, ach, ziemlich oft, besonders in der Nacht bei der üblichen Durchmusterung des personenbezogenen Geschehens in und auf den websites, denen man sich selber zugeordnet hat, denke ich seufzend, es sieht doch tatsächlich so aus – Eurokrise, Dollarkrise, Waffenschieber – als sei alles vergeblich, was man in den letzten siebzig Jahren getan und erwartet hat. Dann frage ich mich, warum bin ich denn doch immer noch in vielen Stunden so putzmunter? Bin ich blöd, falsch gepolt, ein Herdentier, ich blicke in vielem schlicht nicht mehr durch.

  25. Astrude sagt:

    Nach ein paar Jahren der Aufregung komme ich zu dem Schluss, den “Feminismus” und die “Emanzipation der Frau” gibt es nur, um Mann und Frau zu entzweien.
    Denn beide ergänzen sich perfekt, beide können logisch und prakmatsch denken, beide können viel Spass miteinander haben, beide profitieren voneinander.
    Sich das von außen kaputt machen zu lassen, grenzt an absoluter Dummheit.
    Achja – gegenseitiger Respekt und Gelassenheit sind unabdingbar für eine win-win-situation.

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